VfB Homberg verliert im Niederrhein-Pokal gegen den Wuppertaler SV

0:1-Niederlage im Niederrhein-Pokal : Wuppertal stoppt den VfB Homberg

Der Fußball-Oberligist unterlag im Viertelfinale des Niederrhein-Pokals dem Regionalligisten mit 0:1. Vor 1000 Zuschauern hielten die Hausherren sehr gut mit.

Die Ersatzspieler des VfB Homberg machten fleißig weiter ihre Liegestützen, als ihr Trainer gerade den dritten Wechsel vollzog – und auch in der Nachspielzeit dauerten die Aufwärmübungen noch an, während die Lautstärke im Gäste-Block von Nervosität getragen ihren höchsten Pegel erreichte. Bis zum Schlusspfiff durften die Oberliga-Kicker vom Rheindeich auf eine Verlängerung im Viertelfinale des Niederrhein-Pokals gegen den Wuppertaler SV hoffen und vom Weiterkommen träumen.

Doch aus dem Fortbestehen des Traumblase in Form einer Loskugel bei der Anschließenden Auslosung des Halbfinals wurde es nichts. In der Trommel landete die Kugel mit dem Logo des Favoriten aus der Regionalliga, der in Person von Kevin Hagemann in der 18. Minute den entscheidenden Stachel zum 1:0 (1:0)-Sieg in die gelb-schwarze Traumblase gestochen hatte.

„Es wäre fahrlässig gewesen, die Option zu einem vierten Wechsel in einer möglichen Verlängerung nicht mehr für nötig zu halten“, glaubte Stefan Janßen bis zum Schluss an den Ausgleich. „Wir müssen ehrlich eingestehen, dass wir nicht viele Torchancen hatten“, sagte der Coach. Das frühe Tor habe den Gästen zusätzlich in die Karten gespielt.

Nach einer unnötigen Ecke landete die Kopfballabwehr des VfB an der Strafraumgrenze vor den Füßen von Hagemann, der die Kugel ans Lattenkreuz beförderte, ehe sie vom Rücken des VfB-Keepers Philipp Gutkowski hinter die Linie prallte. Bei der einzigen WSV-Chance aus dem Spiel heraus (37.) war Gutkowski dann aber gegen Hagemann zur Stelle – wie auch beim Freistoß von Viktor Maier, als er die Kugel aus dem Winkel fischte (54.).

„Wir haben auf dem matschigen Rasen noch mehr Fußball gespielt als der WSV“, meinte Dennis Wibbe. Für den Kapitän wäre bei besseren Bodenverhältnissen mehr für die mit Neuzugang Pierre Nowitzki besetzte Offensive drin gewesen, die gefällig kombinierte, dabei aber auch die Unberechenbarkeit des Geläufs als Gegner hatte. „Das Spiel mit langen Bällen liegt uns nicht“, stimmte Wibbe mit seinem Trainer überein. „Die Einfachheit, die bei so einem Boden vonnöten ist, passt nicht zu unserer Spielweise“, meinte Janßen, für den das mit viel Sicherheitsvorkehrungen verbundene Pokalduell vor rund 1000 Zuschauern dennoch „ein schönes Erlebnis mit einer tollen und fairen Atmosphäre beider Fanlager“, war.

Wibbe ging da mit etwas mehr Gram aus dem Spiel. „Ich hätte lieber schlecht gespielt und dafür 1:0 gewonnen“, hätte der Pokaltraum für den Homberger Kapitän nur noch ein Spiel vom Finale entfernt gern noch weitergehen können. Etwas Stolz klang aber durch: „Das mit dem 1:0 einsetzende Zeitspiel, die Reaktionen der Spieler nach dem Sieg und die Stimmung der Zuschauer zum Ende hin machen deutlich, wie groß die Erleichterung beim WSV war.“

Der Auslosung der Halbfinals wollte Stefan Janßen nach dem Spiel nicht beiwohnen. „Das lese ich morgen in der Zeitung“, meinte der VfB-Coach. Es spielten: Gutkowski; Haub, Clever, Koenders, Wolf , Kogel (60. M. Kücükarslan), Dertwinkel, Wibbe, Nowitzki (65. Lorch), Walker (84. T. Kücükarslan), Rankl.

(sven)
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