Fußball: Veen stürzt die blutleere Concordia

Fußball : Veen stürzt die blutleere Concordia

Fußball-Kreisliga A: Trotz frühen Rückstands siegt die Borussia im Spitzenspiel mit 2:1 und übernimmt wieder die Tabellenspitze.

Das muntere Wechselspiel an der Tabellenspitze der Fußball-Kreisliga A hält unvermittelt an. Jetzt ist Borussia Veen wieder dran. Die Mannschaft aus dem Krähendorf entschied das Spitzenspiel gegen Concordia Ossenberg mit 2:1 zu ihren Gunsten und übernahm von den Gästen wieder die erste Position, die sie in den ersten Saison-Wochen bereits inne hatte.

Es spricht nicht unbedingt für das Timing der Fußballer von Concordia Ossenberg, dass sie ausgerechnet in dem so bedeutenden Spiel beim ärgsten Verfolger mit ihrer vermutlich schlechtesten Saison-Leistung aufwarteten. Auch Trainer Björn Quint, den die Mannschaft mit dem Höhenflug der vergangenen Wochen gerade zu verwöhnt hatte, zeigte sich vom Auftritt seiner Concordia enttäuscht. „Das war von allem zu wenig, das war gerade zu blutleer, was wir heute gezeigt haben“, legte Quint den Finger in die Wunde, die sich seine Auswahl mit ihrer enttäuschenden Leistung selbst zufügte.

Dabei erwischte die Concordisa einen Start, der besser nicht hätte sein können. Zwei, drei Minuten einigten sich die Mannschaften darauf, sich gegenseitig erst einmal zu beschnuppern, dann landete der Ball auf dem linken Flügel, wo Simon Dargel sich durchsetzte. Seine Flanke drückte Nils Hoffacker mit der Brust am verdutzten Marcel Grewe im Veener Tor über die Linie.

„Das Tor hat mich schon sehr geärgert“, mochte Veens Trainer Christian Hauk den verpatzten Spielstart kaum glauben. Gerade vor diesen Überfall artigen Vorstößen der Ossenberger nach Einwürfen hatte der Coach sein Team in der Woche mehr als einmal gewarnt; auf offene Ohren ist er damit also wohl nicht gestoßen. Hauks Laune sollte sich in der Folge allerdings schnell wieder bessern. „Die Mannschaft ist cool geblieben, hat sich sehr gut nach vorne geschoben und so schnell die Kontrolle über die Begegnung gewonnen“, charakterisierte er die folgenden Minuten, in denen sich die Concordia mit der Führung im Rücken erst einmal wieder in die eigene Hälfte begab. „Wir müssen bei 1:0 ja auch nicht Harakiri spielen“, verteidigte Quint diese Marschrichtung.

Viel lief im Veener Spiel über die Außenpositionen, die mit ihren Hereingaben die Abwehr der Gäste oft genug vor Probleme stellte und schon früh andeutete, dass die Concordia hinten kein Bollwerk, sondern ein mitunter kräftig wackelndes Kartenhaus stehen hat. Ein Pfostenschuss von Jens Willemsen war das erste Warnzeichen. „Unser Defensivverhalten war wirklich nicht das beste“, fasste Quint die Szenen vor und im Strafraum seines Teams zusammen. Der Ausgleich ließ nur bis zur 15. Minute auf sich warten. Nach einem Einwurf durfte Julian Meier nahezu ungehindert zum Ausgleich einköpfen. Das war Toreschießen leicht gemacht.

Die Veener Mannschaft hielt das Tempo und die forsche Spielanlage bei, die Concordia fand keine geeigneten Mittel, den Gegner daran zu hindern. Von den Denkern und Lenkern, die zuletzt entscheidend daran beteiligt waren, das Ossenberger Team an die Spitze zu schießen, war auf Veens Kunstrasen kaum eine gelungene Aktion zu sehen. Bis zum Seitenwechsel durfte sich die Borussia allerdings lediglich als klarer Punktsieger fühlen. Auch weil ein fragwürdiges Eingreifen an Willemsen, durchaus mit einem Strafstoßpfiff zu ahnden, vom Schiedsrichter nicht als ahndungswürdig betrachtet wurde, ging es mit einem für die Gäste freundlichen 1:1 in die Pause.

Auch im zweiten Abschnitt folgte kein entscheidendes Aufbäumen der Gäste. Die Borussia hielt den Gegner in Schach und wurde durch den Treffer zum 2:1 nach 54 Minuten belohnt. Dennis Tegeler tanzte gleich mehrere Ossenberger aus, legte sich den Ball parat und traf zur Entscheidung.

Veen: Grewe, Minten, Terlinden, Rusch, Schultz, J. Höptner, L. Höptner (73. Klemmer), Tegeler, Keisers (65. Bertsch), Willemsen (87. Ackermann), Meier.

Ossenberg: A. Furthmann, Endert, Bentgens, Strüngmann, J. Furthmann (46. Neumann), S. Baumbach, Sticklat, Utech, Dargel, Kaul (46. Stolzke), Hoffacker.