1. NRW
  2. Städte
  3. Xanten
  4. Sport Xanten und Rheinberg

Lokalsport: Veen darf sich keinen Fehler erlauben

Lokalsport : Veen darf sich keinen Fehler erlauben

Fußball-Kreisliga A: Angespannt fiebert die Borussia dem letzten Spieltag entgegen. Die "Krähen" wollen im Zweikampf mit der DJK Lintfort den Relegationsplatz behaupten. Jos Hennemann ersetzt Marcel Grewe zwischen den Pfosten.

An der Spitze ist alles klar, am Ende der Tabelle aber hält die Fußball-Kreisliga A vor ihrem letzten Spieltag immer noch ein Rätsel bereit. Gesucht wird morgen der dritte Absteiger und das Team, das, wenn alle anderen schon die Beine hoch legen dürfen, sich den Klassenerhalt noch über die Relegation mit den beiden Aufstiegs willigen B-Ligisten TuS Baerl und SV Scherpenberg II sichern muss.

Die DJK Lintfort und Borussia Veen sind die beiden Clubs, die der Liga letztes Rätsel am Sonntag im Fernduell lösen müssen. Die Ausgangslage kann simpler nicht sein: Die DJK hat lediglich eine Chance auf ein weiteres Jahr in der A-Liga, wenn sie ihr Heimspiel gegen die SpVgg. Rheurdt-Schaephuysen gewinnt. Zur gleichen Zeit müsste die Borussia auf eigenem Terrain als Verlierer gegen den ESV Hohenbudberg vom Platz gehen. "Das sind zwei Sachen, die nicht unbedingt passieren müssen", blickt Veens Trainer Christian Hauk auf die Spekulationen vor dem Anpfiff.

Zwei Zähler Vorsprung und die miserable Tordifferenz der DJK quasi als dritter Punkt spielen der Borussia alle Trümpfe in die Hand. "Wir können unser Glück noch selber erspielen", hat Hauk seinen Mannen denn auch am Dienstag noch einmal mitgeteilt, als das Training schon nach einer Viertelstunde wegen eines Gewitters wieder beendet werden musste und Mannschaft und Trainer sich dann stattdessen im Trockenen über die Situation unterhalten haben. "Ja", sagt Hauk, "es ist eine Anspannung erkennbar, aber jeder weiß auch, dass wir uns jetzt keine Fehler mehr erlauben dürfen." Für Patrick Rusch und Melvin Kronen ist die Saison im Veener Dress bereits beendet - unfreiwillig, denn das Duo sah beim 3:4 in Ossenberg die Rote Karte. Beide werden nicht nur in der morgigen Partie fehlen, ihre Sperre wird sich auch auf die Relegation beziehen. "Wir haben zum Glück keine weiteren personellen Probleme, so dass wir die Sperren kompensieren können", glaubt Hauk, der auch auf der Position des Torhüters einen Wechsel vornehmen wird. Marcel Grewe drückt seinen Mitspieler aus dem Urlaub heraus die Daumen, für ihn wird Jos Hennemann zwischen die Pfosten rücken.

Abschied nehmen heißt es in den drei Begegnungen, die bereits heute angepfiffen werden. Concordia Ossenberg reist an den Homberger Rheindeich, um dort dem VfB Homberg II zur überlegen gewonnenen Meisterschaft und dem Einzug in die Bezirksliga zu gratulieren - was natürlich nicht bedeutet, dass die Concordia sich kleinmütig ergeben wird. Zur gleichen Zeit, ab 16 Uhr, wird Stefan Kuban letztmals an der Seitenlinie des SSV Lüttingen stehen. Der "Drei-Spiele-Trainer", dessen Posten bald wieder vom angestammten Trainer Denis Krupic übernommen wird, hofft auf sein erstes Erfolgserlebnis mit der Mannschaft. "Vielleicht klappt's ja jetzt, wo aller Ballast von den Schultern ab ist", sagt er nach dem feststehenden Klassenerhalt und vor dem Duell gegen den SV Orsoy, der spätestens nach dem 2:10 der Vorwoche gegen Hombergs Zweitvertretung nicht böse sein wird, dass die Saison nun zu Ende geht. Auf Lüttinger Seite werden Janik Schweers und Julian Medrow verabschiedet, die ihre Tore künftig für den neuen Bezirksligisten SV Rindern schießen werden.

Um 17 Uhr hat der TuS Xanten seinen vorerst letzten Auftritt in der A-Liga. Die Mannschaft um Trainer Rachid Riad reist allerdings nicht ohne Hintergedanken zum SV Millingen. "Wir wollen den Gegner ärgern und beweisen, dass wir besser sind als unser Tabellenplatz", sagt Riad.

Viktoria Alpen schließt die Spielzeit morgen daheim gegen den TV Asberg ab. Schon mit einem Zähler wäre der dritte Rang und damit die beste Platzierung seit der Rückkehr in die A-Liga im Sommer 2015 verteidigt. Um 15.30 Uhr hebt sich auch der Vorhang beim SV Büderich. Der letztjährige Aufsteiger begrüßt den diesjährigen Absteiger TuS Asterlagen.

(DK)