Fußball-Bezirksliga : Veen bestraft Repelens löchrige Abwehr

Die Borussia kehrte aus Moers mit einem 5:3-Sieg heim. Jan Büren erzielte seinen 16. Saison-Treffer.

Borussia Veen hat die zweite Kerze auf dem Adventskranz angeknipst. Der freche Bezirksliga-Neuling ließ sich die vorweihnachtliche Stimmung nicht vom VfL Repelen verderben und siegte auf des Gegners Platz mit 5:3 (2:2).

Nach vier Toren im ersten Abschnitt gab es auf beiden Seiten einigen Redebedarf zur Halbzeit. Zuvor hatte es, nach respektvollem, 20-minütigem Abtasten der Konkurrenten, Repelener Unterstützung bedurft, um den Gästen die erstmalige Führung zu bescheren. Eine eher harmlose Hereingabe verstolperte VfL-Verteidiger Christian Blessing. Jan Büren hatte selten weniger Mühe als bei seinem 16. Saisontreffer. Fünf Minuten später folgte die Antwort der Hausherren, die Franck Sylla als Torschützen feierten. Und so munter ging es weiter: Nach einer Ecke, in der sich Repelens Abwehr lieber auf Hendrik Terlinden stürzte und ihn zu Boden riss, köpfte Julian Meier frei stehend zum 2:1 ein. Jetzt erhöhte Repelen wieder die Schlagzahl und gelangte diesmal durch Yassin Ait-Dada zum Ausgleich.

Beide Trainer nutzten die Pause um über die Defizite in ihren Abwehrreihen zu reden. Das gelang auf Veener Seite ganz prima, in Reihen des VfL schienen Sascha Weyens Worte dagegen nicht alle Akteure zu erreichen. „Ich bin ziemlich angefressen über unser Defensivverhalten“, ärgerte sich Repelens Coach nach dem Abpfiff. Denn sorglos ging’s weiter in der Hälfte des VfL, der nach dem Seitenwechsel mit dem 2:3 durch Dennis Tegeler kalt erwischt wurde. Dem Treffer nach einem weiteren Eckstoß ging ein Gewusel im Strafraum der Gastgeber voraus, ehe Veens Mannschaftskapitän der Sache ein Ende machte.

Die Gäste blieben, anders als im ersten Abschnitt, nach der erneuten Führung wachsam, blockten die gegnerischen Angriffe ab und setzten den vorentscheidenden Konter. Marius Gietmann rettete den Ball mit letztem Einsatz vor der Auslinie, ließ einen Gegner links stehen und flankte von rechts punktgenau auf Julian Meier, der nur noch den Fuß hinzuhalten hatte. Zu allem Überfluss leistete sich Repelens Torhüter Niklas Rennen dann noch einen Griff ins Leere, so dass Gietmann seine starke Leistung mit dem fünften Veener Treffer krönen durfte. Das 3:5 durch Ozan Sengül in letzter Minute vermochte die Veener Laune nicht mehr zu verderben.

„Wir wussten, was wir zu ändern hatten“, plauderte Veens Trainer Christian Hauk über seine Halbzeitansprache. „Vor dem Seitenwechsel sind wir in einigen Szenen in den Zweikämpfen zu unkonzentriert zu Werke gegangen. So kenne ich meine Mannschaft gar nicht, und das hat uns auch zwei unnötige Gegentore beschert.“ Nur zwei? Sein Gegenüber wäre darüber wohl noch erfreut gewesen. „Um es vorsichtig auszudrücken, aber vier der fünf Gegentore waren vermeidbar“, haderte Sascha Weyen nicht zu Unrecht mit seiner Hintermannschaft.