TuS Xanten wünscht sich eine Modernisierung des Stadions am Fürstenberg

Sportanlagen am Fürstenberg in Xanten : TuS will Frischzellenkur fürs Stadion

Das Sportgelände auf dem Xantener Fürstenberg wurde Ende der 50er Jahre errichtet. Zwar wurde immer wieder investiert, die gesamte Anlage dennoch ist in die Jahre gekommen.

Das Fürstenbergstadion, Schauplatz packender Wettkämpfe mit Fußballspielen, die den TuS Xanten fast bis in die Zweite Liga geführt hätten, ist in die Jahre gekommen. Seit dem Bau 1958 haben der Verein und die Stadt zwar immer wieder in einzelne Maßnahmen auf der Platzanlage und in einen Krafttrainingsraum investiert, doch nun wäre – nach Ansicht der Vereinsverantwortlichen – eine Generalmodernisierung angebracht. Alles ganzheitlich betrachtet, inklusive Entwicklung des Vereins und des Bedarfs, Vorgaben bei Technik und Sicherheit sowie Nachfrage der Schulen. Nun hat der Vereinsvorsitzende Heinrich Gundlach bei einem Ortstermin erörtert, welche Vorstellungen der TuS zur künftigen Gestaltung des Fürstenbergstadions umgesetzt sehen möchte.

Seit 1975 haben Verein und Stadt über 600.000 Euro ins Stadion gesteckt, die Muskelhypothek nicht eingeschlossen. 365.000 Euro kamen aus dem Rathaus, 245.000 Euro aus der Klubkasse. „Unberücksichtigt ist dabei das Vereinsheim, das fast ausschließlich mit Landesmitteln und durch den Einsatz der Mitglieder errichtet wurde“, erinnert sich Gundlach. Nun soll ein größeres Rad gedreht werden. Im Haushalt der Stadt sind schon mal 56.000 Euro vorgesehen. Ein erster Schritt, aber viel zu wenig, um die Wünsche und Hoffnungen des Vereins auch nur ansatzweise zu erfüllen. „Es gibt Sanierungsbedarf“, berichtet Gundlach. „Darum haben wir bei der Stadt Mittel für die Erstellung eines Gesamtkonzepts beantragt. Es soll bauliche, finanzielle und zeitliche Planungen berücksichtigen.“ Der Vereinsvorsitzende hofft auch auf Landeszuschüsse, unter anderem weil Schulen die Anlage nutzen. „Der TuS selbst ist nicht in der Lage, größere Summen aufzubringen, ohne sein Weiterbestehen zu gefährden“, betont der Vereinschef.

Die Wunschliste ist umfangreich. Im oberen Teil des Areals liegt der Aschenplatz. Hier hätte Gundlach lieber einen Kunstrasenplatz. Der wäre auch im Winter nutzbar. Die Lichtmasten stammen noch aus einer anderen Zeit; heutiges Flutlicht verbraucht viel weniger Energie. Das würde die Stromkosten senken. Unterhalb des Tennenplatzes befindet sich das Hauptstadion. „Der Rasen ist super“, freut sich Gundlach über anerkennende Worte so mancher Gästespieler, die hier aufgelaufen sind. Aber das Laufoval für die Leichtathleten hat einen Aschebelag; eine Kunststoffbahn wäre wünschenswert.

veraltete Flutlichtanlage. Foto: Peter Kummer

Die Umkleiden im Nachbargebäude machen einen ordentlichen, gepflegten Eindruck. Moderne Armaturen, ordentliche Fliesen. Für die beiden Umkleiden steht jedoch nur ein gemeinsamer Duschraum zur Verfügung. Hier soll eine Trennwand errichtet werden, damit Jungen und Mädchen zur gleichen Zeit duschen können.

Zudem ist ein Teil des Zaunes zur Straße hin nicht mehr vorhanden. Irgendwann geht das Gitter in einen hässlichen Stacheldraht über. Auch das wäre erneuerbar. Gegenüber, auf der anderen Seite der Straße, liegt dann noch etwas versteckt eine Spiel- und Freizeitfläche, etwa 100 mal 100 Meter groß. Die Fußballer trainieren hier viel. Gundlach wünscht sich für dieses Areal eine Beregnungsanlage.

Das Land kann sicherlich Zuschüsse geben. Ein 300-Millionen-Topf ist aufgelegt. Aber „für alle Optimisten gibt es einen Dämpfer“, gibt der Vereinsvorsitzende zu bedenken. „Die Kommunen werden maximal das Fünffache der Sportpauschale erhalten.“ Für Xanten wären das maximal etwa 330.000 Euro. Das wäre viel zu wenig, um alle Wünsche zu erfüllen. Was genau gefördert werden kann, steht zudem noch nicht fest. Die Richtlinien sollen im Herbst vorliegen.

Sorgen bereiten dem Verein, mit rund 2400 Mitgliedern der größte in der Stadt, auch die Unterhaltungskosten der Gebäude. Die Heizung zum Beispiel ist in Ordnung, die Rohre jedoch rosten vor sich hin. Gespräche mit der Stadt laufen, „aber eine zufriedenstellende Lösung wurde noch nicht gefunden“, sagt Gundlach.

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