TuS Xanten gewinnt in Handball-Bezirksliga bei TV Voerde

Handball : Xanten quält sich beim Schlusslicht zum Sieg

Handball: Katharina Radtke bewahrt die Bezirksliga-Frauen quasi im Alleingang vor einer Blamage. Denn gegen den Tabellenletzten TV Voerde mühten sich die Xantenerinnen mehr als vor der Partie angenommen.

(RP) Am Sonntagnachmittag stand für die Bezirksliga-Handballerinnen des TuS Xanten der erste Rückrundenspieltag und zugleich das letzte Spiel in 2018 auf dem Programm. Auswärts ging es gegen das Schlusslicht TV Voerde. Und obwohl die Xantenerinnen die Partie gewannen, fühlten sie sich aufgrund einer miserablen Leistung die Verliererinnen. Viele fühlten sich an die Partie gegen den TV Borken erinnert, der ebenfalls als Schlusslicht gegen Xanten antrat und gewann. Denselben Fehler wollte der TuS nicht noch einmal begehen.

Doch von Anfang an war der Wurm drin: Schon beim Warmmachen waren die Gäste mehr mit der eisigen Hallentemperatur beschäftigt als mit der Vorbereitung auf das Spiel. Doch die ersten fünf Minuten verliefen noch recht solide. Einfache Tempogegenstöße bescherten zunächst einen kleinen Vorsprung. Dieses Rezept wäre ein Mittel zu einem einfachen Sieg gewesen. Aber in der Folgezeit stellte Xanten das Handballspielen ein. Ohne Julia Winkels auf der Mitte fehlte im Angriff jegliche Kreativität und Bewegung. Hinzu kamen etliche technische Fehler, die den Eindruck vermittelten, dass in Voerde gerade ein Kellerduell ausgetragen wird. Entsprechend ging es mit einem mageren 5:4 in die Halbzeit.

Allen war klar, dass eine Leistungssteigerung her musste. Und dennoch wurde alles noch schlimmer. Die erstaunten Voerderinnen entwickelten Spielfreude und wurden mutiger, sodass sie sogar in Führung gehen konnten (7:5 und 8:6). Doch dann drehte Katharina Radtke auf. Mit ihrer individuellen Klasse drehte sie quasi im Alleingang die Partie – acht Tore in 23 Minuten reichten für einen glücklichen 16:13-Erfolg.

„Auch wenn wir das Spiel in den letzten Minuten noch für uns entscheiden konnten, waren keine glücklichen Gesichter nach Abpfiff zu sehen. Diese insgesamt desolate Leistung drückte mächtig auf die Stimmung und der eigentliche Sieg fühlte sich nach einer Niederlage an“, sagte Teamsprecherin Lena Gäde nach der Partie. „Wir haben zwar gezeigt, dass wir eine Mannschaft sind, die zwar trotz schlechter Leistung ein Spiel gewinnt, aber ebenso haben wir gezeigt, dass wir immer noch keine Mannschaft sind, die konstant gute Leistung abrufen kann. Wir hoffen, dass es für die restlichen Spiele anders wird und nehmen uns das als guten Vorsatz mit ins neue Jahr.“

Tore: Katharina Radtke (9), Daniela Kuhlmann und Miriam Langenberg (jeweils 2), Anna-Maria Sturm (1), Eva Sernetz und Anna Lamers (jeweils 1/1).

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