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Lokalsport: TuS Lintfort schwebt auf Wolke sieben

Lokalsport : TuS Lintfort schwebt auf Wolke sieben

Frauenhandball, Zweite Liga: In Beyerhöde gelingt dem Aufsteiger der vierte Sieg in Folge. Somit verlässt das Team fürs erste die Abstiegszone und meldet sich im Mittelfeld der Liga an. Die Trainerin spricht von einer "tollen Moral".

Welch eine Leistungsexplosion! Man muss sich richtig wundern, zu welchen Taten die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort derzeit imstande sind. Die Mannschaft schwebt nach dem vierten Erfolg in Serie zurecht auf "Wolke sieben", hamstert fleißig wichtige Punkte für den Klassenerhalt. Der TuS Lintfort siegte in einer emotionsgeladenen Partie beim TV Beyerhöde knapp - aber verdient - mit 35:34 (19:17) und kletterte in der Tabelle nun sogar ins breit gestreute Mittelfeld.

In diesem Duell zweier zur Zeit sehr erfolgreicher Vereine - Beyeröhde siegte bis dato fünfmal in Serie - hatte das spielerische Niveau keine übergeordnete Strahlkraft. Bei diesem Aufeinandertreffen standen vielmehr die Körperlichkeit, die Einsatz- und Laufbereitschaft, aber auch die mentale Stärke sowohl der Teams als auch jeder einzelnen Spielerin im Vordergrund.

Lintfort betrieb einen hohen Aufwand. Insbesondere die Deckung musste gegen die torhungrigen Gastgeberinnen eine ganze Menge Arbeit verrichten. Dabei hatten es die TuS-Spielerinnen allerdings nicht immer einfach. Der Defensivauftritt der Gäste war in einigen Phasen durchaus fehlerbehaftet. Sorgen machen musste man sich um die Mannschaft aber dennoch nicht.

Die Spielerinnen des TuS profitieren momentan von ihrer Lockerheit im Angriff und überraschen mit dieser Art und Weise bei ihren Auftritten. Es herrschen sichtbare Strukturen, die befolgt und eingehalten werden. Aber ganz wichtig ist auch das Selbstvertrauen. Die Spielerinnen trauen sich etwas zu, und das schweißt zusammen.

Lintfort verteidigte ab der neunten Minute (5:5) mal mehr, mal weniger deutliche Führungen. Das Team präsentierte sich gleich von mehreren Positionen torgefährlich und sehr effizient. Auch im Verlauf der zweiten 30 Minuten ging es "heiß" her. Der Kräfteverschleiß war zwar immens, doch die TuS-Spielerinnen ließen nie locker und kamen nun vermehrt durch Einzelaktionen zum Erfolg.

Überragend war die Phase um die 50. Spielminute, als Lintfort mit einem willensstarken Auftritt einen 29:30-Rückstand vorentscheidend in eine 33:30-Führung umbog. Es blieb aber weiter spannend, doch der Gast hatte dieses Mal auch das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite.

"Meine Mannschaft überrascht mich immer mehr", freute sich die begeisterte Lintforter Trainerin Bettina Grenz-Klein. "Es herrscht eine tolle Moral. Die Mädels ziehen ihr Ding derzeit einfach konsequent durch."

(RP)