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Lokalsport: TuS Lintfort hat alles unter Kontrolle - 40:20 im HVN-Pokal

Lokalsport : TuS Lintfort hat alles unter Kontrolle - 40:20 im HVN-Pokal

Frauen-Handball: Der Drittligist hat mit dem Erfolg über Treudeutsch Lank die zweite Runde erreicht. Lisan van Hulten fällt lange aus. Die Kreisläuferin brach sich das Wadenbein.

Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort haben in der ersten Runde des HVN-Pokals beim Regionalligisten Treudeutsch Lank eine mehr als anständige Leistung geboten und deshalb auch in der Höhe verdient mit 40:20 (20:11) gewonnen.

Der Favorit reiste allerdings mit gedrückter Stimmung an. Lisan van Hulten, 21-jährige Kreisläuferin, verletzte sich beim Abschlusstraining schwer. Sie brach sich das Wadenbein. Noch ist völlig unklar, wie es beim Neuzugang weiter geht. Erst im Lauf der Woche fallen Entscheidungen bezüglich einer möglichen Operation.

Verlief die Startphase bis zum 2:2 noch ausgeglichen, wurde im weiteren Spielverlauf schnell klar, dass Lank nicht über das Potenzial verfügte, um den klassenhöheren Gast aus Lintfort in ernsthafte Verlegenheit zu bringen. Lintfort stellte das eindeutig bessere Team, auch wenn auf einigen Positionen Umstellungen notwendig waren. So zum Beispiel am Kreis: Weil Lisan van Hulten auf unbestimmte Zeit ausfällt und Tatjana van den Broek nach ihrem Bänderriss im Sprunggelenk noch nicht hundertprozentig fit ist - sie spielte pro Halbzeit nur zehn Minuten - musste Linksaußen Eva Legermann auf dieser Position aushelfen und machte ihre Sache ordentlich.

Die Gäste nahmen schnell Fahrt auf, holten sich vor allem die nötige Sicherheit in der Defensive. Die 6:0-Formation stand sattelfest mit guten Zuordnungen. Aus der Abwehr lief der Gegenstoß recht zielstrebig, allerdings weniger über die erste Welle und stattdessen mehr über die zweite Phase. Die TuS-Handballerinnen ließen ihren Gegenspielerinnen kaum Zeit zum Luftholen und enteilten bis zur zwölften Minute auf 11:3. Lintfort hatte alles unter Kontrolle und konnte in der Folgezeit etwas sparsamer mit den Kräften haushalten, so dass bis zum Pausenpfiff nach wie vor eine beachtliche 20:11-Führung auf der Anzeigetafel stand.

In den zweiten 30 Minuten war natürlich die große Spannung raus. Lintfort nahm sich aufgrund seiner Überlegenheit die Zeit, um ein wenig zu experimentieren. So ließ Trainerin Bettina Grenz-Klein gleich mehrere Deckungssysteme unter Wettbewerbsbedingungen testen. Auch wurden Spielerinnen geschont oder auf ihnen fremden Positionen eingesetzt. "Es war ein ordentlicher Auftritt meiner Mannschaft", sagte Grenz-Klein und merkte an: "Wir hatten alles unter Kontrolle Ab jetzt gilt unsere volle Konzentration dem Meisterschaftsstart am kommenden Wochenende."

(RP)