Lokalsport: TuS Lintfort gelingt ein Transfer-Coup

Lokalsport : TuS Lintfort gelingt ein Transfer-Coup

Frauenhandball, Dritte Liga: Noch ist unklar, ob der Meister aufsteigt. Becky van Nijf wird in jedem Fall zum neuen Kader der Saison 2018/19 gehören.

Noch ist unklar, ob die Spielerinnen des Handball-Drittligisten TuS Lintfort aufsteigen. Die Mannschaft muss sich kurz vor Saisonende immer noch in Geduld üben. Die Meisterschaft ist zwar schon perfekt gemacht worden, aber noch immer stehen mögliche Play-Off-Spiele im Raum.

Doch unabhängig davon stellt der TuS Lintfort gerade einen schlagkräftigen Kader für die neue Saison zusammen. Den Vereinsverantwortlichen ist dabei ein echter Coup gelungen: Mit der Niederländerin Becky van Nijf kommt eine absolute Verstärkung für die rechte Angriffsseite. Die 25-Jährige hat das Handballspielen bei Handbal Venlo gelernt, wo sie von 1997 bis 2012 ausgebildet wurde. Danach wechselte die viel umworbene Linkshänderin zu Bayer Leverkusen in die Bundesliga, wo die Niederländerin aber mit zwei schweren Verletzungen wenig Glück hatte. Seit nun fünf Jahren ist sie wieder bei ihrem Heimatverein in Venlo aktiv und körperlich fit.

"Dass wir Becky verpflichten konnten, ist für uns wie ein Lottogewinn. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit", sagt TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. "Davon werden vor allem die jüngeren Spielerinnen profitieren, die viel von ihr lernen können."

Becky van Nijf hat für die niederländische Jugend-Nationalmannschaft sowohl bei Europa- als auch Weltmeisterschaften gespielt und auch zwei Länderpartien in der A-Nationalmannschaft absolviert. "Damit sind wir mit unseren Planungen schon sehr weit. Wir hoffen, noch eine weitere Verstärkung für unsere rechte Angriffsseite verpflichten zu können," sagt die Trainerin.

Ob Becky van Nijf die Lintforter Mannschaft in der Zweiten oder nach wie vor in der Dritten Liga verstärken wird, bleibt abzuwarten. Erst am letzten Spieltag am kommenden Wochenende wird sich entscheiden, wohin der Weg für den TuS geht.

Beide bisher feststehenden Meister - TSV Nord Harrislee (Gruppe Nord) und der TuS Lintfort (Gruppe West) - wollen definitiv aufsteigen. In den beiden anderen Gruppen stehen die Entscheidungen noch aus. Bleiben die beiden aktuelle Tabellenführer TSV Haunstetten (Süd) und HSG Gedern/Nidda (Ost) auch nach Abschluss der Saison an der Tabellenspitze, so würden diese Vereine sich ebenfalls zum Aufstieg melden. Dann käme es zu den angesprochenen Play-Off-Spielen, wo letztlich dann die vier Meister die drei freien Aufstiegsplätze zur Zweiten Bundesliga ausspielen. Aber in beiden Gruppen (Ost/Süd) besteht noch die Möglichkeit, dass Haunstetten und Gedern/Nidda abgefangen werden. Im Osten käme einzig die HSG Kleenheim in Betracht. Der Verein würde den Meistertitel gerne feiern, aber von seinem Aufstiegsrecht kein Gebrauch machen - der TuS Lintfort wäre somit direkt aufgestiegen.

Gleiches gilt für die Südgruppe: Hier kann der TSV Haunstetten noch vom TuS Metzingen II und der SG Bietigheim II abgefangen werden. Eine dieser Reservemannschaften würde den Titel feiern, beide besitzen aber keine Aufstiegsberechtigung. Auch in diesen Fall wäre der TuS durch. Käme es zu Play-Offs, müssten die Lintforterinnen am 28. April die erste Partie beim TSV Nord Harrislee absolvieren.

(MB)
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