1. NRW
  2. Städte
  3. Xanten
  4. Sport Xanten und Rheinberg

Lokalsport: TuS Lintfort ereilt Pokal-Aus in der Verlängerung

Lokalsport : TuS Lintfort ereilt Pokal-Aus in der Verlängerung

Dumm gelaufen: Den Sieg vor Augen, den Jubelschrei auf den Lippen - die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort standen kurz vor einer Überraschung, aber eben nur kurz. Die Mannschaft um Trainerin Bettina Grenz-Klein unterlag in der ersten Runde des DHB-Pokals daheim dem Zweitligisten DJK/MJC Trier denkbar knapp nach Verlängerung mit 33:34 (27:27/14:10).

Das Unglaubliche: Lintfort führte in den letzten Minuten schon mit 33:30, bei einer zeitweisen 6:4-Überzahl. Das Team verlor daraufhin völlig den Kopf und schenkte die Pokal-Überraschung noch leichtfertig her. Und auch Trainerin Bettina Grenz-Klein musste sich nach dem Abpfiff erst einmal sammeln: "Das Ausscheiden ist bitter. Meinen Spielerinnen sind gleich drei Fehlpässe unterlaufen." Aber ihr Gesamtresümee fiel trotzdem gar nicht einmal so schlecht aus: "Wir hatten einen super Start mit schnellen Torabschlüssen, haben zudem nicht schlecht verteidigt. Unser großes Manko war heute die insgesamt viel zu hohe Anzahl der Fehlwürfe."

Lintfort trat selbstbewusst auf, war von Beginn an hellwach mit viel Tempo in den Aktionen. Trier hingegen wirkte in seinem Bestreben etwas reserviert. Der Zweitligist agierte behäbig und lauffaul. Lintfort übernahm umgehend das Kommando, angetrieben von Goalgetterin Loes Vandewal sowie einer tadellosen Leonie Lambertz, die in Hälfte eins von Rechtsaußen überragte. Die Gastgeberinnen überrollten ihren Kontrahenten (7:1).

  • Lokalsport : TuS Lintfort feiert die Meisterschaft
  • Lokalsport : TuS Lintfort kann den Meistertitel einfahren
  • Lokalsport : 24:0 Punkte - TuS Lintfort beherrscht die 3. Liga weiter

Gegen Ende des ersten Durchgangs verflachte das Niveau. Trier kam besser in Tritt. TuS-Torhüterin Vivien Gosch verhinderte mit drei tollen Paraden in Folge Schlimmeres.Die Gegnerinnen glichen zum 18:18 (45.) aus, und das Match blieb bis zum Abpfiff hart umkämpft. "Leo" Lambertz war es Sekunden vor dem Schlusspfiff, die mit einem harten Wurf die verdiente Verlängerung erzwang.

Auch in der Zusatzzeit von zweimal fünf Minuten waren die TuS-Spielerinnen zunächst wacher und entschlossener. Die Mannschaft zeigte Kämpferherz und legte sich ein Drei-Tore-Polster zu. Aber das Nervenkostüm riss kurz vor der Ziellinie.

Tore: Vandewal (14/4), Lambertz (8), Klein (4), Legermann (3), Kuik (2), Huijsmans (1/1), Teixeira.

(RP)