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Tischtennis: TuS darf nach zwei Jahren wieder jubeln

Tischtennis : TuS darf nach zwei Jahren wieder jubeln

Tischtennis: Xanten besiegte in der 3. Liga den SV Siek. In der Verbandsliga bekam der TuS 08 einen herben Dämpfer.

Nach fast zwei Jahren ist der Bann beim TuS Xanten gebrochen. Der klare Außenseiter hat seine Heimpartie gegen den SV Siek mit 6:4 gewonnen. Damit haben die Tischtennisspieler aus der Domstadt das erste Mal seit dem 3. März 2013 wieder gewonnen. Damals standen sie noch als Sextett in der Regionalliga West an den Platten.

Nun scheinen die Xantener endlich in der 3. Bundesliga angekommen. Hellauf überrascht und begeistert waren die über 50 Zuschauer, die die heiß umkämpfte Partie sahen. "Nach den Eingangsdoppeln war mit einem Sieg gar nicht mehr zu rechnen", resümierte Abteilungsleiter Wilfried Quosbarth, der trotz der deutlichen Ergebnisse umkämpfte Doppel sah. 0:3 unterlagen sowohl Laurens Tromer/Michael Servaty gegen Yansheng Wang/Hartmut Lohse als auch Milosz Przybylik/Sascha Köstner gegen Daniel Cords/Jan Hauberg. Im oberen Paarkreuz kam dann die Wende. Michael Servaty, der zur Rückrunde auf die Topposition gerutscht ist, luchste Lohse im fünften Satz einen Zähler ab. "Das Spiel von Milosz war der Knackpunkt. Er hat einen Sahnetag erwischt", lobte Quosbarth den Polen.

Przybylik setzte sich nach zuletzt drei Niederlagen erstmals gegen Linkshänder Wang durch und glich zum 2:2 aus. Tromer, der als neue Nummer Drei laut Quosbarth eine "echte Hausnummer" ist, hatte mit Hauberg im unteren Paarkreuz keine Mühe. Köstner musste gegen Cords mit 1:3 passen. Für Jungspund Servaty, der erstmals gegen den "Altmeister" Wang antrat, war nicht viel auszurichten. Przybylik siegte mit 3:2 gegen Lohse. Ungefährdet brachten Tromer und Köstner mit zwei Einzelerfolgen den Heimsieg in trockene Tücher. Während die Xantener feierten, traten die Sieker die weite Heimreise an. Den Ausflug hatten die Hamburger sich gewiss anders vorgestellt.

Das wohl wichtigste Spiel in der Rückrunde hat Verbandsligist TuS 08 Rheinberg verloren. Durch die 6:9-Pleite beim PSV Oberhausen gab das Sextett auch seine Stellung als Ligaprimus ab. "Im Kampf um die Meisterschaft ist aber noch alles für uns drin", meinte Thomas Büssen, der im unteren Paarkreuz aufschlägt. Kurzfristig weilte Kapitän Ermin Besic im Urlaub, wodurch Neuzugang Frank Waschipki zum Einsatz kam. "Kleinigkeiten haben die Begegnung entschieden", so Büssen. Einen fast perfekten Doppelstart verpasste der TuS 08, da Jens Menden/Büssen als einziges Duo im fünften Satz unterlagen. Im Einzel zeigte sich dann die deutlich schlechtere Tagesform des TuS 08. Spitzenakteur Nikolai Solakov verlor sein zweites Einzel in dieser Saison. Jens Menden konnte seine zuletzt gute Form nicht zeigen. Im unteren Paarkreuz reichte es für Büssen und Waschipki ebenfalls nicht. Damian Ciuberek war der Einzige, der an seine Normalform heranreichte.

(sfk)