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TuS Borth steigt in die Fußball-Kreisliga A auf

Aufstieg mit Bierduschen und Kopfrasuren : Borths Endspurt zurück in die A-Liga

Im zweiten Jahr nach dem personellen Umbruch feierten die TuS-Fußballer den Aufstieg. Zugänge gibt’s noch nicht.

Die Fußballer des TuS Borth sind zurück in der A-Liga. Sieben Jahre nach dem Abstieg wurde am Sonntag zünftig der Aufstieg gefeiert. Doch die anstehende Saison wirft bereits ihre Schatten voraus. Ob und welche neuen Spieler dazukommen, ist noch offen.

Schon gut eine Viertelstunde vor Abpfiff des Derbys gegen den TuS 08 Rheinberg stand fest: Den Borthern ist die Meisterschaft in der Gruppe 1 nicht mehr zu nehmen. Dann gab’s kein Halten mehr. Die Mannschaft dankte den 275 Zuschauern für deren tolle Unterstützung bei hochsommerlichen Temperaturen auf dem Sportplatz am Mittelweg. In Meistershirts wurde bis tief in die Nacht gefeiert. Es gab die eine oder andere Bierdusche inklusive Kopfrasur. Kapitän Tobias Enk war die Erleichterung ins Gesicht geschrieben.

Der Routinier, der vor zehn Jahren Landesliga-Luft in Borth schnuppern durfte und für seinen Verein immer aus Köln anreist, hatte den Aufstieg in den vergangenen Jahren einige Mal nur sehr knapp verpasst. „Jetzt hoffen wir natürlich, dass die nächste Saison ähnlich erfolgreich wird und wir besser abschneiden als die letztjährigen Aufsteiger.“

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Meister-Trainer Frank Misch erwartet von der Leistungsstärke her einen großen Sprung zwischen beiden Spielklassen: „Die Kreisliga A ist ein Haifischbecken mit vielen ersten Mannschaften. Einige spielen auf Bezirksliga-Niveau.“ Der Coach will sein junges Team, das sich im Saison-Endspurt erst spät für eine starke Spielzeit belohnte, in Zukunft „gesund weiterentwickeln.“

Dass der Aufstieg nach dem vollzogenen Umbruch schon im zweiten Jahr gelungen ist, überraschte selbst den Trainer. „Ich bin absolut begeistert. Die Jungs haben sich das Feiern verdient.“ Mit ausschlaggebend für den Erfolg der besten Auswärtsmannschaft der Liga war wohl auch das Vertrauensverhältnis zwischen Spielern und ihrem Übungsleiter.

Doch der TuS Borth ist gewarnt. Die ebenfalls mit vielen jungen Spielern gespickte Zweitvertretung des SV Budberg musste nach dem souveränen Aufstieg 2018 zurück in die Kreisliga B. Ein Szenario, dass die Borther vermeiden wollen. „Ein Abstieg wäre sicherlich kein Beinbruch. Aber wir werden alles dagegen tun. Ich habe keine Angst, denn das Potenzial ist da“, sagt Misch. Ähnlich sieht’s Wolfgang Zeien, der Geschäftsführer der Fußball-Senioren. Das Borther Urgestein hat schon viele Auf- und Abstiege miterlebt. „So einen Tag muss man mitnehmen und genießen. Aber uns erwartet eine ganz, ganz schwere Saison. Für die Mentalität wäre ein guter Start sehr wichtig.“

Zunächst gilt es nun für Frank Misch und Co., den „Transfermarkt“ im Auge zu behalten. „Es gibt bis zu acht Interessenten, aber da kann noch viel passieren“, hielt sich der Coach mit Blick auf mögliche Neuzugänge noch bedeckt. Demnach wird bis zum 30. Juni weiter nach Verstärkungen gesucht. Aktuell gebe es noch nichts Konkretes zu vermelden. Wichtig wird vor allem sein, einen Mix aus Jugend und Erfahrung herbeizuführen, um auch körperlich mithalten zu können. Am Erfolgsrezept soll sich aber nichts ändern. „Wir haben nicht die besten Einzelfußballer, aber die kompletteste Mannschaft“, sagt Frank Misch.