Turnier des Reitvereins Xanten auf dem Tünglerhof begeistert Zuschauer

Reitsport : Springturnier begeistert die Zuschauer

Besucher und Teilnehmer erlebten beim Springturnier des Reitvereins Xanten auf dem Tünglerhof drei Tage lang starken Pferdesport bis zur schweren Klasse. Bürgermeister Thomas Görtz übergab den Ehrenpreis.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Das, was die Zuschauer beim dreitägigen Hallenspringturnier auf dem Tünglerhof, der Reitanlage der Familie Miß, zu sehen bekamen, war nach ihrem Geschmack. Der Reitverein Xanten hatte zu einem hochkarätigen Hallenspringturnier eingeladen. Insgesamt waren für diese Pferdeleistungsschau 19 Prüfungen ausgeschrieben worden, zu denen die Springprüfungen der schweren Klasse, sowie das Springen um den Preis der Stadt Xanten, zweifellos in den Mittelpunkt der Veranstaltung rückten.

Doch der Reihe nach. Denn zunächst starteten die Reiter an Tag eins der Veranstaltung in der hervorragend hergerichteten großen Prüfungshalle in den Springpferdeprüfungen, in denen unter anderem Heiner Messing und Adolf Vogt die Youngster auf ihrem Weg zum Springpferd beurteilten – zu dem unter anderem eine flüssige, harmonische Absolvierung des Parcours gehörte. Ein „Sehr gut“, also eine Wertnote (WN) von 9.00 – zugleich die höchste WN die beim Turnier vergeben wurde – erzielte der für den RFV Anrath-Neersen startende Matthias Gering, der den sechsjährigen Lordanos-Sohn Limmerik`s As nicht nur in der Anreitphase passend an die Hindernisse heranritt. Der braune Hengst präsentierte sich auch über dem Spring beweglich, dynamisch und ausbalanciert, landete sicher, so dass einem flüssigen Weitergaloppieren nichts mehr im Wege stand. Kurzum, diese Vorstellung in der Springpferdeprüfung auf L-Niveau wurde mit dem Gewinn der Goldschleife belohnt.

Weiterer Höhepunkt war die Punktespringprüfung der Klasse S*, die von Vanessa Borgmann, Brünen, im Sattel des Holtsteiner Schimmelwallach C`est Bon (Clearway/Carentano Z) fehlerfrei, in Bestzeit und mit der zu erreichenden Höchstpunktzahl gewonnen werden konnte. Zehn Hindernisse, deren Höhe 1,40 Meter betrug, hatten die Parcourschefs Frank Andreas, Heinz Kleinbongartz sowie Michael Omainska hierbei den 47 Starterpaaren entgegengestellt.

Knapp war die Entscheidung im zweiten schweren Springen des Turniers, in dem ein Stechen über Sieg und Platzierung entscheiden musste. Sechs Reiter hatten sich für das an spannende Stechen qualifiziert. Allesamt blieben sie fehlerfrei, doch lenkte der für Liedberg reitende Marc Boes am Ende sein Pferd Bali (Quasimodo/Sable Rose) schneller über die Ziellinie (33,56 Sek.) als der Zweitplatzierte Lukas Wilmsen-Himmes (Kranenburg) den Kojak-Sohn Cadans, der hierfür 33,73 Sekunden benötigte. Vielleicht war es die Wende nach dem Oxer auf dem Weg zum Steilsprung, die hier für den geringen Zeitverlust verantwortlich war. Sei es drum, die Zuschauer quittierten sämtliche Ritte mit anerkennendem Beifall.

Den gab es auch für den Kranenburger Nachwuchsreiter Fin Schulte-Geldermann, der die sechsjährige Miraculie SGN WE flink über die Hindernisse der Springprüfung der Klasse L ritt und sich so den Preis der Stadt Xanten einheimste. Zeuge dieser schnellen, fehlerfreien Runde war unter anderen Xantens Bürgermeister Thomas Görtz, der dem Sieger den Ehrenpreis der Stadt überreichte.

Mit dieser Springprüfung setzte die Familie Miß gemeinsam mit dem RV Xanten einen grandiosen Schlusspunkt unter ein ebenso grandioses Springturnier, dass allesamt als höchst gelungen in ihre Vereinschronik einsortieren können und bei dem Zuschauer und Teilnehmer gleichermaßen voll auf ihre Kosten kamen.

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