Fußball : Tristesse hinter sich lassen

Die Sonsbecker Niederrheinliga-Fußballer, die derzeit nicht überzeugend spielen, treten morgen in Rhede an. Drei Abwehrakteure müssen wohl passen. Goalgetter Danny Rankl müsste einsatzbereit sein.

Es gibt Fußballspiele, in denen läuft fast alles schief. Ein solches liegt hinter dem Niederrheinligisten SV Sonsbeck. Die 1:4-Niederlage in Bösinghoven hinterließ ihre Spuren — nicht nur bei Danny Rankl, der nach einem bösen Tritt ins Gesicht mit blutender Nase das Spielfeld hatte vorzeitig verlassen müssen. Trainer Horst Riege geht aber davon aus, dass der torgefährlichste Stürmer der Rot-Weißen morgen ab 14.15 Uhr in der Partie beim VfL Rhede auflaufen kann.

"Es geht nur gegen den Abstieg"

Der Coach, der die Schuld für die letzte Schlappe nicht allein beim schwachen Schiedsrichter suchen möchte, betonte vor der Begegnung beim Tabellenvierten: "In Bösinghoven haben auch wir Fehler gemacht. Wir hätten durchaus höher verlieren können. Ich betone noch mal: Es geht in dieser Saison für uns nur gegen den Abstieg." Zumal die personelle Situation weiterhin angespannt ist.

Mit der Rückkehr der Abwehrspieler Fabian Hastedt, Michael Müller sowie Jan-Paul Hahn rechnet Riege nicht. Lutz Pastoors, der als Polizist den Castor-Trainsport begleitete, trainierte gestern erstmals in dieser Woche. Spielmacher Manfred Wranik, der in Bösinghoven nur eingewechselt wurde, weil er zuvor im Urlaub weilte, dürfte morgen in die Startformation zurückkehren.

Überdies bietet sich der trainingsfleißige Felix Terlinden als Alternative in der Offensive an. Ingolf Matthes, der am zurückliegenden Sonntag erstmals von Beginn an für den SVS auflief und seine Sache auf der rechten Mittelfeldseite laut Riege "gutmachte", hofft auf einen erneuten Platz in der Anfangself. So oder so: Die Sonsbecker, die in Rhede spielen, haben etwas gutzumachen.

Die Rot-Weißen, mittlerweile auf Tabellenplatz 14 abgerutscht, müssen sich von ihrer besten Seite zeigen. Riege, der nach einer Grippe am Freitag noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war, will mit seinem Team vor der Winterpause noch das ein oder andere Erfolgserlebnis feiern. Neben der Partie in Rhede treffen die Rot-Weißen dann auf den 1. FC Bocholt sowie die SF Baumberg.

Im elitären Kreis

Zunächst gilt seine Konzentration der morgigen Begegnung, die schwer genug ist. Der VfL sei eine Spitzenmannschaft. "Wer nach 15 Spielen auf Rang vier steht, gehört dem elitären Kreis der Niederrheinliga an", so der SVS-Coach. Manuel Jara, der Übungsleiter der Hausherren, meinte: "Wir müssen gegen Sonsbeck mehr als zuletzt investieren, damit der Schuss nicht wieder nach hinten losgeht."

(RP)
Mehr von RP ONLINE