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Triathlon-Abteilung des TuS Xanten gewinnt viele neue Mitglieder

Mitgliederzuwachs : Triathlon-Abteilung des TuS Xanten ist gut aufgestellt

Besonders viele jüngere Mitglieder haben sich in den vergangenen Monaten der Abteilung angeschlossen. Der Nibelungen-Triathlon fällt in diesem Jahr nicht wegen der Corona-Krise aus, sondern wegen Umbauarbeiten auf der Strecke.

Triathlon ist schon längst keine Trend-Sportart mehr, sondern in der Mitte der Gesellschaft angekommen. So sind die rund 1500 Startplätze des Xantener Nibelungen-Triathlons stets im Nu weg. Den deutschen WM-Doppel-Erfolg 2019 auf Hawaii von Jan Frodeno und Anne Haug verfolgte ein Millionen-Publikum live im Fernsehen.

Die Triathlon-Abteilung des TuS Xanten hatte noch nie so viele Mitglieder wie in diesem Sommer. „Der Altersschnitt hat sich von uralt auf mittelalt reduziert, weil viele junge Leute dazugekommen sind“, sagt Abteilungsleiter Ringo Haupt. 59 Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind beim TuS angemeldet.

Auf ihren Heim-Wettkampf müssen die Ausdauersportler im September aber verzichten. Überhaupt ist in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie einiges anders. Dass die 36. Auflage des Nibelungen-Triathlons nicht stattfindet, hat allerdings einen anderen Grund. Nämlich weil in Marienbaum damit begonnen wurde, der Bundesstraße eine neue Fahrbahn-Decke zu verpassen und der Verkehr deswegen über Vynen und Wardt umgeleitet wird – genau über die Kreisstraße, wo die Teilnehmer für Disziplin Nummer zwei, das Radfahren, in die Pedalen treten sollten.

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Der Lockdown traf die Xantener Triathleten nicht ganz so hart wie die Aktiven anderer Sportarten. Aber Schwimmen, Radfahren und Laufen macht in der Gruppe natürlich mehr Spaß, auch wenn man gut alleine trainieren kann. Aber die Wettkampf-Athleten unter den 59 Aktiven waren dennoch traurig. Da Großveranstaltungen bis Ende August verboten sind, wurden auch die Ligen-Mannschaften des TuS ausgebremst. Die Frauen starten in der NRW-Liga und Oberliga, die Männer wetteifern in der Oberliga sowie in der Verbandsliga. „Wegen Corona hatten auch sie eine leere Saison“, sagt Ringo Haupt. Er geht davon aus, dass der Wettkampf-Betrieb möglicherweise erst 2021 wieder aufgenommen wird.

Dem Abteilungsleiter und seinen Kollegen fehlte das Training in der Gruppe. Normalerweise steht samstags Rennrad-Fahren an, sonntags wird in der Hees gelaufen, Montagabend ist Schwimmtraining im Hallenbad. Dass der eine oder andere in einem See geschwommen ist, schließt der TuS-Abteilungsleiter nicht aus.

Nicht nur er bedauert, dass wegen der Pandemie das Trainingslager vor Ostern auf Mallorca abgesagt werden musste. 30 Aktive wollten dabei sein – so viel wie noch nie.

Ringo Haupt ist seit mehr als zehn Jahren Vorsitzender der Triathlon-Abteilung des TuS Xanten, die Gerd Reinders und Joachim Geisler im Mai 1987 gründeten. Im Jahr 1992 kam er zum Triathlon. Vorher war er Schwimmer, dort als Jugendlicher sogar auf Landesebene erfolgreich. Allerdings flog Ringo Haupt aus dem Kader. „Ich war zu klein, meine Arme waren zu kurz für einen langen Armzug“, sagt er. Dass er immer ein guter Schwimmer gewesen ist, kam Ringo Haupt später beim Triathlon zugute. Diese Disziplin ist die Schwachstelle bei den meisten Ausdauer-Dreikämpfern.

Beim TuS Xanten gibt’s einige Mitglieder, die leistungsbezogen trainieren und schon bei hochkarätigen Wettkämpfen an den Start gegangen sind. Thomas Müller, Yves Reinders, Michael Knops, Uwe Radusch, Rainer Rother oder auch Ringo Haupt bestritten schon einige Langdistanzen über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen.

Für Ringo Haupt allerdings war im Jahr 2013 Schluss. Er absolvierte seinen letzten Ironman. „Die Knochen und Gelenke wollen nicht mehr so wie ich es will“, sagt er. Umso mehr freut er sich über die vielen jungen Sportler, die sich dem TuS anschließen.