Dreikampf am 4. September in Xanten Der zuschauerfreundliche Triathlon

Xanten · Am Sonntag richtet der TuS Xanten nach zweijähriger Corona-Zwangspause wieder den Dreikampf im Schwimmen, Radfahren und Laufen aus. Rund 1300 Teilnehmer werden erwartet, die sich für die Olympische Distanz oder Draxi-Distanz angemeldet haben. 150 Helfer sind auf den Strecken im Einsatz.

 Auch an diesem Sonntag werden die Teilnehmer unter der Klappbrücke hindurch schwimmen. Die Zuschauer haben von oben aus einen optimalen Blick auf die Triathleten.

Auch an diesem Sonntag werden die Teilnehmer unter der Klappbrücke hindurch schwimmen. Die Zuschauer haben von oben aus einen optimalen Blick auf die Triathleten.

Foto: Christoph Reichwein (crei)

Der Laster aus den Niederlanden mit 1600 Metern Absperrgitter auf der Ladefläche ist wie vereinbart am Mittwochabend in Wardt eingetroffen und hat seine Lieferung für den Nibelungen-Triathlon auf dem großen FZX-Parkplatz unweit der Xantener Südsee abgestellt. Nachdem das sportliche Großevent wegen der Pandemie 2020 und 2021 hatte ausfallen müssen, sind die Vorbereitungen für die 36. Auflage in die heiße Phase gegangen. Am Sonntag, 4. September, werden ab 8.30 Uhr die ersten Teilnehmer ins Wasser gehen. Besondere Corona-Vorgaben gibt’s bei dieser Freiluftveranstaltung nicht.

Teilnehmer Fast 1600 Triathleten waren beim letzten Dreikampf in Xanten 2019 am Start. Diese Zahl wird diesmal nicht erreicht. Ringo Haupt, Leiter der Triathlon-Abteilung des ausrichtenden TuS, sagt: „Nach der Pandemie bedingten Pause sind nicht alle Startplätze vergeben. Wie auch andere Triathlon-Veranstalter beobachten wir in diesem Jahr eine ungewohnte Zurückhaltung, was die Anmeldung angeht. Trotzdem erwarten wir etwa 1300 Sportler verschiedenster Nationalitäten.“ Genau 1319 Triathleten haben sich online vorangemeldet. Der Name von Timo Schaffeld, der 2019 über die Olympische Distanz in 2:01:11 Stunden gewann, ist nicht dabei. Der Oberhausener wird Anfang Oktober bei der Ironman-WM auf Hawaii am Start sein.

„Nicht nur die ambitionierten Wettkampfsportler mit ihren Hightech-Rädern, sondern auch jede Menge Freizeitsportler, die zum Teil mit dem Mountainbike oder sogar dem Hollandrad unterwegs sind, machen den Charme und das Flair unserer Veranstaltung aus“, meint Haupt.

Distanzen Der TuS Xanten bietet wieder eine kürze und längere Distanz an. Die Draxi-Distanz setzt sich aus 500 Meter Schwimmen, 17 Kilometer Radfahren und einem Lauf über fünf Kilometer zusammen. Bei der Olympischen Distanz müssen die Aktiven 1500 Meter Schwimmen, 42 Kilometer mit dem Rennrad zurücklegen und zehn Kilometer laufen. Es besteht die Möglichkeit, sich die Disziplinen aufzuteilen. Gemeldet haben 70 Staffeln, jeweils bestehend aus drei Teilnehmern, die die Einzelstrecken nacheinander absolvieren.

Strecken Der Schwimmstart über die Olympische Distanz erfolgt im Strandbad des FZX. Geschwommen wird unten der Wardter Klappbrücke hindurch mit einem Wendepunkt in der Förde. Auf dem Rückweg geht’s erneut unter der Klappbrücke hindurch, um dann auf der rechten Seite den Ausstieg zu nutzen und schnellstmöglich zu seinem Rad in der Wechselzone auf dem Parkplatz zu gelangen. Bei der Draxi-Distanz gibt’s eine Zielpunktstrecke zwischen Xantener Nord- und Südsee.

In der zweiten Disziplin wartet auf die Teilnehmer ebenfalls eine Wendepunktstrecke. Es werden fünf beziehungsweise zwei Runden gefahren auf der Straße Bankscher Weg Richtung Vynen sowie B57. Der abschließende Lauf führt über eine Wendepunktstrecke rund um das Freizeitzentrum (Olympische Distanz zwei Runden).

Der letzte Start erfolgt um 14.10 Uhr. Ringo Haupt: „Die letzten Teilnehmer werden zwischen 15.10 Uhr und 16 Uhr im Ziel erwartet.“ Den Xantener Triathlon zeichnet seine Zuschauerfreundlichkeit aus – der Rennverlauf lässt sich von vielen Stellen aus sehr gut verfolgen. Die Siegerehrungen werden zeitnah nach der Freigabe der Ergebnisse durch den Hauptschiedsrichter durchgeführt und rund 30 Minuten zuvor durch den Triathlon-Moderator angekündigt.


Helfer „Auch in diesem Jahr werden wir wieder von sehr vielen Ehrenamtlern unterstützt, die uns nach der Zwangspause erhalten geblieben sind. Die Resonanz zu unserem Aufruf war erfreulich gut“, sagt Haupt. Das eingespielte Team besteht abermals aus rund 150 Personen. „Teilweise sind sie schon viele Jahre dabei und übertragen ihre gute Laune auf die Sportler auf der Strecke. Dadurch helfen sie dem einen oder anderen immer wieder, auch kleinere Schwächephasen zu überwinden“, bemerkt der Triathlon-Abteilungsleiter. Am Sonntag sind die ersten Helfer ab 6 Uhr vor Ort.

(put)
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