Fußball: Training mit einem Bundesliga-Profi

Fußball : Training mit einem Bundesliga-Profi

Fußball: Daniel Schwaab schaute in Sonsbeck beim Soccer-Camp vorbei. Der Spieler von Bayer 04 zeigte Tricks und gab Tipps.

Welcher junge Fußballer träumt nicht davon? Einmal mit seinem Idol zusammen auf dem Rasen gegen das runde Leder treten. Einem waschechten Profi seine Tricks zu zeigen, ihn auszudribbeln, Fragen zum Alltag eines Bundesligaspielers zu stellen und sich ganz nebenbei noch Tipps für die eigene fußballerische Karriere zu holen. Für 43 ambitionierte Talente wurde der Traum wahr. Daniel Schwaab von Bayer 04 Leverkusen schaute beim "Volksbank Niederrhein Soccercamp" vorbei. Organisiert wurde die Veranstaltung im Sonsbecker Sportpark zum zweiten Mal von der Xantener Agentur "sports2you".

Drei Tage trainierten die Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren mit vier Übungsleitern. Ihre eigene Betreuerin, die beispielsweise für die Getränke zuständig war, hatten die Fußballbegeisterten mit im Schlepptau. "Wir wollen, dass die Kinder etwas Bundesligaflair spüren", sagte Geschäftsführer und Organisator Thomas Ziwes. Absoluter Höhepunkt war für die Heranwachsenden natürlich der Besuch von Schwaab, der als Abwehrspieler beim Werksclub aufläuft. Mit großen Augen voller Ehrfurcht und Begeisterung betrachteten sie ihr Vorbild. Immerhin bot Schwaab schon mal in der Champions League dem Weltfußballer Lionel Messi (FC Barcelona) auf dem Rasen Paroli – auch wenn die bittere 1:7-Pleite dem Profi nicht in allzu guter Erinnerung geblieben ist. In einem kurzen Interview plauderte Ziwes zunächst mit Schwaab, bevor der junge Familienvater den Kids Rede und Antwort stand. Der kleine Elias brannte darauf zu erfahren, was man denn machen muss, um Fußballprofi zu werden. "Es gibt kein Handbuch. Du musst das Talent haben und natürlich Ehrgeiz entwickeln. Ich selbst hatte Glück, dass ich durch die Ausfälle von zwei anderen Spielern, meine Chance bekommen habe", sagte der 24-Jährige, der neben dem harten Training weiter zur Schule ging und sein Abitur schaffte. Einen wichtigen Tipp hatte er aber für die jungen Spieler. "Seid mit Spaß bei der Sache."

Einen Blick in sein Alltags- und Privatleben gab der Defensivmann auch. Momentan studiert der Bundesligaakteur nebenbei an der Fernuniversität Hagen Betriebswirtschaftslehre. Wert auf eine Fußballkarriere seines bald einjährigen Sohnes er nicht. "Meine Hoffnung ist da eher gering. Ich bin kein Elternteil, das über den Platz schreit oder sein Kind irgendwo zu drängt." Bevor sich Daniel Schwaab verabschieden konnte, fragte der kleine Pierre lieber noch schnell, ob der Berufssportler ihm nicht noch ein paar Tricks zeigen könne. Der Bundesligaakteur ließ sich nicht zweimal bitten.

(sfk)
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