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Lokalsport: Trainer kommen und gehen - oder warten . . .

Lokalsport : Trainer kommen und gehen - oder warten . . .

Nur beim TuS Xanten tut sich wenig, wenn es um die nähere Zukunft seines Coaches geht.

Ist ja nicht schlecht, wenn man mal darüber spricht. "Ach, ich dachte, der Verein hätte es schon bekannt gegeben", wunderte sich Jörg Schütz, dass seine Erklärung, auch in der kommenden Spielzeit als Trainer des A-Ligisten Viktoria Alpen weiter zu arbeiten, seitens seiner vorständlichen Vereinskollegen bislang wie der Goldschatz von Fort Knox gehütet worden war.

Nun, jetzt ist es also klar: Schütz geht in sein fünftes Jahr beim derzeitigen Tabellenzweiten der Liga, mit dem er dann erneut eine führende Rolle spielen möchte - Aufstieg nicht ausgeschlossen. Den Sprung in die Bezirksliga hat auch der SV Sonsbeck II in sein künftiges Programm aufgenommen, möchte diesen aber mit einem neuen Trainer an der Seitenlinie anstreben. Zwischen Vorstand und dem derzeitigen Übungsleiter Stefan Kuban hat es keine Einigung über eine weitere Zusammenarbeit über den 30. Juni hinaus gegeben, man wird sich, so hat es den Eindruck, ohne Träne im Knopfloch verabschieden. Nichtsdestotrotz muss der Verein die Arbeit des Trainers und der Mannschaft anerkennen, die mit ihrem jetzigen vierten Rang in der Tabelle im Soll ist.

Klare Kante haben einige Vereine schon vor Wochen gezeigt. Während bei Ligaanführer SV Budberg einer Verlängerung mit dem Trainerstab um Patrick Jetten nichts im Wege stand, erklärten sowohl Ulf Deutz als Coach von Borussia Veen als auch Torsten Weist, der Verantwortliche an der Seitenlinie des SV Millingen, dass sie ihre Arbeit beenden möchten - der eine um sich vermehrt privaten Dingen zuzuwenden, der andere um sich einen neuen Wirkungsbereich zu erschließen. "Es werden Gespräche geführt", lässt Weist, übrigens ehemaliger Sonsbecker Spieler und nicht weit vom Sportplatz des SVS zu Hause, hinsichtlich seiner sportlichen Zukunft verlauten.

Veen und Millingen haben die Nachfolger schon frühzeitig ausgewählt, die RP hat sowohl den neuen Borussen-Coach Christian Hauk als auch Markus Hierling, der künftig beim SVM tätig sein wird, bereits vorgestellt. Auf der Trainerbank des SV Orsoy sitzt auch weiterhin Sandro Vergaro. "Davon gehe ich jedenfalls aus", sagt der Coach, der bei den Grün-Weißen im Wort steht. "Sofern wir nicht noch jedes Spiel bis zum Saisonende verlieren sollten", fährt er fort. Wird wohl nicht passieren. Keine Veränderungen wird es beim SSV Lüttingen geben, der die Arbeit mit Thilo Munkes fortsetzt. Aus der trainerlichen "Wohlfühl-Oase" des Nordens schert allein der TuS Xanten aus, dessen Planungen für die kommende Spielzeit ins Stocken geraten sind. Trainer Gerd Wirtz wartet auf ein Wort seitens seines Vorstands. "Ich bin vor drei Wochen angesprochen worden, habe eine Antwort gegeben und seitdem nichts mehr gehört", ärgert er sich über die verlorene Zeit. "Alles hängt in der Luft, es werden keine Gespräche mit der Mannschaft über ihren Verbleib und auch keine Gespräche mit neuen Spielern geführt", beklagt er sich und erinnert an die Zeit vor zwölf Monaten. "Es ist wieder die gleiche Situation", sagt Wirtz. "Spieler, die uns weiterhelfen könnten, warten schließlich nicht, ob der TuS Xanten im Mai vielleicht anruft."

Und auch seine Position sieht er längst noch nicht geklärt. "Der TuS ist für mich nicht irgendein Verein", erinnert er an die vielen Jahre, die er als Spieler und später als Trainer am Fürstenberg verbracht hat. "Wenn es hier nicht mehr weitergeht, werde ich bestimmt nicht an die nächste offene Tür klopfen." Nur, auch er mag nicht mehr lange im Unklaren sein. "Wir brauchen Planungssicherheit", fordert er eindringlich, "sowohl die Spieler als auch der Trainer." Auch in Xanten gilt also: Wäre nicht schlecht, wenn man mal darüber sprechen würde.

(dk)