Fußball - Interview mit Thomas Vtic „Das wird eine spannende Aufgabe“

Sonsbeck · Der frühere Profi und aktuelle Co-Trainer des SV Sonsbeck wird im Sommer Coach des C-Ligisten Weseler SV. Er will den Verein Schritt für Schritt wieder nach vorne bringen.

 Thomas Vtic gibt künftig als Trainer die Richtung beim Weseler SV vor, für den er von 1996 bis 1998 gespielt hat.

Thomas Vtic gibt künftig als Trainer die Richtung beim Weseler SV vor, für den er von 1996 bis 1998 gespielt hat.

Foto: Armin Fischer (arfi)/Fischer, Armin (afi)

Erst im vergangenen Sommer war Thomas Vtic als Co-Trainer zum SV Sonsbeck gekommen. Nun verlässt der frühere Profi, der einmal für den FC Remscheid vier Partien in der Zweiten Bundesliga bestritt, den Fußball-Landesligisten nach nur einer Saison bereits wieder. Der 51-Jährige wird ab der kommenden Spielzeit Coach beim C-Ligisten Weseler SV, dessen Trikot er zu Landesliga-Zeiten des WSV zwei Jahre lang trug. Ein Gespräch über seine neue Aufgabe und die aktuelle Situation.

An der Thematik kommt zurzeit niemand vorbei – wie geht der SV Sonsbeck mit der Corona-Krise um?

Thomas Vtic Natürlich ruht auch bei uns der Trainingsbetrieb. Wir haben den Spielern aber schon ein Programm mit an die Hand gegeben, um sich fit zu halten. Denn irgendwann wird es weiter gehen und da kann man nicht wieder bei Null anfangen.

Waren Sie unzufrieden beim SV Sonsbeck oder warum jetzt der Wechsel nach nur einem Jahr?

Vtic Überhaupt nicht. Sowohl was den Verein, als auch was die Rahmenbedingungen angeht, ist beim SVS alles optimal. Es hat lediglich mit dem Zeitaufwand zu tun.

Heißt?

Vtic Ich habe eine eigene Versicherungsagentur, bin Familienvater und möchte zudem auch den Werdegang meines Sohnes Pablo Overfeld, der bei RW Oberhausen in der U19 spielt, ein wenig verfolgen. Das alles lässt sich einfach nicht mehr mit der Tätigkeit als Co-Trainer beim SV Sonsbeck vereinbaren.

Warum geht es dann nun zum Weseler SV und wie ist der Kontakt zustande gekommen?

Vtic Ich hatte nach meinem Weggang beim WSV, für den ich von 1996 bis 1998 gespielt habe, immer noch Kontakt zu Frank Schüring, der jetzt wieder im Verein in der Vorstandsarbeit tätig ist. Er hat mich gefragt, ob ich mir den Job als Trainer vorstellen könnte und nach kurzer Überlegung habe ich zugesagt.

Nun ist der Weseler SV aber nun nicht gerade die Top-Adresse im Weseler Fußball, ist bis in die Kreisliga C abgerutscht. Was reizt Sie dennoch an dieser Aufgabe?

Vtic Bei meinem ehemaligen Verein etwas ganz Neues aufzubauen, Spieler zu entwickeln und dabei mitzuhelfen, dass ein Unterbau vorhanden ist, finde ich schon sehr spannend. Ich muss allerdings zugeben, dass ich ohne Frank Schüring, den ich als einen Mann der mit anpackt, sehr schätze, das Amt wohl nicht übernommen hätte.

Gibt‘s schon konkrete Pläne und Ziele, wie Sie den Weseler SV wieder aus der Versenkung hervorholen wollen?

Vtic Wichtig wird sein, dass wir geduldig einen Schritt nach dem anderen gehen. Erstes Ziel ist dabei, den Verein aus der untersten Klasse heraus zu führen. Genauso wichtig ist es aber gleichzeitig, eine solide Grundlage zu schaffen, eine A-Jugend-Mannschaft aufzubauen und generell dem Fußballer-Nachwuchs etwas zu bieten. Wir müssen bei Null anfangen. Ich habe da allerdings schon viele Ideen und freue mich darauf, sie bald auch umzusetzen.