Winter-Tagung des Fußball-Kreis Moers : Zu wenig Schiris – Rekordstrafe

Rund 12.000 Euro müssen die Vereine zahlen, weil sie zu wenige Referees stellen. Das wurde auf der Winter-Arbeitstagung des Fußball-Kreis bekanntgeben. Die Pokal-Endspiele werden beim OSC Rheinhausen ausgetragen.

Wenn im Fußball-Kreis Moers eine Arbeitstagung ansteht, dann dürfen sich die Vereinsvertreter mitunter auf Überraschungen einstellen. So auch beim Winter-Treffen im Sportheim von Alemannia Kamp. Der Kreis-Vorstand war komplett anwesend, allerdings fehlten Funktionäre von vier Clubs. Auf ein Ordnungsgeld dürfen sich der TuS Asterlagen, OSC und TB Rheinhausen sowie Concordia Ossenberg einstellen.

Diese Vereinsvertreter verpassten, wie Schiri-Obmann Jakob Klos eine Rekord-Strafe ankündigte, weil die Vereine zu wenige Unparteiische stellen. Und Kreis-Fußball-Obmann Wolfgang Jades verkündete eine Menge Neuigkeiten, über die allerdings noch der Niederrhein-Verband (FVN) abschließend entscheiden muss.

So ist geplant, dass in der nächsten Saison ein vierter Auswechselspieler eingesetzt werden darf. Bei den Frauen steht in der Spielzeit 2020/2021 eine komplett neue Ligen-Struktur auf der Agenda des FVN. Eigens dazu findet am 20. März in der Sportschule Duisburg-Wedau eine Informationsveranstaltung für die Clubs statt. Auch dem leidigen Thema des Nichtantretens an den letzten Spieltagen wurde sich angenommen. Neben den Strafgeldern müssen die betroffenen Mannschaften zudem Saison übergreifend mit einem Punktabzug rechnen.

Ein Fall für den Taschenrechner ist und bleibt die fehlende Anzahl von Schiedsrichtern. „Derzeit sind 129 Unparteiische in unserem Kreis gemeldet“, ließ Obmann Jakob Kloß die Versammlung in Kamp wissen. Zu wenige, wie er weiter sagte. Die logische Folge: Es wird Strafen hageln. Rund 12.000 Euro sind fällig. Das ist eine Rekordsumme. Der FVN hat die Zügel angezogen. Die Strafen wurden für die Vereine erhöht, die wiederholt ihr Soll an Unparteiischen nicht erfüllen, wie Klos auf Nachfrage dieser Redaktion erläuterte. Circa 30 Schiedsrichter fehlen.

Die Kreis-Ausschuss-Mitglieder Enes Krupic und Andre Horstmann warben für Futsal und Altherren-Fußball. Sie sicherten den Vereinen ihre volle Unterstützung zu und werden, wenn nötig, auch auf die Plätze kommen. Dieser Vorstoß ist nur einer von vielen, um dem Schwund der Mannschaften entgegenzuwirken. „Wer weiß, wenn die Entwicklung so weitergeht, ob’s in zehn bis 20 Jahren den Fußball-Kreis Moers überhaupt noch geben wird“, malte Jades ein dunkles Szenario.

Der Kreis-Vorsitzende Franz-Peter Mölders lud schon jetzt zu den anstehenden Kreistagen ein. Am 21. März treffen sich die Schiedsrichter beim GSV Moers. Am 4. April findet der Jugendtag beim VfB Homberg statt. Und auf den 25. April wurde in der Landschänke „Zur Grenze“ in Rayen der ordentliche Kreistag mit Vorstandswahlen gelegt.

Wie Mölders weiter mitteilte, werden die Kassengeschäfte derzeit von Jakob Kremers kommisarisch geführt. Der Birtener ist zudem Kreis-Ehrenamtsbeauftragter. Und die Kreis-Pokal-Endspiele der Frauen und Männer werden am 1. Mai auf der Anlage des OSC Rheinhausen ausgespielt.

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