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Jugendfußball: SV Vyma setzt auf Spielgemeinschaften

Jugendfußball : SV Vyma setzt auf Spielgemeinschaften

In gleich drei Altersklassen kooperiert die Jugend-Fußballabteilung des Xantener Vereins in der neuen Saison mit GW Appeldorn. Der Vorstand des Kreis Moers unterstützt die Zusammenarbeit. Die Zahl der Jugendteams nimmt weiter ab.

Die Jugendfußball-Abteilung des SV Vynen-Marienbaum geht neue Wege und gleich in drei Altersklassen eine enge Kooperation mit einem Verein aus dem Nachbarkreis ein. In der kommenden Saison werden der SV Vyma und GW Appeldorn bei den A-Junioren, B-Junioren und C-Junioren als Spielgemeinschaft (SG) um Punkte kämpfen. "Die Spielerdecke wird immer dünner. Alleine hätten wir keine konkurrenzfähigen Mannschaften stellen können. Wenn die Nachwuchsteams nur hohe Niederlagen hinnehmen müssen, geht der Spaß verloren. Und das will doch keiner", sagt Obmann Michael Ullenboom. Der Fußballverband Niederrhein und seine angeschlossenen Kreise haben reagiert und machen es den Clubs leichter, Spielgemeinschaften zu gründen. Gerade auf dem Land haben immer mehr Vereine Schwierigkeiten, eine eigene Mannschaft auf die Beine zu stellen.

Die Eltern der Vyma-Talente haben positiv reagiert, so Ullenboom: "Bis jetzt habe ich nur Positives gehört." Der enge Kontakt mit den Appeldornern besteht schon seit einigen Jahren. "Bislang ist jede Abteilung aber zu stark gewesen." Das ist nun anders. Vor einigen Monaten wurden die Gespräche daher intensiviert. Neben den Verantwortlichen der Vereine mussten auch die Entscheidungsträger der beiden betroffenen Fußballkreise zustimmen. Es wurde ein Kompromiss gefunden: Die B- und C-Jugend startet als SG Appeldorn/Vynen-Marienbaum im Kreis Kleve/Geldern und die A-Junioren treten als SG Vynen-Marienbaum/Appeldorn im Kreis Moers vors runde Leder. Jeder Mannschaft gehören mehr als 20 Spieler an. Die Trainings- und Spielorte werden ständig gewechselt, so dass niemand Nachteile hat. "Von Vynen aus sind's rund vier und von Marienbaum etwa sechs Kilometer zum Platz nach Appeldorn Das sind keine Entfernungen", meint Ullenboom. Entscheidend bei der Kooperation sei auch, dass alle Balltreter ihre Vereinszugehörigkeit behalten. Niemand müsse daher Bedenken haben, Spieler beim Wechsel in den Seniorenbereich an den Partnerverein zu verlieren.

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Hans Sommerfeld aus dem Vorstand des Fußballkreis Moers findet die Bildung von SG ratsam, wenn vermehrt "Spieler wegbleiben". Allerdings sehen zu viele Vereine die enge Zusammenarbeit mit einem Nachbarclub immer noch kritisch, sagt er weiter. Die Vorurteile seien groß. Laut Sommerfeld müsste allein wegen des demografischen Wandels ein Umdenken stattfinden. "Immer mehr Jugendliche hören auf, Fußball zu spielen. Ab der C-Jugend bricht im oberen Bereich alles weg." Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Jungenteams im Kreis Moers nochmals gesunken - von über 400 auf 383. Bei den Mädchen sieht's nicht anders aus. Eine Spielgemeinschaft sei auch als Chance für eine funktionierende Nachwuchsarbeit zu verstehen.

(RP)