SV Sonsbeck will in Fußball-Landesliga gegen Kellerkind Holzheim nachlegen

Fußball-Landesliga : Sonsbeck will gegen Holzheim nachlegen

Nach dem Sieg über Scherpenberg am vergangenen Wochenende kann der SVS endlich wieder mit breiter Brust auftreten. Daher soll gegen das Kellerkind aus Neuss der nächste Erfolg her, um den Vorsprung zu den Abstiegsplätzen auszubauen.

Erleichtert verließen die Landesliga-Fußballer, die Verantwortlichen und die zahlreichen Fans des SV Sonsbeck am vergangenen Sonntag den Willy-Lemkens-Sportpark. Nach sechs sieglosen Partien in Folge gingen die Rot-Weißen endlich einmal wieder als Sieger vom Feld und beendeten ihre lange Durststrecke. Mit 3:1 setzte sich die Elf von SVS-Trainer Heinrich Losing, der unter der Woche seinen Vertrag um ein weiteres Jahr bis Sommer 2021 verlängerte (wir berichteten), im Kreisderby gegen den SV Scherpenberg durch.

Am morgigen Sonntag möchten die Sonsbecker gegen den Holzheimer SG nun unbedingt den nächsten Dreier einfahren. „Wir wollen nachlegen, um den Abstand zum Tabellenkeller zu vergrößern. Meine Jungs können nun wieder mit mehr Selbstvertrauen und gehobenen Köpfen auftreten. Aber wir dürfen nicht nachlässig werden und müssen uns weiter fokussieren“, sagt Losing, der den kommenden Gegner aus der letzten Spielzeit noch sehr gut kennt.

Nach dem Aufstieg in der Saison 2017/2018 erreichte Holzheim in der Landesliga den 13. Rang. Aktuell stehen die Neusser mit lediglich elf Zählern auf einem Abstiegsplatz (16.) und müssen um den Klassenerhalt zittern. Sonsbeck rangiert mit 19 Punkten auf Rang zehn und könnte den Abstand weiter ausbauen. „Klar hat Holzheim noch nicht so viele Punkte gesammelt und die letzten drei Spiele sogar verloren, aber wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen. Das ist eine eingespielte Truppe und beim 6:1 Sieg in Dingden haben Sie gezeigt, dass sie auch kicken können“, warnt Losing vor Überheblichkeit.

Besonders achtgeben muss die Sonsbecker Hintermannschaft auf Holzheims Torjäger Maurice Girke, der bereits zehnmal erfolgreich war. In der abgelaufenen Saison erzielte Girke 23 Saisontreffer. Im Vergleich kam Sonsbecks Goalgetter Felix Terlinden nur auf 19 Tore. Bei Terlinden ist nach sechs torlosen Partien endlich der Knoten geplatzt. Er traf zum wichtigen 2:1 gegen Scherpenberg und hatte großen Anteil am Ende der Negativserie. Losing und das Team hoffen nun auf weitere Tore ihrer Nummer Neun.

Wieder im Kader stehen werden derweil Eren Canpolat, der seine Bänderdehnung auskuriert hat und Alexander Maas, der zuletzt über Sprunggelenksprobleme klagte. Jan-Paul Hahn und Kristof Prause sind gesund und stehen als weitere Alternativen zur Verfügung. Vor dem Scherpenberg-Spiel lagen beide Defensivspieler mit einem grippalen Infekt flach. Niklas Maas konnte aus beruflichen Gründen nicht trainieren. Sein Einsatz ist somit noch fraglich.

Heiner Gesthüsen, Sonsbecks Sportlicher Leiter, sagt: „Für die Moral der Jungs war der Sieg gegen Scherpenberg ein wichtiges Erfolgserlebnis. Jetzt müssen wir eine gewisse Konstanz im positiven Sinne rein bekommen. Nach dem Dreier können die Jungs wieder mit breiter Brust auftreten.“

Nach der Vertragsverlängerung mit dem Chefcoach, der den Umbruch der Mannschaft eingeleitet hat, wird die sportliche Leitung in den kommenden Wochen die strategische Ausrichtung für die neue Saison festlegen, um anschließend in die Spielergespräche zu gehen und den Kader für die Saison 2020/2021 zu planen. Ob im Winter noch einmal aufgerüstet wird, ließ Gesthüsen noch offen.

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