FVN-Pokal SVS will Vereinsgeschichte schreiben

Sonsbeck · Der Sonsbecker Fußball-Oberligist kann heute erstmals das Halbfinale des Niederrheinpokals erreichen. Voraussetzung dafür ist ein Sieg gegen den Ligakonkurrenten Ratingen 04/19. Es winkt ein Duell mit dem Regionalligisten RW Oberhausen.

In der vergangenen Saison hielt der SVS im Pokal gegen den MSV Duisburg lange mit. Heute soll gegen Ratingen das Halbfinale erreicht werden.

In der vergangenen Saison hielt der SVS im Pokal gegen den MSV Duisburg lange mit. Heute soll gegen Ratingen das Halbfinale erreicht werden.

Foto: Armin Fischer (arfi)

Mit dem 1:0-Erfolg beim 1. FC Kleve haben die Oberliga-Fußballer des SV Sonsbeck den Einzug in das Viertelfinale des Niederrheinpokals klar gemacht. Jetzt möchte die Elf von SVS-Trainer Heinrich Losing mehr und heute um 14 Uhr im Willy-Lemkens-Sportpark mit einem Sieg gegen den Ligakonkurrenten Ratingen 04/19 nicht nur den Einzug unter die letzten Vier schaffen, sondern auch Vereinsgeschichte schreiben.

Bei einem Triumph würden die Sonsbecker auf den Sieger der Partie zwischen ASV Mettmann (Bezirksliga) und Rot-Weiß Oberhausen treffen. Somit könnte es zu einem möglichen Halbfinale gegen den Regionalligisten kommen. „Die Vorfreude auf das Spiel ist groß. Die Mannschaft kann außergewöhnliches schaffen“, sagt Losing, der schon in der vergangenen Saison mit seiner Mannschaft ein Highlight in der dritten Runde des FVN-Pokals feiern durfte. Vor 2500 Zuschauern präsentierten sich die Sonsbecker gut, waren lange ebenbürtig und unterlagen dem Drittligisten MSV Duisburg nur mit 0:3.

Die bislang erfolgreichste Saison im Niederrheinpokal spielte der SVS vor zehn Jahren. Unter Ex-Trainer Horst Riege lieferten sich die Rot-Weißen in der Saison 2011/2012 auch schöne und erfolgreiche Pokalduelle, die vielen noch in Erinnerung geblieben sind. Im Februar 2012 schossen Danny Rankl (2) und Jan-Paul Hahn in der dritten Runde den Traditionsclub Schwarz-Weiß Essen mit 3:2 nach Verlängerung aus dem Wettbewerb. Erst im Viertelfinale musste man sich dem KFC Uerdingen (NRW-Liga) mit 1:4 geschlagen geben. Trotz Führung durch Rankl reichte es nicht zum Weiterkommen.

Das soll heute anders werden. Obwohl die Losing-Elf in der Liga in Ratingen mit 1:4 das Nachsehen hatte, möchten die Hausherren vor eigenem Publikum für eine Überraschung sorgen. „Ratingen ist ein dicker Brocken und gehört zu den spielstärksten Mannschaften in der Liga. Aber es ist ein Pokalspiel, in dem alles passieren kann. Wir müssen alles reinhauen. Egal ob 90, 120 Minuten oder mehr. So eine Chance bekommt man selten. Deshalb wollen wir gerne das nächste Ziel erreichen“, so Losing.

Für Kapitän Tim Weichelt wird Ersatzkeeper Jonas Holzum im Tor auflaufen. Ansonsten verriet Sonsbecks Coach, dass es keine große Rotation geben wird. „Wir wollen schon die stärkste Elf aufbieten.“ Jedoch werden Tobias Meier (Urlaub), Jannis Pütz (berufliche Gründe), Julian Klement und Marvin von Zabiensky (beide verletzt) nicht zur Verfügung stehen. Losing hat aber schon das Erfolgsrezept parat: „Wir müssen die Standards besser verteidigen, die Zweikämpfe annehmen und gewinnen sowie zielstrebiger nach vorne spielen. Somit müssen wir offensiv und defensiv einiges besser machen im Vergleich zur Niederlage in Ratingen.“

Heiner Gesthüsen, Sonsbecks sportlicher Leiter, sagt: „Das Viertelfinale war bislang der Vereinsrekord. Jedes Spiel beim SVS ist etwas Besonderes. Zuhause ist einiges möglich. Somit können die Jungs Geschichte schreiben. Da Samstag keine Bundesliga ist, wäre es schon wünschenswert, 300 bis 400 Zuschauer begrüßen zu dürfen. Aber dafür muss sicherlich auch das Wetter mitspielen.“ Der Verein gab unterdessen auf seiner Homepage bekannt, dass die Oberliga-Dauerkarten nicht für den Pokalwettbewerb gelten. Der Eintritt wird acht Euro betragen.

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