Fußball-Oberliga Sebastian Leurs arbeitet beim SV Sonsbeck an seinem Comeback

Sonsbeck · Der Außenverteidiger hat sich am Knie verletzt und fällt erst einmal aus. Der 28-Jährige drückt seinen Teamkollegen die Daumen, wenn sie am Sonntag beim ETB Schwarz-Weiß Essen antreten.

Sebastian Leurs (links) hat sich einige Risse am Knie zugezogen. Eine Operation ist derzeit nicht geplant, dennoch muss der Defensivmann auf unbestimmte Zeit pausieren.

Sebastian Leurs (links) hat sich einige Risse am Knie zugezogen. Eine Operation ist derzeit nicht geplant, dennoch muss der Defensivmann auf unbestimmte Zeit pausieren.

Foto: Jakob Klos

Mit dem allerletzten Aufgebot und einer engagierten Leistung holte der Fußball-Oberligist SV Sonsbeck zuletzt mit dem 2:2 gegen den VfB Homberg einen überraschenden Punkt. Trainer Heinrich Losing war entsprechend stolz auf seine Schützlinge, die sich trotz einiger Nackenschläge nicht unterkriegen ließen. Am Sonntag um 15 Uhr ist der SVS beim ETB Schwarz-Weiß Essen zu Gast.

Personell sieht es immer noch nicht besser aus. „Wir müssen von Tag zu Tag schauen“, so Losing. Ein bisschen Hoffnung besteht noch bei den erkrankten Jannis Pütz, Luca Janßen sowie Jamie van de Loo. Ausfallen werden definitiv Luca Terfloth, Alexander Maas, Ahma Alzedaue, Denis Massold und Sebastian Leurs, bei dem nach einem MRT Anrisse im Außenmeniskus, im vorderen Kreuzband und im Außenband festgestellt wurden. In Absprache mit dem Mannschaftsarzt Daniel Schwarze wird vorerst von einer Operation abgesehen. „Mir geht es den Umständen entsprechend gut. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kann ich mittlerweile beschwerdefrei und ohne Bandage gehen und mein Knie im Alltag belasten. Auch der nächste Tag nach Einheiten im Fitnessstudio oder kleineren Radtouren bereitet mir derzeit keine außerordentlichen Probleme“, sagt der Außenverteidiger, bei dem die schwere Knieverletzung schon im Dezember im Heimspiel gegen Union Nettetal entstanden ist.

„Bei einer Grätsche bin ich im Rasen hängen geblieben. Aber da ich mittlerweile keine Spiele mehr ohne Schmerzen kenne, habe ich mir vorerst nichts dabei gedacht. So habe ich die Woche darauf noch im Heimspiel über 90 Minuten gegen St. Tönis agiert. Als sich dann über die Winterpause nichts gebessert hat, und die Rückrunden-Vorbereitung aus persönlicher Hinsicht sehr unbefriedigend verlief, wollte ich in der Grotenburg dann doch nur im äußersten Notfall ran. Der Notfall ereignete sich leider doch schon in der 50. Minute, sodass ich noch 40 Minuten ranmusste“, sagt Leurs. „Bei einer Klärungssituation hat sich mein Knie dann deutlich bemerkbar gemacht. Ich habe mich einmal umgesehen und auf die Uhr geschaut und mir gedacht, dass ich die restlichen 30 Minuten vor 2.400 Zuschauer dann auch noch über die Runden bringe.“

Wie lange Leurs dem SV Sonsbeck noch fehlen wird, steht noch in den Sternen. „Ich arbeite täglich an meiner Rückkehr auf den Rasen. Ich gehe ins Fitnessstudio oder fahre mit dem Rad, um die Durchblutung und die Stabilität meines Knies zu fördern. Zudem befinde ich mich in Physiotherapie. Seit Dezember habe ich mehr als fünf Kilogramm verloren, die ich mir wieder antrainieren muss, um den körperlichen Belastungen der Liga standhalten zu können. Das spornt mich an. Ich befinde mich auf einem guten Weg“, sagt der Routinier.

Trotz der Umstände rechnet er sich für das Spiel in Essen etwas Zählbares aus. „Tabellarisch steht Essen zwar über uns, aber das Hinspiel haben wir verdient mit 1:0 gewonnen. Ich wüsste nicht, was dagegenspricht, sie erneut zu schlagen. Unser Trainerteam bereitet uns immer gut auf den nächsten Gegner vor. Wichtig ist natürlich, dass unsere erkrankten und verletzten Spieler wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, sodass wir taktisch noch mehr Möglichkeiten haben, uns bestmöglich aufzustellen. Zudem wird es entscheidend sein, dass wir eine geordnete Defensive mit einer hochkonzentrierten Einstellung auf den Platz bringen. Offensiv bekommen wir immer unsere Chancen.“

Die Essener gehören zu den stärksten Teams der Pberliga und haben nach drei Pflichtspiel-Niederlagen zum Re-Start zuletzt aber mit dem 7:0-Kantersieg beim Cronenberger SC zurück in die Spur gefunden. Aktuell steht das Team von Trainer Damian Apfeld auf dem dritten Platz und möchte sich vor dem eigenen Publikum für das 0:1 in Sonsbeck revanchieren. Essens Trainer sagte zum überzeugenden Auftritt in Cronenberg: „Wir haben eine gute Leistung gezeigt und standen von Anfang an kompakter. Genauso hatten wir uns das vorgestellt und das war auch unsere Marschroute. Gut ist, dass wir endlich mal wieder zu Null gespielt haben. Wir sind jetzt hoffentlich wieder zurück in der Erfolgsspur. Der Sieg sollte uns Selbstvertrauen für das Spiel gegen Sonsbeck geben. Wir müssen so weiterspielen, wie wir es in Cronenberg getan haben. Hinten müssen wir wieder sicher stehen und gut gegen den Ball agieren.“

Besonderes Augenmerk müssen die Sonsbecker auf die beiden Torjäger Noel Futkeu (22 Tore) und Marcello Romano (8) legen. Der Ex-Xantener Prince Kimbakidila fällt aufgrund einer Knieverletzung aus. Sein Bruder Ribene Nguanguata wird nach seiner Erkrankung wieder zur Verfügung stehen.

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