Bittere Heim-Niederlage : SVS verliert Oberliga aus den Augen

Sonsbeck unterlag in der Fußball-Landesliga daheim Abstiegskandidat Klosterhardt mit 2:5. Robin Schoofs und Lukas Vengels flogen vom Platz.

Der 32. Spieltag endete für die Landesliga-Fußballer des SV Sonsbeck mit einer enttäuschenden 2:5 (2:3)-Niederlage gegen Arminia Klosterhardt. Damit verspielten die Rot-Weißen auch noch die Minimalchance auf den Aufstieg in die Oberliga. Andre Trienenjost traf doppelt. Lukas Vengels und Robin Schoofs gingen frühzeitig zum Duschen.

Die Sportfreunde Niederwenigern erledigten ihre Pflichtaufgabe mit einem 1:0-Erfolg beim SV Burgaltendorf und liegen zwei Spieltage vor Ende der Saison mit sechs Punkten und einem besseren Torverhältnis (plus 10) vor dem SVS. Die Spvvg. Sterkrade-Nord schob sich nach einem 5:0-Sieg über Fichte Lintfort sogar noch an Sonsbeck vorbei. Damit rutschte die Elf von Trainer Werner Buttgereit nach zwei Niederlagen in Folge auf Rang vier ab.

Und da der SV Straelen nach einer 0:3-Niederlage bei der SG Wattenscheid 09 aus der Regionalliga abstieg, steht nun auch fest, dass aus der Landesliga nur die ersten beiden Mannschaften hochgehen und der Drittplatzierte keine Relegation mehr spielt. Somit kann Sonsbeck auch die kommende Spielzeit für die Landesliga planen.

Knapp 270 Zuschauer waren in den Willy-Lemkens-Sportpark gekommen, um den SVS tatkräftig zu unterstützen. Wie schon in Duisburg, trieb der Sonsbecker Fanclub die Rot-Weißen nach vorne. Zu Beginn lief’s nach Plan. Nach einem schönen Diagonalpass von Jannis Pütz startete Trienenjost in den freien Raum und erzielte das frühe 1:0 (8.). Aber die sonst so sichere Sonsbecker Defensive zeigte im weiteren Verlauf enorme Schwächen und brachte Klosterhardt zurück ins Spiel. Die Ausfälle von Jan-Paul Hahn und Georgios Efthimiou waren nicht zu kompensieren.

Einen Fehler von Kai Robin Schneider bestrafte Pascal Spors mit dem 1:1 (16.). Nur fünf Minuten später stand der Klosterhardter nach einer Ecke total blank und köpfte zum 2:1 ein (21.). In der 25. Minute setzte Spors noch einen Ball an den Torpfosten. Der Ex-Stürmer des TV Jahn Hiesfeld war ständiger Unruheherd und nicht zu bremsen. Mit einem lupenreinen Hattrick erzielte Spors sogar noch das 3:1 (27.). Direkt im Gegenzug verkürzte Trienenjost mit einem satten Distanzschuss auf 2:3.

Nach dem Seitenwechsel bemühte sich der Gastgeber um die Wende, aber es fehlte diesmal an allen Ecken. Immer wieder sahen die Zuschauer Fehler im Sonsbecker Aufbau, Spielmacher Stephan Schneider konnte der Begegnung seinen Stempel nie aufdrücken. In der 51. Minute musste Vengels mit Gelb-Rot wegen wiederholten Foulspiels runter. „Kurz vorher hatte Lukas die erste Gelbe Karte gesehen. Und das zweite Foul war dann schon dumm“, ärgerte sich Buttgereit über die unnötige Ampelkarte. In Unterzahl spielte Sonsbeck zwar nach vorne, aber bis auf eine scharfe Hereingabe, die Max Fuchs und Trienenjost (61.) am zweiten Pfosten verpassten, schaffte es der SVS nicht, zwingende Chancen zu kreieren.

In der 82. Minute kam es noch dicker für die Hausherren. DJK-Stürmer Necati Güclü umkurvte Keeper Tim Weichelt und hatte das 4:2 auf den Fuß. Jedoch blockte Robin Schoofs den Ball mit der Hand auf der Torlinie ab. Dem Unparteiischen blieb nur eine Entscheidung: Rote Karte und Strafstoß.

Güclü lief selber an und scheiterte an Weichelt, der sein Team mit der Parade in der Partie hielt. Aber es nutzte nichts. Klosterhardt machte durch zwei Treffer von Ali Hassan Hammoud (86./90.) den Deckel drauf. Für die Gäste waren es drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Für Sonsbeck platzte der Traum vom Aufstieg im Jubiläumsjahr. Buttgereit war nach dem Schlusspfiff maßlos enttäuscht über den Auftritt seiner Mannschaft: „Die erste Halbzeit war charakterlos. Nach deutlichen Worten in der Pause war ein Bemühen nach dem Seitenwechsel zu sehen. Aber der frühe Platzverweis hat uns wieder zurück geworfen. Wenn wir einigermaßen gewollt hätten, wären wir auch als Sieger vom Platz gegangen. Es tut mir leid für den Verein und die Fans, die sehr viel investiert haben. Die Spieler müssen sich hinterfragen, warum so ein entscheidendes Spiel abgeschenkt wird. Denn eine kleine Chance war ja noch da.“

Es spielten: Weichelt; K. Schneider, Schoofs, Brempong, Vengels, Pütz, Terfloth (60. Maas), S. Schneider, Noldes (52. Keisers), Terlinden (46. Fuchs), Trienenjost.

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