Viele Chancen nicht genutzt : SV Sonsbeck verliert im Aufstiegsrennen weiter an Boden

Die Rot-Weißen mussten sich in der Fußball-Landesliga bei Genc Osman Duisburg mit 1:3 beugen. Nun ist auch der Relegationsrang in Gefahr.

Einen herben Rückschlag im Kampf um den Aufstieg musste Fußball-Landesligist SV Sonsbeck hinnehmen. Der Dritte unterlag bei Genc Osman Duisburg mit 1:3 (1:2) und verschlechterte die eigene Ausgangssituation drei Spieltage vor Ende der Saison. Die Sportfreunde Niederwenigern gewannen nach einem 0:3-Rückstand noch 5:3 gegen den SV Hönnepel-Niedermörmter. Somit setzte sich der Zweitplazierte mit drei Zählern und sechs mehr geschossenen Toren ab. Gleichzeitig gewann die Spvvg. Sterkrade-Nord mit 3:0 beim GSV Moers und zog mit Sonsbeck nach Punkten gleich. Jetzt ist sogar die Relegation zur Oberliga in Gefahr.

Die Rot-Weißen hatten sich für das schwere Auswärtsspiel in Duisburg optimal vorbereitet und viel vorgenommen. Die fast 100 Sonsbecker Fans, die sogar mit einem Bus angereist waren, unterstützen ihre Akteure lautstark und peitschten sie immer wieder nach vorne. Mit dem Anpfiff spielte nur eine Mannschaft – und das war der SV Sonsbeck. Andre Trienenjost (1.), Felix Terlinden (2./3.) und Jannis Pütz (5.) hätten die Gäste schon früh in Führung schießen können. Wie man effektiv Fußball spielt, zeigte jedoch der Tabellenfünfte. Der überragende Justin Bock ließ die gesamte SVS-Defensive stehen und bediente Samet Sadlikar, der eiskalt zum 1:0 vollstreckte (6.).

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Davon ließ sich Sonsbeck vorerst aber nicht beirren und stürmte weiter. Maik Noldes (7.) Pütz (12.) und Terlinden (21.) vergaben weitere Großchancen. In der 30. Minute gab’s den nächsten Rückschlag. Nach einer Ecke von Samed Basol köpfte Sadiklar zum 2:0 ein. Die Duisburger machten mit dem zweiten Abschluss den zweiten Treffer. Es dauerte bis zur 41. Minute, ehe der Sonsbecker Anhang endlich Jubeln durfte. Nach einem Freistoß von Stephan Schneider traf Terlinden mit seiner 19. „Bude“ in dieser Saison zum 1:2. Danach scheiterten Jan-Paul Hahn (42.) und Noldes (43.) am glänzend aufgelegten Abdullah Daghan im Genc-Tor.

„Wir haben im ersten Abschnitt viel zu viele glasklare Dinger nicht gemacht“, bemängelte Heiner Gesthüsen, Sportlicher Leiter des SV Sonsbeck, die Fahrlässigkeit und fügte hinzu: „Wir haben gedacht, dass nach dem Anschluss in der zweiten Halbzeit noch die Wende kommen kann – aber leider kam nichts mehr. Wir haben überhaupt nicht mehr ins Spiel gefunden.“

Bis auf einen Lattentreffer von Luca Terfloth (51.) war vom Aufstiegsanwärter nichts mehr zu sehen. Am Sonsbecker Anhang lag’s jedenfalls nicht. Der steckte nicht auf und feuerte die Gästespieler bis zum Schlusspfiff an. In der 71. Minute erzielte Bock noch das 3:1. „Unfassbar. Wir haben zahlreiche Chancen, nutzen diese, wie schon häufiger in dieser Saison, nicht. Und Duisburg macht aus vier Chancen drei Tore. Ich hatte fest damit gerechnet, dass wir nach der guten ersten Halbzeit das Spiel noch drehen werden“, resümierte Trainer Werner Buttgereit.

Er meinte weiter: „Es sollte nicht sein. Der Fußball-Gott war nicht auf unserer Seite. Aber wir werden nicht aufgeben. Im Fußball ist alles möglich. Und am Ende wird bekanntlich abgerechnet. Es ist schade für die Jungs, denn sie haben vor allem im ersten Durchgang viel investiert und ein gutes Spiel gemacht.“ Am kommenden Sonntag erwarten die Rot-Weißen Arminia Klosterhardt. Der Gegner kämpft noch um den Klassenverbleib.

Es spielten: Weichelt; K. Schneider, Vengels (76. Fuchs), Hahn, Schoofs, Terfloth (76. Dedic), Pütz, S. Schneider, Noldes (69. Maas), Terlinden, Trienenjost.