SV Sonsbeck trennte sich in der Fußball-Landesliga von Niederwenigern 2:2

Sonsbeck bleibt auf Tabellenrang drei : 2:2 – zwei Tore in der Nachspielzeit

Niederwenigern glich im Topduell der Fußball-Landesliga in Sonsbeck erst kurz vor dem Abpfiff aus.

Im Spitzenspiel der Landesliga kam der SV Sonsbeck nicht über ein 2:2 (0:1) gegen die Sportfreunde Niederwenigern hinaus. Somit geht es im Kampf um den Oberliga-Aufstieg weiter spannend zu. Bei noch vier ausstehenden Partien bleibt Niederwenigern Zweiter und Sonsbeck Dritter (beide 60 Punkte). Die Spvgg. Sterkrade-Nord verkürzte den Abstand mit nun 57 Zählern und liegt nach dem 2:0 über den VfL Rhede in Lauerstellung. Vor 500 Zuschauern lieferten sich die Aufstiegsanwärter ein spannendes Duell mit einer brisanten Schlussphase. Andre Trienenjost und Stephan Schneider trafen für den SV Sonsbeck.

Die Gäste aus Hattingen hatten den besseren Start und gingen bereits nach elf Minuten durch Maximilian Golz in Führung. Golz bestrafte einen Fehler von Sonsbecks Abwehrchef Jan-Paul Hahn eiskalt. Mit dem 1:0 und fast 200 Anhängern im Rücken hatte Niederwenigern im ersten Durchgang leichte Feldvorteile, blieb aber ohne zwingende Möglichkeiten. Sonsbeck hatte mit dem aggressiven Start der Gäste Probleme. Aber nach gut einer halben Stunde kamen die Rot-Weißen besser in die Partie – und wurden stärker. Robin Schoofs per Kopf (22.), Luca Terfloth (31.) und Jannis Pütz (43.) vergaben die Chancen vor der Pause.

Nach dem Seitenwechsel drängten die Sonsbecker auf den Ausgleich und dominierten das Geschehen. Nach einen langen Ball von Schneider schloss Trienenjost zum 1:1 ab (59.). Ansonsten waren nennenswerte Möglichkeiten auf beiden Seiten Mangelware. Es dauerte bis zur Schlussviertelstunde, ehe es in den Strafräumen wieder richtig gefährlich wurde. Erst vergab SF-Kapitän Niklas Lümmer nach einer Ecke per Kopf, auf der anderen Seite scheiterte der eingewechselte Max Fuchs, ebenfalls per Kopf, am Aluminium.

In der ersten Minute der Nachspielzeit rannte dann Gäste-Keeper Alexander Golz Sonsbecks Fuchs im Strafraum um. Den fälligen Elfmeter verwandelte Schneider souverän zum 2:1. Die Hausherren befanden sich schon im siebten Himmel. Alle Fans lagen sich in den Armen. Aber Niederwenigern gab sich nicht auf und warf nochmal alles nach vorne. Mit dem Schlusspfiff und der allerletzten Chance hämmerte Marc Andre Gotzeina den Ball Marke „Tor des Monats“ unhaltbar in den Winkel (90.+4.).

Sonsbecks Cheftrainer Werner Buttgereit konnte es nicht fassen: „Das ist Fußball. Die Schlussphase brachte alles mit sich. Wir hätten uns natürlich ein anderes Ende gewünscht, aber unterm Strich war’s sicherlich ein verdientes Unentschieden.“ Die erste 20 Minuten gehörten den Gästen, sagte er weiter „Da haben wir uns schwer getan. Aber Kompliment an meine Mannschaft, die sich zurück ins Spiel gekämpft hat. Die zweite Hälfte haben wir bestimmt und den Spielstand noch gedreht. In den letzten Spielen wird sich zeigen, wer die besseren Nerven hat.“

Auch der Sportlicher Leiter, Heiner Gesthüsen, fand lobende Worte für die Mannschaft des Tabellendritten: „Das war ein starkes Spiel. Wir haben alles abgerufen. Man konnte sehen, was unsere Mannschaft für ein Potential hat. Vom Chancenverhältnis hätten wir den Sieg eher verdient gehabt. Niederwenigern macht aus zwei Chancen zwei Tore, und wir haben vier bis fünf Möglichkeiten.“

Es spielten: Weichelt; K. Schneider, Hahn, Efthimiou, Schoofs, S. Schneider, Terfloth, Pütz (87. Dedic), Maas (76 Noldes), Terlinden (83. Fuchs), Trienenjost.

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