Sonsbecks Trainer wartet weiter auf Erklärungen : SVS – zurück zum Landesliga-Alltag

Fußball: Hinter den Sonsbeckern liegt keine typische Trainingswoche. Coach Thomas von Kuczkowski, der im Sommer gehen soll, ist gespannt auf die Reaktion seiner Spieler, die am Sonntag auswärts auf den PSV Wesel treffen.

Thomas von Kuczkowski wähnt sich weiterhin im falschen Film. Der Trainer des Landesligisten SV Sonsbeck weiß immer noch nicht, was er falsch gemacht hat und warum deshalb sein Vertrag nach Ablauf dieser Saison nicht verlängert wird. „Auch die Spieler fragen sich, was passiert ist“, sagt er. Der Coach war davon ausgegangen, dass jemand aus dem Fußballvorstand beim Dienstagtraininig vorbeischaut und mit der Mannschaft spricht, ihnen womöglich erklärt, wie denn die strategische Ausrichtung mit einem anderen Übungsleiter ab Sommer 2019 aussieht.

„Das war nicht der Fall, Lediglich in der WhatsApp-Gruppe wurde ihnen mitgeteilt, dass man meinen Vertrag auslaufen lässt“, bemerkt von Kuczkowski  Am Donnerstagabend habe sich ebenfalls kein Verantwortlicher auf dem Platz blicken lassen. „Ich bin selber ein Stück weit gespannt, wie die Reaktion der Jungs am Sonntag ausfällt. Das Ganze komplett von der Mannschaft fernzuhalten, geht nicht.“ Der Tabellenzweite läuft ab 14.15 Uhr beim Fünften PSV Wesel auf.

Eine optimale Vorbereitung auf ein Spiel gegen ein Team, das auch mit dem Oberliga-Aufstieg liebäugeln darf, sieht anders aus. Der PSV ist die heimstärkste Mannschaft. Sie kassierte in sieben Partien erst drei Gegentreffer. Wesels Trainer Björn Assfelder und von Kuczkowski schätzen sich. Sie tauschen sich regelmäßig telefonisch über die Landesliga-Konkurrenten aus. „Björn holt das Maximum aus der Mannschaft raus.“ Mit ihm hat der SVS-Trainer über die Nicht-Verlängerung seines Vertrages und die dürftige Erklärung des Vorstands gesprochen. Thomas von Kuczkowski: „Björn hat sein Unverständnis geäußert.“ Natürlich hat der Sonsbecker Coach auch mit seinem Kapitän Tim Weichelt  Rücksprache gehalten, um mögliche Hintergründe zu erfahren. „Tim kann sich den Vorstoß des Vorstands zum jetzigen Zeitpunkt ebenso nicht erklären.“ Innerhalb der Mannschaft würden die Spekulationen ins Kraut schießen.

Thomas von Kuczkowski: „Dem Vorstand muss doch klar sein, dass wahrscheinlich Unruhe aufkommen wird und die Auswirkungen auf die Rest-Saison haben könnte. So wird ein eventueller Nicht-Aufstieg im Jubiläumsjahres billigend in Kauf genommen.“ Da dem Coach bislang keine kritischen Stimmen aus dem Kreis der Spieler zu Ohren gekommen sind, wie er sagt, sieht sich der Trainer auf dem richtigen Weg. Er werde daher in Sonsbeck weitermachen. Das große Ziel heißt Rückkehr in die Oberliga. „Doch zunächst steht das Spiel in Wesel an erster Stelle.“

Mit Niklas Maas kann „Kucze“ nicht planen, weil der Spieler beruflich verhindert ist. Bei Kristof Prause sei die Kreuzband-Operation „gut verlaufen“. Die Rot-Weißen haben noch etwas gutzumachen. Der letzte Pflichtspiel-Auftritt war völlig misslungen. Beim 0:5 in Budberg im Kreispokal lief einiges schief. Die Chancen wurden kläglich vergeben. So möchte Felix Terlinden, mit elf „Buden“ bester Torschütze, seine Treffsicherheit in Wesel wieder unter Beweis stellen.

Der sonntägliche Gegner hat sich wie der SV Sonsbeck im Kreispokal blamiert. Der PSV unterlag einem A-Ligisten. Inklusive dieser 0:2-Niederlage kassierte Assfelders Elf zuletzt drei Pleiten in Folge. Am Sonntag fehlen Christopher Abel, Dennis Sengbusch, Mohamed Baydoun, Donavan Sadek, Alpay Erdem, Dorian Weber, Deniz Özel und Fatih Uysal.

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