Fußball : SV Sonsbeck zittert sich zum Heimsieg

Fußball-Landesliga: Beim 2:1 über die SF Königshardt machte sich der Tabellenvierte das Leben selber schwer.

Thomas von Kuczkowski, Trainer des Fußball-Landesligisten SV Sonsbeck, atmete nach dem Schlusspfiff kräftig durch. Seine Schützlinge hatten es bis zur letzten Sekunde spannend gemacht und sich zu einem 2:1 (2:0)-Erfolg über die SF Königshardt gezittert. Jedoch wäre das gar nicht notwendig gewesen, denn die Hausherren hatten vor allem in der ersten Halbzeit alles im Griff.

Für die verletzten Kristof Prause und Lewis Brempong rückten Georgios Efthimiou sowie Maik Hemmers in die Startelf. Für den 20-jährigen Hemmers war’s das Debüt in der Anfangsformation. Der Youngster krönte seine gute Leistung mit dem Tor zum 2:0. Die Gastgeber, die in ungewohnten schwarz-weißen Trikots aufliefen, zeigten im Vergleich zur 1:2-Niederlage in Rellinghausen eine Reaktion. Sie kamen mit einer anderen Körpersprache sowie Einstellung auf den Platz. Von Beginn an spielte der SVS nach vorne.

Sebastian Leurs tauchte in den Anfangsminuten gleich zweimal gefährlich vor dem Gäste-Tor auf. In der 13. Minute traf aber Felix Terlinden zum 1:0. Stephan Schneider führte einen Freistoß schnell auf Jannis Pütz aus, der den Stürmer mustergültig bediente. Sonsbecks Torjäger erzielte das neunte Saison-Tor. Danach hatten Hemmers per Kopf (15.) und Leurs (18.) weitere Einschussmöglichkeiten.

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In der 24. Minute hatte der SVS Glück. Wie aus dem Nichts tauchte Nico Schmelt im Strafraum auf und drosch den Ball an den rechten Pfosten. Hemmers, der sich ein Sonderlob vom Trainer verdiente, war es, der in der 38. Minute im zweiten Versuch das 2:0 nachlegte. Zuvor war Terlinden an Schlussmann Kevin Luft gescheitert. „Maik hat genau das umgesetzt, was ich von ihm sehen wollte, sagte sein Coach.

Aber Königshardt gab sich nicht auf und setzte immer wieder Nadelstiche. Erst scheiterte Joel Bayram (42.) am glänzend parierenden Tim Weichelt, danach traf Schmelt erneut nur den Pfosten (44.). Somit gingen die Hausherren zwar mit einer verdienten Führung in die Pause, wegen der beiden Aluminiumtreffer hätte das Resultat aber auch durchaus anders aussehen können.

Im zweiten Abschnitt schaltete die „Kucze“-Elf zwei Gänge zurück und konzentrierte sich mehr auf Ergebnisverwaltung, statt den Sack zuzumachen. Daraufhin wurden die Gäste stärker und kamen zu Möglichkeiten. Pascal Wickert (58./59.) vergab eine Doppel-Chance. In den letzten 20 Minuten ergaben sich für Sonsbeck weitere gute Möglichkeiten.

Aber Maik Noldes (70./80.), Terlinden (77.), Niklas Maas (87.) und Pütz (88.) ließen ihre Großchancen ungenutzt. Dies sollte sich rächen. Tobias Biegierz verkürzte zum 1:2 (88.). Danach hatten die Gäste noch einige Standardsituationen, wo die knapp 200 Zuschauer mit ansehen mussten, wie noch fast der Ausgleich gefallen wäre. Aber der SVS brachte das 2:1 über die Zeit.

„Klar ist es nicht schön, wenn wir uns zum Sieg zittern müssen. Aber wir können nicht immer ein Spektakel und Hurra-Fußball abliefern. Ich bin mit 23 Punkten und Platz vier zum jetzigen Zeitpunkt hochzufrieden“, meinte von Kuczkowski, der den Blick schon nach vorne richtete. „Wir fahren jetzt ohne Druck nach Niederwenigern. Und dann schauen wir mal, was da so passiert.“

Dann hofft der Trainer auf die Rückkehr von Prause und Brempong, die unter der Woche bei weiteren Untersuchungen genaue Diagnosen zu ihren Verletzungen erhalten sollen. Der SVS konnte den Abstand zum Tabellenzweiten Niederwenigern auf drei Punkte verkürzen. Der kommende Gegner ließ beim PSV Wesel Federn.

Es spielten: Weichelt; K. Schneider, Efthimiou, Hahn, Schoofs, Pütz, Hemmers (64. Terfloth), S.Schneider, Leurs (68. Maas), Noldes (83. Dedic), Terlinden.