SV Sonsbeck feiert Jubiläum

Der SV Sonsbeck wird 100 : Ein runder Geburtstag

Der SV Sonsbeck hat im kommenden Jahr einiges zu feiern. Der Club wird hundert. In den kommenden Monaten möchten sich die Abteilungen in ihrer Vielfalt der Öffentlichkeit vorstellen. So wie die Klimpansen, die Klettergruppe des SVS.

Wenn der Sportverein Sonsbeck im kommenden Jahr seinen hundertsten Geburtstag begeht, dann feiern die Klimpansen nicht nur dieses Ereignis, sondern zudem auch ihr eigenes kleines Jubiläum. Zusammenhalt, Vertrauen sowie Verantwortung für sich und andere übernehmen – das sind die Schlagworte, die die Gemeinschaft dieser Abteilung im SVS seit fast 20 Jahren ausmacht.

Lena Michaelis hat keine Angst in großer Höhe. Foto: Verein

1999 als „Integrative Klettergruppe“ von Willi Kisters, Christiane Allgaier, Georg Michaelis, Gerd Schiffer und Desiree Sallwey gegründet, stand die Idee im Mittelpunkt, „eine attraktive Sport-Möglichkeit zu schaffen, die Menschen mit und ohne Behinderung handhaben können und die Abenteuercharakter und Lifestyle hat“, wie Abteilungsleiter Kisters einmal sagte. Erst 2004 wurden aus der „Integrativen Klettergruppe“ die Sonsbecker „Klimpansen“. Der Name entstand eher durch Zufall aus dem Wort-Mix klimmen (klettern) und Schimpansen. Grundsätzlich kann jeder mitmachen, dem das ärztliche Okay vorliegt. In der Realität jedoch gibt die Warteliste vor, ab wann man ein Klimpanse werden kann. Und die ist wegen der Attraktivität der Gruppe lang. „Wir nehmen das Thema Inklusion in seiner Bandbreite gerne an, können alle mit einbinden, außer der Arzt sagt nein“, erklärt Teamer Norbert Quinders, einer der Übungsleiter.

90 Prozent der „Tätigkeit“ bei der bereits mehrfach ausgezeichneten Klettergruppe ist Jugendarbeit. Alle 14 Tage treffen sich die Kinder und Jugendlichen zum Klettern. Mal in der Kletterhalle, mal am Berg, dann wieder in speziellen Parcouren. Materialkunde gehört genauso zum Programm wie das gegenseitige Sichern (unter Aufsicht der Teamer).

Angst vor der eigenen Courage muss niemand haben. Sollte man kopfmäßig „in der Wand hängenbleiben“, klettern die Teamer beratend nebenher. Für die gilt neben dem Sicherheitsaspekt: Gut klettern alleine reicht nicht. Sie benötigen viel Einfühlungsvermögen. Und sie müssen die notwendige Ruhe ausstrahlen.

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„Wir bilden uns stetig  weiter fort, um neue Erkenntnisse der Sicherungsforschung und Entwicklungen von innovativem Klettermaterial berücksichtigen zu können und für unsere Arbeit einzusetzen. Dabei entwickeln wir auch neue Ideen, wie wir das Klettern für alle Teilnehmer noch attraktiver machen können. Wir werden intern bestimmte Kurse anbieten, um die Kletter- und Sicherungskompetenzen der Klimpansen zu verbessern“, beschreibt Kisters die Pläne für die Zukunft.

Nach und nach möchte man die Gruppe behutsam vergrößern. Voraussetzung dafür ist, dass die Zahl an Übungsleitern stabil bleibt. Neuzugänge sind aber stets willkommen. Nach jedem Training findet eine Abschlussrunde zur Reflektion des Klettertages statt.

Es sei schön, in die lachenden Gesichter der Kinder sowie Jugendlichen zu sehen und ein durchweg positives Feedback zu bekommen. „Sogar, wenn es um vermeintlich trockene Themen wie Materialkunde geht“, berichtet Quinders lächelnd.

Besonders beliebt sind bei den rund 40 Mitgliedern die Klettercamps. 2018 ging’ nach Belgien, in 2019 ist ein einwöchiges Camp in Frankreich geplant. Den beiden runden Geburtstage sehen die Klimpansen gelassen entgegen. Man werde sich natürlich bei den Jubiläumsveranstaltungen des SV Sonsbeck einbringen, so wie alle anderen Abteilungen auch. Die Klimpansen selber planen wieder ein „offenes Sommerklettern“, bei dem Interessierte hineinschnuppern können.

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