SV Scherpenberg gewinnt in der Landesliga mit 3:2

Heimerfolg in Unterzahl : Scherpenberg punktet im Abstiegskampf

Der SVS siegte in der Fußball-Landesliga mit 3:2 über Klosterhardt. Pascal Schmidt sah nach einem Faustschlag die Rote Karte.

Die Glückwünsche für einen wertvollen 3:2 (1:1)-Heimsieg über den Tabellendrittletzten DJK Arminia Klosterhardt nahm Timo Barbeln zwar in Empfang. Doch der Cheftrainer des Fußball-Landesligisten SV Scherpenberg wähnt sich wahrlich noch nicht im gesicherten Bereich der Tabelle: „Einen Sieg werden wir noch brauchen. Der Abstiegskampf geht für uns weiter.“

Und dies mit großer Sicherheit ohne Pascal Schmidt. Der Innenverteidiger leistete sich zehn Minuten vor dem Spielende nach einem fiesen Bodenzweikampf mit dem eingewechselten Necati Güclü einen Faustschlag. Schiedsrichter Thorsten Tack zückte folgerichtig die Rote Karte. Trainer Barbeln hatte die Szene nicht genau gesehen: „Wenn es ein Faustschlag war, hat der auf dem Platz nichts zu suchen.“

Dass der Klosterhardter mit einem Griff in Schmidts Rippen ebenso tätlich wurde, aber nur Gelb zu sehen bekam, dürfte für die Dauer der Spielsperre unerheblich sein. Aus einer verkrampften ersten Halbzeit stachen nur die Treffer heraus. Almir Sogolj, einziger neuer Spieler in der Startelf im Vergleich mit dem 2:3 beim SV Genc Osman vor einer Woche, nutzte eine zu kurze Kopfballabwehr des vorgerückten Torhüters Robin Pfeifer. Der 30-Meter-Schuss senkte sich mit Windunterstützung im hohen Bogen über Pfeifer hinweg ins Netz (16.).

Sehenswert war auch Pascal Spors’ 20-Meter-Ausgleichstreffer in den linken SVS-Torwinkel. Die kampfstarken Gäste nahmen in Halbzeit zwei das Heft des Handelns auf, brachten aber die Defensive der Gastgeber kaum in Bedrängnis.

Der erste gute Scherpenberger Angriff nach der Pause saß. Maximilian Stellmach ließ Ali Hassan Hammoud im Gäste-Strafraum aussteigen und platzierte die Kugel flach in der linken Arminia-Ecke (65.).

Dann folgte der Platzverweis. In Überzahl nahmen die verzweifelt anrennenden Klosterhardter zu viel Risiko. Einen Konter brachten die Gastgeber ins Ziel. Der umtriebige El Houcine Bougjdi wurde mustergültig vom für den am Fußknöchel leicht verletzten Yassin Bougjdi eingewechselten Ozan Sengül bedient. Es war das neunte Saisontor des 33-jährigen ehemaligen Oberligaspielers (89.). Der zweite Arminia-Treffer in der fünften Minute der Nachspielzeit fiel nicht mehr ins Gewicht. Direkt nach dem folgenden Anstoß beendete der Unparteiische das Match.

„Wir haben nur in der letzten halben Stunde unsere spielerischen Vorteile gezeigt. Wir können es sicher besser. Aber das Ergebnis hat gestimmt“, so Trainer Timo Barbeln. Es spielten: Prigge; Duman (80. Asenso), Schmidt, Frömmgen, Terzi – Terwiel, E. Bougjdi, Franke, Y. Bougjdi (46. Sengül), Sogolj (87. Terasa), Stellmach.

(Michael Ryberg)
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