SV Orsoy will mehr Spieler holen und weniger Gegentreffer kassieren.

Hinter dem SV Orsoy liegt eine Saison zum Vergessen : Mehr Spieler, weniger Gegentreffer

In der neuen A-Liga-Saison soll in Orsoy alles besser werden. Für alle Mannschaftsteile werden neue Spieler gesucht.

115. So viele Gegentreffer hatte die A-Liga-Mannschaft des SV Orsoy in der vergangenen Saison in 34 Partien kassiert. Negativrekord in dieser Spielklasse im Kreis Moers. Das Team von Daniel Zvar verabschiedete sich mit einer peinlichen 2:13-Pleite in die Sommerpause. Dieses Resultat passte irgendwie zu einer Saison zum Vergessen. Erst am vorletzten Spieltag wurde der Klassenerhalt perfekt gemacht. Zvar bastelt gerade am neuen Kader: „Über allem steht, dass wir wesentlich weniger Gegentreffer bekommen.“

Ein kleiner Kader und eine lange Verletztenliste mit Namen von Stammkräften, die wochenlang ausfielen, führten zur sportlichen Misere. „Für mich ist es immer noch ein Wunder, dass wir es tatsächlich geschafft haben und weiter in der A-Liga spielen dürfen“, meint Zvar, der Verstärkungen für alle Mannschaftsteile sucht. „Wir führen vielen Gespräche, aber vermelden kann ich nicht nichts.“ Drei Spieler gehen, die anderen wollen bleiben. Keeper Yannick Regner steht künftig beim SSV Lüttingen zwischen den Pfosten. Ulas Özpolat hört auf und Cengizhan Gökkaya geht zum TuS 08 Rheinberg. Sascha Claus, der in den letzten Partien eingesprungen war, zieht die Fußballschuhe wieder aus.

Kapitän Fatih Sanverdi, mit 18 Treffern bester Schütze des SVO, und der 36-jährige Routinier Stepahn Barth (10 Tore) haben schnell ihr Zusage gegeben. „Es ist im Moment eine stressige Zeit und gar nicht so einfach, Leute zu finden, die zu uns passen“, sagt der Trainer, der „ein, zwei Spieler“ aus der „Zweiten“ hochziehen will. Bei der Suche nach Zugängen wird er auch von Michael Fuchs unterstützt, der in der nächsten Saison bei der Orsoyer „Zweiten“ an der Seitenlinie stehen wird.

Die dünne Personaldecke sorgte sogar dafür, dass Daniel Zvar mit über 40 selber ranmusste. 1:7 gegen Rheurdt-Schaephuysen, 1:8 gegen den VfL Rheinhausen, 0:9 in Veen – deprimierende Ergebnisse, an die der Coach nicht mehr denken mag. Ein Sanverdi, Barth, Felix Hochstein oder Özpolat seien über Wochen eben nicht adäquat zu ersetzen.

Groß war daher beim Übungsleiter die Freunde nach dem 2:1-Erfolg über den FC Rumeln-Kaldenhausen am 26. Mai, der den Nichtabstieg mit sich brachte. Doch seine Saison-Analyse fiel dann nüchtern aus. Schnell war klar, dass neue Spieler her müssen, um nicht wieder zu lange zittern zu müssen.

Auch wenn bislang noch kein einziger Zugang feststeht, sagt der Orsyoser Coach im Brustton der Überzeugung: „Bis zur Stadtmeisterschaft Mitte Juli werden wir einen schlagkräftigen Kader zusammen haben.“

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