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SV Orsoy schlägt Concordia Ossenberg mit 2:1

Concordia Ossenberg wartet seit 13 Jahren auf einen Sieg in Orsoy : Fatih Sanverdi entscheidet das Derby

Fußball-Kreisliga A: Der Stürmer schoss das 2:1 für den SV Orsoy im Heimspiel gegen Concordia Ossenberg.

„The same procedure as every year?“, fragt Butler James in der Silvester-Kultserie „Dinner for one“ Miss Sophie. In Abwandlung dazu muss es im Rheinberger Stadtteil-Duell der Kreisliga A zwischen dem SV Orsoy und Concordia Ossenberg heißen: „Der gleiche Spielausgang wie jedes Jahr.“ Denn seit nunmehr 13 Jahren verlassen die Gäste die Sportanlage am Gildenkamp stets als Verlierer. In der Spielzeit 2005/2006 durfte sich Ossenberg letztmalig nach einem 4:1-Erfolg – noch in der Kreisliga B – als Sieger feiern lassen. Am Sonntag gewannen die Hausherren mit 2:1 (0:0).

Dass ein Erfolg innerhalb der Stadtgrenzen noch immer was besonderes ist, verdeutlicht die Szene kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit: Ein gut vorgetragener Konter über Viktor Huber bugsierte Fatih Sanverdi irgendwie über die Torlinie. Der Rest war nur noch losgelöster Jubel von Spielern, Reserve-Kickern und dem Trainer-Gespann des SVO. Bis es soweit war, lag allerdings ein ganzes Stück harter Arbeit hinter den Hausherren.

Die Concordia begann forsch und erarbeitete sich in der Anfangsphase die besseren Möglichkeiten. Erst traf Jesse Sticklat aus einer Abseitsposition ins Netz, dann Ptrick Utech nur die Latte. Dagegen blieben die Angriffe der Hausherren zunächst an der vielbeinigen und gut organisierten Ossenberger Abwehr hängen. Besser wurde das Spiel der Gastgeber im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs – allerdings ohne jegliche Gefahr für das Ossenberger Gehäuse.

Einen ersten Höhepunkt hatte die Partie nach einer Stunde. Da nahm sich Felix Hochstein den Ball nach einer Freistoß-Entscheidung von Schiedsrichter Kevin Gerlach und drosch die Lederkugel aus rund 30 Metern in die Maschen. Schlussmann Alexander Furthmann flog zwar in die richtige Ecke. Doch der scharf geschossene Ball schlug unhaltbar ein. Ossenberg musste nun kommen – und tat dies auch.

In der 80. Minute durfte der zahlreich erschienene Ossenberger Anhang endlich jubeln. Nach einer Linksflanke kam der Ball zu Nils Hoffacker, der unbedrängt in Abstaubermanier das Leder über die Torlinie drückte. Die Orsoyer protestierten beim Schiedsrichter; wollten im Mittelfeld ein Foul an Ulas Özpolat gesehen haben, der das Leder trotzdem noch zu Sanverdi weiterspielte. Doch der Stürmer rutschte am Mittelkreis aus und leitete damit unfreiwillig den Gegenangriff ein. Nach dem Ausgleich drückten die Gäste weiter. Orsoy verteidigte mit „Mann und Maus“ das Unentschieden, ehe ein Konter den Siegtreffer brachte.

Entsprechend nüchtern fiel das Statement von Ossenbergs Trainer Björn Quint aus: „Wenn du aus deinen Chancen keine Tore machst, kannst du auch nicht gewinnen.“ Sein Gegenüber Daniel Zvar sprach von einem nicht unverdienten Sieg: „Wir haben uns gesteigert und nicht mehr viel zugelassen.“ Angetan war der Coach von der Leistung des Neuzugangs Ingolf Matthes, der sein erstes Spiel für die Grün-Weißen bestritt. Nach 80 Minuten war für Matthes, der als Ballverteiler auffiel, Schluss. „Man merkt ihm sein Können an, allerdings war er nach 80 Minuten platt. Aber er wird uns weiterhelfen“, so Zvar.

SV Orsoy: Regner; von Schwartzenberg, Hochstein, Drößmer, Huber, Sanverdi, Schulik, Matthes (81. Burkhardt) , Özpolat, Kiraz (46. Berendsen), Barth (73. Dunst).

Concordia Ossenberg: A. Furthmann; Endert, Bentgens, Utech (88. Morcinek), S. Baumbach, Bangert, Sticklat (87. J. Furthmann), Strüngmann, Dargel (64. Pache), Kaul, Hoffacker.