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Fußball: SV Orsoy nimmt den Pokal wieder mit

Fußball : SV Orsoy nimmt den Pokal wieder mit

Im entscheidenden letzten Spiel zeigte der A-Ligist gestern Abend dem ausrichtenden SV Budberg die Grenzen auf und siegte mit 6:2. Damit wurde die Mannschaft von Frank Pomrehm wie 2014 Stadtmeister. Der SV Millingen wurde Letzter.

Als Stephan Barth gestern Abend in der vorletzten Minute der finalen Turnierpartie das 4:2 für seine Mannschaft schoss, fielen sich auf der Tribüne die Anhänger des SV Orsoy siegessicher in die Arme. Am Ende schlug das Team aus der A-Liga den ausrichtenden SV Budberg gar mit 6:2 und darf sich ein weiteres Jahr mit dem Titel des Rheinberger Fußball-Stadtmeisters schmücken. Trainer Frank Pomrehn freute sich diebisch über die Titelverteidigung - obwohl er in Budberg wohnt und beim SVB eine Jugendmannschaft betreut.

So jubelte der alte und neue Rheinberger Stadtmeister. Der SV Orsoy holte 13 Punkte in fünf Partien. Foto: Ostermann, Olaf (oo)

Für den SVO begann der Tag suboptimal. Die Orsoyer trennten sich vom TuS 08 mit 2:2. Anschließend steigerte sich der Vorjahressieger und ließ in der entscheidenden Begegnung gegen die Budberger keine Fragen offen. Die Mannschaft von Coach Patty Jetten gewann die ersten drei Partien. Gegen Concordia Ossenberg reichte es dann nur zu einem Remis, so dass der SVB und SVO vor dem letzten Spiel punktgleich an der Tabellenspitze lagen, die Orsoyer aber das bessere Torverhältnis aufwiesen und ihnen ein Unentschieden gereicht hätte. Doch in diesem Prestigeduell wollten sie sich ohnehin nicht mit einem Zähler zufriedengeben. Das machte Erkan Ayna deutlich, der bereits nach zehn Sekunden das 1:0 erzielte. Devin Warnke glich aus (5.). Dominik Hahn (6.) sowie Robin Morawa (12.) brachten die Pomrehn-Auswahl wieder auf die Siegerstraße. Das Anschlusstor von Kevin Carrion konnte den Offensivwirbel nicht aufhalten. Barth (14.) und Ayna (14./15.) schossen sich, ihre Teamkollegen und die Anhänger ins Glück. Die Budberger verließen das Parkett mit hängenden Köpfen. Sie hatten schon wie 2014 in der letzten Turnierpartie kein probates Mittel gefunden, den Gegner in Schach zu halten. Zu allem Überfluss muss Jetten in der Vorbereitung vorerst auf Marcel Bloemers verzichten, der im Spiel gegen den SV Millingen im Laufduell umgeknickte und sich eine Bänderverletzung zuzog.

Auf den dritten Platz kam der TuS 08, der sich nur den Budbergern geschlagen geben musste. Einen glänzenden Eindruck hinterließ Winterpausen-Zugang Pirathiphaan Pathmanathan, der selber traf und einige Tore vorbereitete. Als Vierter beendeten die Ossenberger die Stadtmeisterschaften, die gleich in der Auftaktpartie ihren Kapitän verloren. Jonas Baumbach musste nach einem Foul mit lädierten Bändern im Fuß fortan passen. Der TuS Borth reihte sich auf den vorletzten Tabellenplatz ein. Lediglich ein "Dreier" über die Millinger stand am Ende zu Buche. Der SVM verlor alle fünf Partien, lieferte aber gerade gegen die Orsoyer die beste Leistung ab. Es ging in diesen 15 Minuten hin und her, ehe der SVO durch ein Geschenk das entscheidende 5:4 erzielte. Millingen hatte zuvor in Überzahl vor dem Orsoyer Tor einen Freistoß überhastet ausgeführt. Ein erfolgreicher Konter des späteren Stadtmeisters brachte das Team von Coach Torsten Weist um den verdienten Lohn.

In der Halle wurde nicht nur über die sportlichen Leistungen diskutiert, sondern auch über den Ball und die Schiedsrichter. Die Verantwortlichen hatten sich entschieden, dass diesmal anstatt mit der Lederkugel mit einem gelben Hallenfilzball gespielt wird. Das kam nicht bei allen Aktiven gut an. Das galt auch für die Leistungen der Referees. Christoph und Christian van Zwamen (beide Alemannia Kamp) ließen zunächst zu viel durchgehen, ehe sie zum Ende des Turniers schneller durchgriffen. Spieler und Trainer wunderten sich überdies über die frostige Temperatur in den Kabinen. Auch in der Sprecherkabine fröstelte Werner Köhnen, der die Torschützen durchsagte, vor sich hin. Ulrich Rassier, der Vorsitzende der Fußball-Abteilung, nahm die Stadt in die Pflicht. Die habe es versäumt, die Großraumsporthalle für die Stadtmeisterschaften den Vereinen in einem ordnungsgemäßen Zustand zur Verfügung zu stellen. Den Spielern des SV Orsoy war das jedoch nach dem Turnier piepegal. Sie wollten nur noch feiern.

(RP)