SV Orsoy ist neuer Fußball-Stadtmeister in Rheinberg

SV Orsoy lässt auf Worte Taten folgen : Der Überraschungsstadtmeister

Der Wanderpokal ging in diesem Jahr an die Fußballer des SV Orsoy. Der A-Ligist bezwang im Finale den Meisterschaftskonkurrenten Concordia Ossenberg mit 4:3. Der ausrichtende Verein kritisiert den SV Budberg.

Die A-Liga-Fußballer des SV Orsoy haben passend zum 100. Geburtstag des Clubs den Stadtmeister-Pokal gewonnen. Im Finale setzte setzt sich die Mannschaft in einem engen Duell mit 4:3 gegen Gastgeber Concordia Ossenberg durch. Den neuen Turnier-Modus fanden die meisten Spieler und Trainer gut, Kritik gab‘s dennoch.

Die Aufgabe war klar: „Wir wollen Stadtmeister werden.“ Diesen Satz hatte SVO-Trainer Daniel Zvar im Vorfeld der Stadtmeisterschaft gesagt. Über die Aussage konnten sogar einige seiner Spieler nur müde lächeln. Selbst Teammanager Mark Kolanczyk, der in der finalen Partie den verhinderten Chefcoach vertrat, war überrascht von der klaren Zielsetzung. Nun kann sich Zvar auf die eigene Schulter klopfen.

Kopfballduell zwischen Björn Wenzel (schwarzes Trikot) und Alexander Bentgens. Foto: Ostermann, Olaf (oo)

Der Wanderpokal geht im Jubiläumsjahr nach Orsoy. „Damit hat nun wirklich keiner gerechnet. Das ist eine enorm positive Überraschung“, resümiert Kolanczyk. Ganz so glänzend wie die Umsetzung der eigenen Ziele verlief das Endspiel allerdings nicht. Marco Hagl, der wiederum für Concordia-Coach Mirco Dietrich an der Seitenlinie stand, sah wenig Erfreuliches. „Für ein Finale haben beide Seiten nicht wirklich überzeugt“, meinte er.

Orsoy agierte sehr bedacht und wollte nicht wirklich am Spiel teilnehmen. „Wir haben uns eher auf die Konter konzentriert“, stimmte Kolanczyk zu. Die Führung der Gäste fiel nach einem ruhenden Ball. Routinier Erkan Ayna nickte eine Flanke ein. Bis zur Pause gab es keine besonderen Ereignisse mehr. Im zweiten Durchgang ging der Matchplan des SVO dann immer besser auf.

Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel nutzte Fatih Sanverdi einen individuellen Fehler der Ossenberger und traf zum 2:0. Der Gastgeber gab sich aber nicht geschlagen. Concordia-Kapitän Jonas Baumbach erzielte den Anschluss (61.). Erneut Ayna (71.) sowie Viktor Huber (83.) bauten das Ergebnis aber wieder zu einem komfortablen 4:1-Vorsprung für die Grün-Weißen aus. Kurz darauf hatte Huber sogar die Entscheidung auf dem Fuß. Doch der Flügelspieler scheiterte vom Elfmeterpunkt.

Das sorgte für ein letztes Aufbäumen der Concordia. Ein schneller Doppelschlag von Baumbach (87.) und Niklas Noll (88.) brachte die angeschlagenen Orsoyer nochmal ins Wanken. Doch der SVO rettete den Vorsprung über die Zeit – und durfte nach dem Abpfiff ausgelassen feiern.

Viel Freude gab es aber auch bei den Verantwortlichen des Ausrichters. Fußball-Obmann Frank Baumbach sprach von guten Stadtmeisterschaften. Der neue Modus mit vier Spielen unter der Woche sei positiv aufgenommen worden. Baumbach: „Es war zwar für uns mehr Aufwand, doch die Mannschaft konnten deutlich entspannter anreisen und mussten nicht direkt von der Arbeit hier hinkommen“.Zwei Dinge missfielen dem Concordia-Funktionär: „Es wäre nur schön, wenn die Budberger dieses Turnier nicht mehr nur als Abklatsch sehen. Außerdem ist es schade, dass die Stadt hier nur wenig Präsenz zeigte und wir keine zusätzliche Unterstützung erhielten. Dank unserer zahlreichen Helfer haben wir es alleine hinbekommen. Da sind wir zum Glück sehr gut aufgestellt“.

Ossenberg: A. Furthmann; Bentgens, Stolzke, J. Furthmann, Oddey (46. Meier), Noll, Baumbach, Endert, Hoffacker (46. Dietrich), Sticklat, van den Brock.

Orsoy: Jetten; Ernicke (68. Droessmar) , Huber, Schulik, Ayna (82. Kösters), Kaiser, Sanverdi, Yalvac (73. Arslan), Rabe, Muczk, Wenzel.

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