Oberliga-Abstieg so gut wie sicher : SV Neukirchen schaut in den Abgrund

Handball-Oberliga: Die Blau-Gelben unterlagen in einem hektischen Spiel beim LTV Wuppertal mit 26:29.

Die Hoffnung auf den Klassenerhalt glimmt zumindest noch ein wenig weiter. Aber die Vorzeichen sehen schlecht aus, vieles deutet aktuell daraufhin, dass die Oberliga-Handballer des SV Neukirchen nach der 26:29 (16:18)-Niederlage beim LTV Wuppertal den Gang in die Verbandsliga antreten müssen. Die Entscheidung über den direkten Abstieg ist allerdings erst einmal auf kommenden Dienstagabend vertagt. Gewinnt SG Überruhr der Mitkonkurrent im Abstiegskampf sein Nachholspiel daheim gegen den TV Oppum, heißt der erste Absteiger SV Neukirchen. Ansonsten würden sämtliche finale Entscheidungen am letzten Spieltag getroffen.

In den ersten 30 Minuten entwickelte sich in Wuppertal ein offener Schlagabtausch. Es fielen viele Tore, weil beide Defensivabteilungen vergeblich nach Stabilität suchten. Neukirchen hatte Schwierigkeiten die Räume zu verdichten. Die Spieler verloren zahlreiche ihrer Zweikämpfe, vor allem im Zentrum „wackelte“ es ständig – gegen allerdings auch individuell starke LTV-Angreifer.

Der SV Neukirchen wollte in der Offensive mit seinem Konzept Druck aufzubauen. Dies gelang mal besser und mal weniger gut. Die Spieler versuchten zudem das Tempo zu variieren. Wie so oft, standen auch diesmal die beiden Rückraumschützen Thomas Pannen und Philipp Peich im Brennpunkt des Geschehens. Die Partie blieb auch nach dem Seitenwechsel spannend.

Neukirchen wirkte in der Startphase des zweiten Durchgangs sehr fokussiert und entschlossen. Die Deckung bekam nun einen besseren Zugriff auf die gegnerischen Spieler, mit einer stringenten Aufgabenverteilung und der nötigen Robustheit – Torwart Michael Buskup hielt, was zu halten war. Neukirchen erspielte sich Vorteile (23:21). Aber die Mannschaft knickte wie in den Spielen zuvor wieder mal ein.

Die Leistungsträger wirkten in der Schlussviertelstunde überspielt und müde. Einfachste Pässe wurden dem Gegner ohne Not in die Hand gespielt, Würfe waren schlecht und nicht vorbereitet. Die Gäste aus Neukirchen konnten selbst eine doppelte Überzahl nicht in einen Vorteil ummünzen.

Wuppertal reichte in dieser Begegnung eine normale Leistung, um den SV Neukirchen zu schlagen. „Es gibt sicherlich noch einen kleinen Funken Hoffnung auf den Klassenerhalt“, sagte der geknickte Trainer Christian Wetteborn. „Meine Mannschaft hat zwei Punkte liegen gelassen.“ Sein Team empfängt zum Saisonfinale am Sonntag um 16 Uhr im den Tabellenersten HG Remscheid. Tore: Pannen (9), Peich (8), Behmer (3/2), Fietze, Beutelt (je 2), Bartnik. Krölls.