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SV Budberg verliert mit 2:4 bei Borussia Bocholt

Frauenfussball : Erfolsserie der Budberger Frauen ist gerissen

Frauenfußball-Regionalliga: Das Team von Trainer Jürgen Raab kassiert bei Borussia Bocholt mit 2:4 die erste Saisonniederlage.

Zumindest eine Halbzeit lang sah es gestern so aus, als ginge die bisherige Erfolgstaktik des SV Budberg – früh ein Tor schießen und danach konsequent verteidigen – auch im vierten Spiel der Regionalliga West auf. Am Ende aber gewann der favorisierte Gastgeber Borussia Bocholt das Spiel mit 4:2 (0:1). Damit ist die Siegesserie der Budbergerinnen gerissen.

In der ersten Halbzeit ähnelte das Bild den letzten drei Auftritten des Neulings. Bis auf einige Standardsituationen aus denen nichts Gefährliches resultierte, ließ der SVB im Spitzenspiel bei Borussia Bocholt wenig zu. Sina Zorychta brachte die Gäste vor 100 Zuschauern nach 38. Minuten sogar in Front. Bei seiner Pausenansprache hatte Budbergs Trainer Jürgen Raab seine Mannschaft darauf eingestellt, dass der Gegner nach dem Seitenwechsel das Tempo erhöhen würde. Die Prognose bewahrheitete sich. Die Borussia drückte mächtig aufs Gaspedal. Viele Wechselmöglichkeiten, um seinem Team Entlastung zu verschaffen, hatte Raab nicht. Frauke Fleischers Knieprobleme ließen einen Einsatz nicht zu. Neben Ersatz-Keeperin Lisa Montenbruck hatten nur Nachwuchskickerin Celine Öllig und Julia Faupel Platz auf der Budberger Ersatzbank genommen. Dem zunehmenden Druck hielt die Abwehrreihe des SVB dann nicht mehr stand.

Nachdem eine Flanke unglücklich ins Zentrum geklärt worden war, versenkte Jolina Opladen den Ball zum Ausgleich in den Winkel – und zwar unhaltbar für Budbergs Torhüterin Kim Stawowy (57.). 15 Minuten später schloss Opladen erneut einen Angriff der Bocholterinnen erfolgreich ab. Alina Stallmann nutzte die Abstimmungsschwierigkeiten in der Viererkette dann sogar zum 3:1 für Bocholt.

Schließlich folgte doch noch ein kurzes Aufbäumen der Raab-Elf. Nach einem Bocholter Handspiel im Strafraum versenkte Scarlett Hellfeier den anschließenden Elfmeter (88.) zum Anschluss. „Wir haben dann natürlich alles nach vorne geworfen“, sagte Raab. Die dadurch neu geschaffenen Räume nutzte jedoch der Gastgeber für einen Konterangriff mit dem Treffer zum 4:2 (90.). „Ich mache meiner Mannschaft keinen Vorwurf. Wir wussten, dass es uns irgendwann erwischt“, meinte Raab.

SV Budberg: Stawowy; A. Hellfeier, vom Eyser, Brzeski, Kimpeler, S. Hellfeier, Steffans, Schneider (75. Öllig), Dannehl, Zorychta, Blittersdorf.