0:3-Heim-Niederlage in der Fußball-Landesliga SV Budberg zahlt zum Auftakt Lehrgeld

Rheinberg · Im ersten Saison-Spiel hielt der Neuling gegen BW Dingden vor der Pause noch sehr gut mit. Da lag das Führungstor für den SVB in der Luft. Dann machte der Favorit ernst und bestrafte die Fehler der Hausherren.

 Vor fast 400 Zuschauern verlor der SV Budberg, hier Oliver Nowak am Ball, gegen BW Dingden mit 0:3.

Vor fast 400 Zuschauern verlor der SV Budberg, hier Oliver Nowak am Ball, gegen BW Dingden mit 0:3.

Foto: Jakob Klos

Nach zehn Jahren Abstinenz spielte der SV Budberg am Sonntag erstmals wieder in der Fußball-Landesliga um Punkte – und musste gleich Lehrgeld bezahlen. In der Gruppe 2 empfing die Mannschaft von Trainer Tim Wilke am ersten Spieltag mit Blau-Weiß Dingden direkt eine Spitzenmannschaft mit Aufstiegsambitionen. Die Schwarz-Weißen unterlagen klar mit 0:3 (0:0). Jedoch spiegelte das Ergebnis nicht dem Spielverlauf wider. Der ehemalige Regionalliga-Fußballer des 1. FC Bocholt, Andre Bugla, machte den Unterschied. Der Stürmer sorgte mit seinen zwei Toren für die erste Niederlage des Neulings. In der Nachspielzeit traf Mathis Schluse sogar noch zum 3:0-Endstand.

Nachdem Fabian Fülling, der Stadionsprecher des SVB, die Mannschaftsaufstellungen vorgelesen hatte, kamen die Mannschaften mit aufgeregten Einlaufkindern der F1- und E1-Jugend auf den Kunstrasen des Scania-Sportparks. Die Gäste, die in den letzten beiden Spielzeiten jeweils Dritter geworden waren und davor zweimal den zweiten Platz belegte hatten, hatten im ersten Durchgang große Probleme mit dem munter mitspielenden Aufsteiger. Pünktlich zum Anpfiff wurde der Dauerregen weniger, und die knapp 400 Zuschauer durften sich auf eine temporeiche wie technisch gute Landesliga-Begegnung einstellen.

Hatten in dieser Szene Gesprächsbedarf: Schiri Alexander Schuh und Budbergs Fynn Eckhardt.

Hatten in dieser Szene Gesprächsbedarf: Schiri Alexander Schuh und Budbergs Fynn Eckhardt.

Foto: Jakob Klos

Mit Tim Beerenberg stand ein Akteur in der Startelf, der auch schon im Juni 2013 beim letzten Landesliga-Auftritt der Budberger bei Viktoria Buchholz (0:4) dabei war. Die beiden Neuzugänge Mike Terfloth und Christoph Pinkse weilten im Urlaub. Ole Egging fehlte wegen einer Knieverletzung. Vor Keeper Marc Anders standen Florian Mordt, Jonas Kühnau, Kapitän Jan Luca Häselhoff und Felix Weyhofen in der Viererkette. Neben Beerenberg zog Fynn Leon Eckhardt die Fäden im zentralen Mittelfeld. Auf der Zehner-Position agierte Lennart Hahn. Über die Außen wirbelten Emir Demiri und Oliver Nowak. Als Mittelstürmer spielte Moritz Paul, der diesmal über weite Strecken allerdings glücklos agierte. Sein Schuss nach gut einer Stunde verfehlte das Tor nur knapp. Und in der 88. Minute kratzte Dingdens Keeper Johannes Buers einen Kopfball von Budbergs Torjäger aus der Bezirksliga-Saison noch von der Torlinie.

Die Hausherren versteckten sich nicht und spielten von Beginn nach vorne. Immer wieder peitschten die Anhänger die Wilke-Elf nach vorne. Mit tollen Kombinationen löste der Aufsteiger vor allem im ersten Abschnitt bei Gäste-Trainer Jürgen Stratmann große Unzufriedenheit aus. Demiri freistehend aus fünf Metern (7.), Hahn aus der Distanz (16.) und mit einem Schlenzer (42.) ließen gute Chancen ungenutzt. Budberg hätte die Überlegenheit in der ersten Halbzeit mit Toren untermauern können. „In der ersten Hälfte waren wir mindestens auf Augenhöhe. Da haben wir wenig zugelassen und gut nach vorne gespielt“, meinte Wilke vor der Pause noch zurückhaltend.

Dann zeigte Dingden aber, welche Offensivqualitäten in der Mannschaft steckt. Kevin Juch, Mohamed Salman und Bugla verlangten der Hintermannschaft des Aufsteigers alles ab. Sie spielten sich immer wieder gefährlich in den Budberger Strafraum hinein. „Unsere individuellen Fehler wurden eiskalt bestraft“, so Wilkes Erkenntnis aus der zweiten Hälfte. Zweimal zeigte Bugla seine ganze Klasse und brachte Dingden auf die Gewinnerstraße. „Unterm Strich bin ich zufrieden mit dem, was meine Jungs auf dem Platz spielerisch und kämpferisch gezeigt haben. Mittelfristig müssen wir unsere Chancen besser nutzen und die Fehler abstellen“, so Wilke.

Der Sportliche Leiter, Henrik Lerch, meinte zum ersten Landesliga-Auftritt: „Zu Beginn waren wir richtig gut, griffig und kämpferisch stark. Wir haben Dingden alles abverlangt. Nach dem Wechsel war es nicht mehr so gut, wir haben sicherlich Lehrgeld bezahlt. Die Qualität des Gegners hat den Unterschied gemacht. Trotz des schlechten Wetters war die Unterstützung der Fans wieder herausragend.“ Am Mittwoch um 20 Uhr geht’s für Budberg in Mintard weiter.