Büderich unterliegt mit 0:2 : Budberg II gibt die Rote Laterne ab

Fußball-Kreisliga A: Der SV Büderich bleibt dagegen im Sinkflug. Das 0:2 war schon die fünfte Niederlage in Folge.

Während sich der SV Büderich im Sinkflug befindet, meldet der vor wenigen Wochen noch weit der Konkurrenz hinterher hinkende SV Budberg II sein nächstes Erfolgserlebnis. Das 0:2 (0:1) beschert den Weseler Vorstädtern die fünfte Niederlage in Folge, die Gäste dagegen haben mit dem zweiten Saison-Sieg den letzten Rang der Kreisliga A verlassen und die Rote Laterne an den FC Neukirchen-Vluyn überreicht.

Die 90 Minuten auf Büdericher Asche bestätigten die Trends beider Mannschaften. „Im Moment haben wir die Krise“, musste Büderichs Trainer Stefan Tebbe nach der erneuten Pleite schon kräftig schlucken. In solchen Zeiten gilt es nicht schön zu spielen, es sind die Punkte und die Ergebnisse, die zählen. „Budberg hat uns vorgemacht, wie es geht“, fuhr Tebbe fort. „Während wir zu weit vom Gegner weg standen, waren die Budberger wesentlich bissiger.“

Schon die Anfangsminuten gehörten der Budberger Zweitvertretung, die bereits in der Büdericher Hälfte attackierte und bei Ballgewinn sofort in den Angriffsmodus umschaltete. Schon nach wenigen Minuten prüfte Simon Kömpel den Büdericher Torhüter Philipp Hebbering. Auf der Gegenseite blieben die bedrohlichen Szenen überschaubar. Ein Distanzschuss von Dominik Tebbe zwang Budbergs Keeper David Dohmen zu einer Parade, beim Kopfball von Sascha Ströter wäre er zwar machtlos gewesen, der Ball touchierte aber lediglich den rechten Pfosten. Aber das war’s dann auch schon mit der Büdericher Herrlichkeit – im Gegensatz zum Schlusslicht, das seiner Linie treu blieb und über Konter auch zum ersten Treffer gelangte. Der Ball lief über Kai Mares, der im Mittelfeld die Fäden zog und seine Mitspieler klug in Szene setzte, und schien schon abgewehrt zu sein. Doch die Büdericher Abwehr vertändelte das Spielgerät und lud Jannes Vesper zu einem Schuss aus 22 Metern ein, der im rechten Winkel zur Führung der Gäste in der 38. Minute einschlug.

„Unser Torhüter hatte einen ruhigen Nachmittag“, freute sich Budbergs Trainer Michael Seewald über die gute Abwehrarbeit seiner Defensive, die auch im zweiten Abschnitt nicht gefordert wurde. Ein Kopfball über das Tor, ein anderer an den Außenpfosten, das waren die Schrecksekunden, die die Gäste noch zu überstehen hatten.

Die Vorentscheidung hatte Mares auf dem Fuß, der in der 57. Minute aber mit seinem Strafstoß an Hebbering scheiterte. Also zog sich das Spielgeschehen noch in die Länge. Budbergs Spieler bemühten sich weiterhin darum, den Gastgeber nicht zu nahe an ihr Gehäuse gelangen zu lassen.

Und über Konter wurde weiterhin der Weg nach vorne gesucht. Der Erfolg stellte sich in der 84. Minute ein. Drei Stationen genügten, um Jonas van den Brock auf den Weg zu schicken. Der Stürmer durfte allein auf das Büdericher Tor zu laufen und zum 0:2 einschieben. „Die Mannschaft hat mit Leidenschaft gespielt“, freute sich Seewald.

SV Büderich: Hebbering; Frings, Ploch (73. Pielniok), M. van Husen, Lenz, Höppner (80. Kaning), Tebbe, Schröter, D. van Husen, Höning, Dachwitz.

SV Budberg II: Dohmen; Nühlen, Hausmann, Severith (88. van Dyck), Engeln, Temath, Mares, Kömpel, van den Brock (85. Pischek), Vesper, Kossmann (66. Tomberg).