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Stürmer Christian Voicu will den SV Sonsbeck verlassen

SV Sonsbeck: Fußball-Landesliga : Ohne Christian Voicu in die neue Saison

Fußball-Landesliga: Der Stürmer hat um seine Freigabe gebeten und zum Trainingsauftakt mit seinem Wechselwunsch für Unruhe gesorgt. Rückkehrer Stephan Schneider ist noch bis zum 22. August gesperrt.

Er sollte ein ganz wichtiger Baustein in der neuen Mannschaft des SV Sonsbeck sein. Doch kurz vor Beginn der Vorbereitung bat Christian Voicu um ein Gespräch. Darin teilte der Stürmer mit, dass er dem Fußball-Landesligisten in der kommenden Saison trotz Zusage nicht zur Verfügung stehe und den Verein verlassen werde. Coach Thomas von Kuczkowski registrierte den Sinneswandel. Er habe aber keine Zeit, sich damit weiter zu zu beschäftigen.

Für Heiner Gesthüsen, den Sportlicher Leiter, kam Voicus Ansinnen sehr plötzlich. „Christian hat bei uns einen Vertrag unterschrieben und jetzt um die Freigabe gebeten. Es hat sich aber kein Verein an uns gewandt. Somit warten wir mal ab, ob er wirklich geht. Den Abgang müssen andere aus dem Kader kompensieren.“ Heißt: Es soll kein neuer Stürmer verpflichtet werden.

Dem Trainer stehen sieben Neuzugänge zur Verfügung, von denen er sich allesamt viel verspricht. Mit Defensivakteur Johannes Keisers kehrt ein ehemaliger Sonsbecker von Borussia Veen zurück. Der 22-Jährige studiert in den USA und wird die Vorbereitung zwar mitmachen, doch danach zurück nach Amerika gehen. Erst ab der Rückrunde soll Keisers fest dem Kader angehören.

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Es wurde beim ersten Training sehr konzentriert gearbeitet. „Jede Einheit ist immens wichtig. Denn ich glaube, dass die Liga noch stärker sein wird,“ so Sonsbecks Coach. Als Meisterschaftsfavoriten nennt „Kucze“ den FC Kray, Sterkrade-Nord und die SF Niederwenigern, die nur knapp in der Relegation am Aufstieg in die Oberliga gescheitert waren. Niederwenigern möchte von Kuczkowski als Vorbild nehmen. „Es gibt keine überragenden Akteure. Die Mannschaft hat eine tolle Saison mit einer geschlossenen Teamleistung gespielt.“ Der Coach will eine intakte Sonsbecker Mannschaft formen, die sich als Einheit präsentiert und mit taktischer Disziplin zum Erfolg kommen soll. In welchem System er spielen lässt, darauf will sich der Coach noch nicht festlegen.

Mit den Neuzugängen hat der Trainer mehr taktische Variationsmöglichkeiten, so dass er zwischen dem 4-2-3-1-, 4-1-4-1- und 4-4-2-System flexibel testen möchte. Die Offensive sollen Maik Hemmers (19 Jahre) und Maik Noldes (30) verstärken. Im zentralen Mittelfeld sind Lewis Brempong (26), Stephan Schneider (31) zuhause. Kai Robin Schneider (22) und Jannis Pütz (20) haben ihre Stärken in der Defensive. Als einen weiteren Neuzugang zählt von Kuczkowski Stürmer Felix Terlinden, der aufgrund von Verletzungen und drei Roter Karten kaum auf dem Platz stand. Seine Sperre läuft am 22. Juli ab. Noch länger fällt Stephan Schneider aus. Aufgrund einer Roten Karte wegen Schiedsrichter-Beleidigung im Pokalspiel gegen den 1. FC Kleve muss der ehemalige SVS-Kapitän noch bis zum 22. August zu schauen. „Er wird uns daher in den ersten drei Meisterschaftsspielen fehlen“, sagt von Kuczkowski, der Schneider als einen Kandidaten fürs Kapitänsamt sieht. „Tim Weichelt bleibt natürlich mein erster Ansprechpartner. Aber ich will in der Vorbereitung mal sehen, wer mit dem Druck, mit der Binde am Arm aufzulaufen, noch umgehen kann.“

Georgios Efthimiou, der sich in der Endphase der Saison als Stabilisator der Sonsbecker Hintermannschaft bewies, wird auch in der kommenden Spielzeit das Trikot der Rot-Weißen tragen. „Wir wollen nicht mehr in den Rückspiegel gucken, sondern optimistisch nach vorne schauen und einen Platz im oberen Mittelfeld erreichen – so zwischen Rang fünf bis sieben halte ich für realistisch“, meinte „Kucze“.