Starke Lokalmatadorin

Beim fünftägigen Dressur-Turnier auf der Anlage des RV "Graf Haeseler" konnte die Sonsbeckerin Britta Janssen ein Ausrufezeichen setzen. Heute Abend beginnt in Sonsbeck die Große Tour.

Mit einem Auftakt nach Maß hat das fünftägige Sonsbecker Dressur Event auf der Reitanlage des gastgebenden RV "Graf Haeseler" begonnen. "Ich bin mit dem bisherigen Ergebnis der Veranstaltung mehr als zufrieden, sie ist einfach nur genial", erklärte Chef-Organisator Hermann Cappell im Gespräch mit der Rheinischen Post, der sich mit dem erstmals in dieser Form in Sonsbeck stattfindenden Turnier einen Herzenswunsch erfüllt hat. "Denn wo gibt es schon eine solch hochkarätige Veranstaltung, auf der von der Reitpferdeprüfung bis zum Grand-Prix beinahe alle Facetten des Dressursports gezeigt werden", meinte der Xantener.

Schwere Aufgaben lösen

Und mit einer Prüfung der schweren Klasse auf Grand-Prix-Ebene wurde dass 1. Sonsbecker Dressur-Event bereits am Mittwochmittag gestartet. Da hieß es gleich zu Beginn dieser Pferdeleistungsschau: Höchste Konzentration für Tier und Reiter. Starker Trab, Traversalen (Vorwärts-Seitwärtsbewegung des Pferdes, mit gleichzeitiger Stellung in die Verlaufsrichtung) gehörten hier ebenso zur Aufgabenstellung wie Pirouette, Passage oder Piaffe. Rückentätigkeit des Pferdes, Engagement aus der Hinterhand und die Elastizität der Bewegungen standen da ebenso auf dem Prüfstand wie das korrekte Einsetzen der Reiterhilfen, um die schweren Aufgaben zu lösen. Die Antwort der Richter gab es nach rund acht Minuten Prüfungsdauer. "Ich freue mich sehr, dass Lokalmatadorin Britta Janssen, die ich selber ausgebildet habe, hier eine Silberschleife erzielen konnte", meinte ein überglücklicher Cappell. Die Goldschleife ging an Bundeschampionesse Jana Freund (Kevelaer) auf Jazz Rubin. Nach den gestrigen Dressurpferdeprüfungen und den heutigen Prüfungen auf M*-Niveau, kommt es am Abend mit der S**-Dressur Grand Prix, gleichzeitige Qualifikation zu der S*** Grand-Prix-Kür am Samstagabend (20.30) und dem Grand Prix Spezial am Sonntagnachmittag (14.30), zu einem weiteren Highlight des Sonsbecker Turniers mit Championats-Charakter.

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Lienenkämper kommt vorbei

"Auch hier dürfte der Geschmack der Freunde der Hohen Schule der Dressur vollends getroffen werden", ist sich Cappell sicher und hofft, dass möglichst viele Zuschauer diese bislang einzigartige Veranstaltung in der Region besuchen werden. Turnier-Schirmherr Lutz Lienenkämper, Bau- und Verkehrsminister in NRW, schaut jedenfalls vorbei. Den Samstagabend mit dem großen Schau-Programm will er sich nicht entgehen lassen.

(RP)