Fußball: SSV Lüttingen lässt nicht viel zu

Fußball : SSV Lüttingen lässt nicht viel zu

Fußball-Kreisliga A: Die Fischerdörfler schickten Viktoria Alpen mit einer 1:3-Niederlage nach Hause.

Es waren gerade einmal fünf Minuten gespielt, da gab es auf dem Sportplatz des SSV Lüttingen den ersten großen Aufreger des Tages. Es sollte nicht der letzte bleiben beim 3:1-Sieg der Fischerdörfler über Viktoria Alpen.

Nach einem Pass von Daniel Derpmann tauchte Mirko Poplawski plötzlich völlig frei vor dem Gäste-Tor auf und schob zum 1:0 ein. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Alpener Hintermannschaft schon weitestgehend abgeschaltet. „Für uns war es ein klares Abseitstor“, ärgerte sich Trainer Jörg Schütz über den Schiedsrichter. SSV-Kapitän Poplawski war‘s egal, die Führung spielte den Hausherren natürlich in die Karten. Während bei der Viktoria einige Köpfe nach unten gingen, agierten die Lüttinger temporeich und voller Selbstvertrauen.

Nach starker Vorarbeit von Nico Scholten war’s Nils Theunissen, der nach einer Viertelstunde den zweiten Treffer nachlegte. Die Alpener agierten zumeist harmlos, einzig Andreas Dargel verpasste am zweiten Pfosten knapp den Anschlusstreffer (25.). Bis zur Pause hatten die Gäste Glück, dass sie nicht noch deutlicher zurücklagen. Einige Male rettete Schlussmann Patrick Dahm gegen die starke aufspielenden Lüttinger.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Kräfteverhältnis zunächst wenig. Erst mit dem überraschenden Treffer von Dargel per Fernschuss kamen die Alpener besser in die Begegnung. „Das war dann die einzige Phase des Spiels, wo wir ein bisschen Probleme hatten“, sagte SSV-Trainer Stefan Kuban. Da den Gästen der zweite Treffer jedoch nicht gelingen wollte, blieb die große Hektik in der Schlussphase aus.

Mit der Verletzung des nach gut einer Stunde eingewechselten Philip Brand, der nach einem unglücklichen Zusammenprall bei einem Kopfballduell benommen auf dem Kunstrasen liegenblieb und ins Krankenhaus gebracht werden musste, endete die Partie nach Absprache des Schiedsrichters mit den beiden Kapitänen vorzeitig vor Ablauf der Nachspielzeit.

„Wir sind derzeit einfach ein bisschen außer Form und wackelig in der Defensive. Es ist eine schwierige Phase, da müssen wir eben mal durch“, resümierte Viktoria-Trainer Schütz. Diese Phasen kennt man in Lüttingen zu gut, doch nach dem Erfolg gegen Alpen geht der Blick weiter nach oben. „Insgesamt haben wir das gut gemacht und verdient gewonnen“, lobte Kuban die Leistung seiner Truppe.

Viktoria Alpen: Dahm; Algra, Feuchter, Ley, N. Goergen, Rassier, Dargel (63. Brand), P. Goergen (57. Esper), Sura, Hintze, Speicher.

SSV Lüttingen: Florian; Poplawski, Theunissen (80. Bauhuis), Neinhuis (85. Heiming), Muncic, Niehuis, Stapelmann, Hildebrandt, Reimers, Derpmann, Scholten.

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