Verhandlung zum Spielabbruch in Asterlagen Sportgericht spricht TuS Xanten drei Punkte zu

Update | Kreis · Am Dienstagabend wurde in der Sportschule Wedau das abgebrochene Spiel in Asterlagen verhandelt. Xanten soll die drei Punkte bekommen, die Duisburger müssen 2000 Euro zahlen. Der Bezirksliga-Aufsteiger denkt über einen Einspruch nach.

Szene aus dem Spiel TuS Asterlagen gegen TuS Xanten vom 22. Oktober.  RP-Archiv: Klos

Szene aus dem Spiel TuS Asterlagen gegen TuS Xanten vom 22. Oktober. RP-Archiv: Klos

Foto: Jakob Klos

Am Dienstagabend ist vor dem Bezirkssportgericht in der Sportschule Wedau über die Wertung der Ende Oktober in der Pause abgebrochenen Bezirksliga-Partie zwischen dem TuS Asterlagen und dem TuS Xanten entschieden worden. Die Xantener sollen die drei Punkte erhalten. Der Aufsteiger soll eine Geldstrafe in Höhe von 2000 Euro zahlen. Die Partie war abgebrochen worden, weil Schiedsrichter René Barton auf dem Weg in die Kabine von einem Trinkpäckchen getroffen worden war – entweder am Kopf oder am oberen Arm. In der Urteilsbegründung erklärte das Gericht, dass diese Frage nicht wirklich geklärt werden konnte, die Sache aber jemandem aus dem Asterlager Umfeld zuzuordnen sei.

Gemeinsam mit Angreifer Niklas Maas, Mittelfeldakteur Jesse Sticklat und Heribert Kerkmann aus dem Fußballvorstand zählte auch Xantens Trainer Johannes Bothen zu den Zeugen der Verhandlung. Peter Hanisch vom Kreisfußball-Ausschuss sowie Schiedsrichter René Barton äußerten sich neben einigen Asterlagern ebenfalls zu den Vorfällen vom 22. Oktober, als der Unparteiische auf dem Weg in die Kabine von einem Trinkpäckchen getroffen wurde und das Spiel zur Halbzeit beim Stand von 2:0 für Xanten abgebrochen hatte.

Über zwei Stunden dauerte die Sitzung vor dem Sportgericht. „Es ist das erwartete Urteil ausgesprochen worden, dass das Spiel mit 2:0 für uns gewertet wird. Für uns ist es eindeutig. Auf der anderen Seite hält sich Asterlagen den Einspruch offen. Auch das war zu erwarten“, sagte Bothen auf Nachfrage.

Ein Zeuge aus Xanten, der seine Aussage schriftlich eingereicht hatte, erklärte, dass es wohl ein Asterlager gewesen sei, der aus Frust das Päckchen geschossen habe, das daraufhin den Hinterkopf des Schiedsrichters getroffen habe. Seiner Aussage nach sei das aber ohne Absicht passiert. Der Unparteiische selbst, der von Ordnern auf dem Weg in die Kabine begleitet worden war, erklärte, dass er sich zunächst nicht schlüssig gewesen war, ob er das Spiel abbrechen solle. „Ich wollte erst weitermachen, habe mir dann aber gesagt, dass ich das nicht mit mir machen lasse.“

Barton selbst wurde in der Verhandlung vom Gericht gerüffelt, weil er in den sozialen Medien nach der Partie den Asterlagern zur Seite gesprungen war und die Verantwortlichen in Schutz genommen hatte. Das jedoch habe ihm nicht zugestanden, weil er sich als Unparteiischer nicht zu einem schwebenden Verfahren öffentlich zu äußern habe.

Vom Vorwurf eines unzureichenden Ordnungsdienstes wurde der TuS Asterlagen derweil explizit freigesprochen. Klar scheint zu sein, dass der TuS Einspruch einlegen und das Verbandssportgericht anrufen wird. Bis die endgültige Entscheidung feststeht, wird es also womöglich noch rund zwei Wochen dauern.

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