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Fußball: Sonsbecker von Selbstzweifeln geplagt

Fußball : Sonsbecker von Selbstzweifeln geplagt

Die Bezirksliga-Mannschaft überwintert auf einem Abstiegsplatz. Gespräche mit neuen Spielern werden geführt.

Die Tabelle der Fußball-Bezirksliga, Gruppe 4, werden sich Verantwortliche wie Spieler des SV Sonsbeck II wohl während der Vorweihnachtszeit nicht oft anschauen. Die Hinrunde hat das Team von Trainer Georg Thüs auf Rang 13 abgeschlossen. Besorgniserregend ist der große Abstand auf einen der Nichtabstiegsplätze. Acht Punkte müssen die Sonsbecker in der Rückrunde aufholen, wollen sie sechs Jahre nach dem Aufstieg nicht in der kommenden Spielzeit wieder in der Kreisliga A antreten.

Diese schlechte Ausgangslage ist vor allem in der Negativserie begründet, die der SVS II zwischen dem 10. September und dem 9. November erlebte. Aus den zehn Spielen innerhalb der zwei Monate holten die Rot-Weißen nur magere zwei Zähler. "Das war für uns alle eine schwere Zeit. Da kamen natürlich Selbstzweifel auf", erinnert sich Thüs, der durch Gespräche mit der Mannschaft - "in denen es auch mal zur Sache ging" - den Weg zurück in die Erfolgsspur gesucht hat. Und in der Tat können die zurückliegenden Wochen den Sonsbeckern Mut machen. Schon mit der Partie beim SC Schiefbahn glaubte Thüs einen Wendepunkt ausgemacht zu haben. Zwar drückte sich dies zunächst noch nicht in Ergebnissen aus, doch eine positive Entwicklung war unverkennbar. "Zuvor mangelte es oft an der Einstellung. Wir haben in der Defensive sehr viele einfache Fehler gemacht und so viel zu viele Gegentore kassiert", weiß der leidgeprüfte Trainer.

Zwar spielten seine Schützlinge auch danach nicht "die Sterne vom Himmel" - die 1:8-Niederlage gegen Fichte macht dies deutlich -, doch wurde die Anzahl der Fehler reduziert. Und so gelangten gegen Bracht und Willich zwei wichtige Siege, die die Hoffnung auf den Klassenerhalt aufrecht erhalten. Um dieses Ziel zu erreichen, wird Thüs Nichts dem Zufall überlassen. "Die Jungs können sich auf eine Vorbereitung einstellen, die es in sich hat", sagt der Coach, der damit auf die mangelnde Fitness einiger Akteure anspielt. Zudem wird sich auch personell etwas verändern. Mit Hendrik Terlinden (Auslandssemester) kehrt ein wichtiger Stabilisator in die Abwehr der Rot-Weißen zurück. "In der letzten Rückrunde war Hendrik überragend. Er wird uns Sicherheit verleihen", lobt ihn sein Trainer, der auch für Mittelfeldmann Julian Meier positive Worte findet: "Es wäre schön, wenn er uns in der Rückrunde zur Verfügung steht. Ihn könnten wir extrem gut gebrauchen." Meier gehört eigentlich dem Sonsbecker Oberliga-Kader an. Zudem werden noch Gespräche mit zwei potenziellen Zugängen für die Offensive geführt. "Ich glaube, dass wir eine erfolgreichere Rückrunde spielen werden. Wozu das noch reicht, muss man halt sehen", blickt Thüs voraus.

(jhei)