Lokalsport: Sonsbeck hält im Derby nur eine Hälfte mit

Lokalsport: Sonsbeck hält im Derby nur eine Hälfte mit

Fußball-Landesliga: Die Rot-Weißen kassierten gestern gegen den SV Scherpenberg eine 0:3-Heim-Niederlage

Eine Überraschung im Landesliga-Spiel zwischen dem SV Sonsbeck und SV Scherpenberg blieb aus. Nach dem Schlusspfiff waren sich alle im Moerser Kreisderby einig, dass das 0:3 (0:0) für die Gäste wegen der Leistung in Halbzeitzwei hochverdient war. Der Tabellendritte war nach dem Seitenwechsel entschlossener, giftiger und in den entscheidenden Zweikämpfen kaltschnäuziger vor dem Tor.

Trotz der namhaften Abgänge in der Winterpause stellten die Gäste unter Beweis, dass weiter eine hohe Qualität auf dem Platz steht. Sonsbecks Coach Thomas von Kuczkowski zollte dem Gegner seinen Respekt. "Ich muss ehrlich sagen, dass Scherpenberg eine Nummer zu groß für uns war. Die haben einen unheimlich starken Kader. Ich fand sie stärker als den FC Kray", sagte der Trainer, der sich vor dem Anpfiff etwas Zählbares ausgerechnet hatte.

"Kucze" schickte zum ersten Mal in dieser Saison dieselbe Startelf wie in der Vorwoche auf den Kunstrasen. Sonsbeck startete offensiv und wollte Scherpenberg direkt im Aufbau das Leben schwer machen. Aber die Moerser zeigten sich spielstark und überbrückten schnell das Mittelfeld. Bereits nach drei Minuten tauchte Deldar Zakholy alleine vor Keeper Tim Weichelt auf. Sonsbecks Kapitän bewahrte seine Mannschaft mit einem klasse Reflex vor dem frühen Rückstand.

In der 14. Minute traf Maximillian Stellmach das Aluminium. Da wäre Weichelt nicht mehr drangekommen. Im Gegenzug setzte Christian Voicu einen ersten Schussversuch knapp am Tor vorbei. Die beste Chance der Hausherren vergab Kai Schmidt freistehend in der 24. Minute. In der Endphase der ersten Halbzeit wurde es farbenfroh. Nico Frömmgen, Lucas Borstelmann und Yasin Duman holten sich eine Verwarnung ab. In der 41. Minute forderten die Scherpenberger die Rote Karte für Weichelt. Nach einem langen Ball hatte er außerhalb des Strafraums jedoch mit dem Kopf geklärt, so dass der Unparteiische Tim Pelzer zurecht weiterspielen ließ. Mit dem Halbzeitpfiff hatten die Rot-Weißen nochmals Glück. Erneut scheiterte Stellmach am Pfosten.

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"Wir haben im ersten Durchgang gut mitgehalten und konnten das Spiel ausgeglichen gestalten", so "Kucze". In der 58. Minute ging der Gast durch den eingewechselten Yassin Bougjdi aber in Führung. Sonsbeck konnte sich im zweiten Abschnitt keine nennenswerte Möglichkeit mehr erspielen.

Scherpenberg wurde immer stärker und trat wie ein Spitzenteam auf. In der 70. Minute vertändelte Max Fuchs den Ball am eigenen "16er". Astrit Krasniqi bedankte sich mit einem feinen Schlenzer - 2:0. Der stark spielende und stets gefährliche Stellmach krönte seine gute Leistung mit dem 3:0 (86.). Scherpenbergs Nummer Neun nutzte ein Abstimmungsfehler zwischen Jan-Paul Hahn und Robin Schoofs für die Entscheidung. "Man muss neidlos anerkennen, dass der Sieg auch in der Höhe verdient ist", bemerkte von Kuczkowski noch.

Morgen um 19.30 Uhr gastiert der SV Scherpenberg fürs Kreispokal-Viertelfinale schon wieder im Willy-Lemkens-Sportpark zu Gast. Sonsbecks Coach kommt die Partie überhaupt nicht gelegen. "Eigentlich müssen wir uns jetzt voll auf die wichtigen Spiele bei Duisburg 1900, Hö./Nie. und gegen den PSV Wesel konzentrieren." Am Dienstag möchte er daher einigen Balltretern aus der zweiten Reihe eine Chance geben.

Heiner Gesthüsen, Sonsbecks kommissarischer Fußball-Abteilungsleiter, gab während der Partie einen weiteren Neuzugang für die kommende Saison bekannt. Mit dem 30-jährigen Maik Noldes kommt ein erfahrener Mittelfeldakteur, der unter anderem für den TV Jahn Hiesfeld, Schwarz-Weiß Essen und dem TuS Bösinghoven in der Oberliga spielte.

(aeg)