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Fußball: Sonsbeck gegen Wuppertal ist kein Risikospiel mehr

Fußball : Sonsbeck gegen Wuppertal ist kein Risikospiel mehr

Oberliga-Fußball: Es gab keine offizielle Mitteilung. Der SVS hatte schon mit den Vorbereitungen begonnen.

Der Wuppertaler SV wird in der Fußball-Oberliga stets von einer großen Anhängerschaft begleitet. Am ersten Rückrunden-Spieltag ist der Tabellenführer zu Gast beim SV Sonsbeck, der mit weit über tausend Zuschauern rechnet. Da sich in der Vergangenheit unter die WSV-Fans schon mal Krawallmacher gemischt hatten, wurden Auswärtspartien des ehemaligen Bundesligisten von der Polizei als Risikospiele deklariert. Das war auch so, als die Wuppertaler in der vergangenen Saison erstmals im Sonsbecker Sportpark aufliefen. Jetzt haben die Verantwortlichen des SVS mitgeteilt bekommen, dass die Begegnung am 22. Februar gegen den WSV kein Sicherheitsspiel ist. Dies hat die Zentrale Informationsstelle für Sporteinsätze (ZIS) der Polizei so entschieden - allerdings schon Ende November vergangenen Jahres bei einem Treffen mit Vertretern des Fußballverband Niederrhein (FVN) und WSV.

Den Vorstand des SVS hat darüber allerdings niemand informiert, weshalb der nun verschnupft ist. "In den Verbandsrichtlinien für Sicherheitsspiele steht, dass die Vereine spätestens sechs Wochen vor den Partien gegen Wuppertal mit der Organisation beginnen sollen. Das haben wir getan. Die Arbeit hätten wir uns doch sparen können", sagte Pressesprecher Andreas Proest. Das 2013 erarbeitete Sicherheitskonzept wurde hervorgeholt, mit der Securityfirma und der örtlichen Polizei gesprochen sowie ein Termin mit der Gemeinde vereinbart. Auch mit einem szenekundigen Beamten stand Proest bereits im Kontakt. Da sich die Wuppertaler Fans in der Oberliga - abgesehen von der Partie in der vergangenen Spielzeit beim VfB Homberg - "recht vernünftig" verhalten haben, hat die ZIS zunächst die ersten beiden Rückrunden-Partien in Sonsbeck und am 8. März beim SC Kapellen-Erft nicht mehr als Sicherheitsspiele mit größerer Polizeipräsenz eingestuft. Vorteil: Die beiden Clubs, vor allem aber der WSV sparen eine Menge Geld.

Doch die Verantwortlichen des SV Sonsbeck sind dennoch unsicher und wissen nicht, was sie denn nun genau beachten sollen, um optimal vorbereitet zu sein. "Wir werden auf jeden Fall nochmals bei der Polizei nachfragen", so Proest. Wolfgang Jades, Vorsitzender des FVN-Fußballausschusses, wies gestern auf RP-Nachfrage darauf hin, doch bestimmte Sicherheitsrichtlinien einzuhalten, unter anderem getrennte Eingänge einzurichten. Zudem gibt's am 2. Februar beim Verband noch eine Tagung mit Vertretern aller Oberliga-Vereine, die laut Staffelleiter Clemens Lüning Klarheit bringen soll. Die Spiele in Sonsbeck und Kapellen-Erft werden auf jeden Fall unter Verbandsaufsicht ausgetragen.

(RP)