Fußball-Landesliga : Sonsbeck bangt um seinen Kapitän

Beim SVS droht im Spiel am Sonntag in Amern Schlussmann Tim Weichelt auszufallen. Klaus Keisers ist der Mann der Stunde bei den Rot-Weißen.

Mit großer Moral holte Fußball-Landesligist SV Sonsbeck im Spitzenspiel gegen den PSV Wesel durch ein Traumtor von Max Fuchs noch ein 2:2. Mit diesem unbedingten Willen, Punkte einzufahren, wollen die Rot-Weißen auch die nächste Aufgabe angehen und das Konto von derzeit elf Zählern weiter ausbauen. Die Mannschaft von Trainer Heinrich Losing wird am Sonntag um 15 Uhr beim VSF Amern zu Gast sein.

Der Tabellenzehnte aus dem Kreis Viersen ist sehr heimstark, hat alle neun Zähler auf eigener Anlage geholt. „Amern ist eine unangenehme Mannschaft, die vor allem zu Hause sehr kompakt und zweikampfstark agiert. Hinzu kommt, dass Willi Kehrberg ein erfahrener Trainerfuchs ist, der sicherlich schon einen Plan hat, wie er uns schlagen will“, schmunzelte Losing, der ebenfalls einen Master-Plan in der Tasche hat. Besonderes Augenmerk gilt dem japanischen Stürmer Ken Sugawara. Der 21-Jährige ist mit fünf Treffern der erfolgreichste VSF-Torschütze – und netzt am liebsten auf eigener Anlage.

Auf Sonsbecker Seite führt nicht Felix Terlinden die interne Torjägerliste an. Sonsbecks Nummer 9 war verletzt, befindet sich aber auf gutem Weg zu seiner Form. Terlinden ist in Amern eine Alternative für die Startelf. Denn Jan-Luca Geurtz wird mit einer Gehirnerschütterung definitiv ausfallen. Klaus Keiers ist derzeit die Überraschung im Sonsbecker Kader. In der vergangenen Saison hatte er die zweite Mannschaft der Rot-Weißen mit 29 Toren in die Bezirksliga geschossen.

Jetzt ist Keisers der Top-Scorer und „Dauerbrenner“ des Landesliga-Teams. Er traf dreimal und legte zwei Tore auf. Von 540 möglichen Einsatzminuten absolvierte der Offensivspieler 538. Hinter den Einsätzen von Kapitän Tim Weichelt (Erkältung), Eren Canpolat (Oberschenkelverhärtung), Robin Schoofs und Sebastian Leurs (beide Knieprobleme) stehen teilweise noch dicke Fragezeichen. Timo Evertz ist nach seiner Magen-Darm Erkrankung wieder einsatzfähig.

Losing warnt seine Mannschaft vor Überheblichkeit: „Wir müssen in Amern wieder alles investieren und den Kampf annehmen. Das Spiel unter der Woche zwischen Scherpenberg und Rhede, das der Spitzenreiter mit 2:3 verlor, zeigte, dass in unserer Gruppe jeder jeden schlagen kann.“ Amern unterlag am vergangenen Wochenende mit 0:4 beim 1. FC Mönchengladbach.

Cheftrainer Kehrberg war überhaupt nicht zufrieden mit der Leistung seiner Elf: „Wir haben verdient verloren und mussten uns nach der ersten Halbzeit große Sorgen machen, dass wir keine deutlichere Klatsche bekommen. Entscheidend war, dass wir ganz schlecht im Verbund verteidigt haben“, analysierte der Coach, der gegen Sonsbeck eine Reaktion seiner Mannschaft erwartet.

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