Billard : Sieg und Remis zum Saisonausklang

Die Dreiband-Spieler des BC Xanten beenden die Spielzeit der zweiten Bundesliga auf dem fünften Tabellenplatz.

Am Wochenende ist für den Billardclub am Grünen Brett Xanten eine fantastische Saison zu Ende gegangen. Der Aufsteiger beendete seine Debütsaison in der zweiten Bundesliga mit einem hervorragenden fünften Platz in der ersten Tabellenhälfte, punktgleich mit dem Tabellenvierten Langendamm. Für die guten Leistungen, die schließlich den Ligaverbleib sicherten, erhielten die Domstädter großen Zuspruch aller Bundesligavereine. Zum Abschluss der Spielzeit stand noch ein Doppelspieltag an.

BC AGB Xanten – BA Berlin 6:2: Am Samstag ging es gegen die Hauptstädter aus Berlin. Vor vollem Haus zeigten sich die Xantener kämpferisch und gut vorbereitet.

Den Beginn machten Rudy Gerritsen gegen Andreas Vollbracht und Uwe Arndt gegen Dieter Semmler. Arndt hatte seinen Gegner komplett im Griff. Beim Stand von elf zu null kam der Berliner zu seinem ersten Ball. Arndt spielte konzentriert und hielt seinen Konkurrenten stets auf Abstand. Am Ende fiel der Vorsprung noch höher aus und Arndt gewann deutlich mit 40 zu 24 in 42 Aufnahmen. Bei Gerritsen war es hingegen eine Partie auf Augenhöhe. Zunächst konnte sich keiner der Spieler absetzen. Zur Halbzeit drehte der Xantener dann aber auf und sein Gegner konnte nicht mehr mithalten. Punkt für Punkt zog er davon. Auch hier fiel der Sieg deutlich aus. 40 zu 28 in 45 Aufnahmen hieß es am Ende.

In der zweiten Runde gingen für Xanten Huub Wilkowski und Roger Liere an den Tisch. Wilkowksi hatte es mit einem gut aufgelegten Selahattin Yildiz zu tun. Immer gleichauf ging es fast durch die ganze Partie. Erst kurz vor Schluss konnte sich der Berliner mit sieben Punkten absetzen und beendete die Partie. Wilkowski legte noch zwei Punkte nach, musste sich mit 35 zu 40 in 38 Aufnahmen geschlagen geben. Bei Roger Liere lief es nach einem verhaltenen Start besser. Schnell konnte er sich absetzen. Zur Halbzeit stand es 21 zu 14 in 23 Aufnahmen. Kurz vor dem Ende holte der Berliner Martin Witt nochmal auf, konnte aber den Xantener nicht mehr einholen. Liere gewann in 39 Aufnahmen mit 40 zu 35.

BC AGB Xanten – BG Hamburg 4:4: Sonntag gab es für die Domstädter ein leistungsgerechtes Unentschieden. Alle Partien waren sehr knapp.

In der ersten Runde haben jeweils nur zwei Punkte in beiden Partien einen Sieg und eine Niederlage gebracht. Der Xantener Dietmar Klösters lieferte sich mit dem Hamburger Lars Trogisch ein wahres Kampfspiel. Alles war möglich und es ging über die kompletten Aufnahmen. Am Ende hätten Klösters im Nachstoß zwei Punkte zum Unentschieden gereicht, doch er verpasste sein Ziel nur knapp.

Auf dem anderen Tisch ging es ebenfalls spannend und auf hohem Niveau zur Sache. Huub Wilkowski hatte in Torsten Lechelt einen stark spielenden Gegner. Dieser ließ sich von dem Blitzstart von Wilkowski nicht beeindrucken und holte jedes Mal einen Vorsprung auf. In starken 28 Aufnahmen hatte hier Wilkowski hauchdünn mit 40 zu 38 das bessere Ende für sich.

Herman Kleinpenning ging für die Xantener gegen Oliver Weese an den Tisch. Es sah so aus, als würde es ein leichtes Spiel für Kleinpenning. Schnell führte er und Weese kam überhaupt nicht ins Spiel. Doch nach der Halbzeit war der Hamburger wie ausgewechselt. Er holte Punkt um Punkt auf, drehte das Duell letztendlich noch und gewann knapp mit 40 zu 37 in 47 Aufnahmen.

Auf dem anderen Tisch sah es bei Roger Liere zunächst nicht besser aus. Viele Jahre kennt er seinen Gegner Thomas Neumann schon und wusste, dass dieser nicht unterschätzt werden darf. In der Anfangsphase einer von beiden Seiten starken Partie lag Neumann immer ein paar Bälle vor. Erst zur Halbzeit konnte Liere aufschließen und knapp in Führung gehen. Diese Führung hielt dann auch bis zum Ende. Mit 40 zu 35 in 27 Aufnahmen war es an dem Tag auch die Bestleistung.

Auch für die erfahrenen Spieler war es eine einzigartige Saison. Team-Sprecher Roger Liere freute sich besonders über die Fanunterstützung, die Arbeit der Mitglieder und des Vorstands und die riesengroße Hilfe der Billardmädels. „Es hat alles gepasst, dafür sind wir mehr als dankbar“, sagte er.

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