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Lokalsport: Schneider köpft SV Sonsbeck ins Glück

Lokalsport : Schneider köpft SV Sonsbeck ins Glück

Fußball-Landesliga: In der Nachspielzeit erzielte der Kapitän im Topduell gegen die U23 von RW Oberhausen das 2:1. Die Gäste standen von der zweiten Minute an nur zu zehnt auf dem Rasen.

Ein Wechselbad der Gefühle haben die Landesliga-Fußballer des SV Sonsbeck im Spitzenspiel gegen die U23 von Rot-Weiß Oberhausen durchlebt. Am Ende setzte sich die Elf von Trainer Sandro Scuerdi mit 2:1 (1:0) durch und zog mit dem Rivalen aus dem Ruhrpott in der Tabelle nach Punkten gleich. Der Abstand zum Spitzenreiter SV Straelen beträgt aber weiterhin sechs Zähler. Da aber auch der zweite Rang und aktuell sogar der Drittplatzierte gute Chancen auf den Aufstieg hat, ist der SVS gestern der Rückkehr in die Oberliga ein weiteres Stück näher gekommen.

Gleich zu Beginn war ordentlich Feuer drin. Wie schon im Hinspiel, als zwei RWO-Kicker vom Platz geflogen waren, sah auch in Sonsbeck ein Oberhausener die Rote Karte. Bereits in der zweiten Minute kam Keeper Nurullah Can nach einem langen Ball raus und konnte Daniel Beine nur durch ein Foul stoppen - da gab's keine zwei Meinungen. Der Schlussmann musste den Rasen verlassen. Sonsbeck übernahm das Kommando und ließ das Leder gut in den eigenen Reihen laufen. Jedoch war den Gästen die Unterzahl nicht anzumerken. Sie hielten das Spiel jederzeit offen.

In der 27. Minute vergab Neuzugang Beine die große Möglichkeit auf die Führung. Nach schöner Flanke von Robin Schoofs auf den zweiten Pfosten kam er freistehend zum Kopfball, der jedoch in den Armen des eingewechselten Schlussmanns landete. RWO II fiel immer wieder durch eine überharte Spielweise auf.

Nach gut einer halben Stunde bekam das Kapitän Stephan Schneider zu spüren, als Marvin Lorch in ihn hineinsprang. Lorch sah dafür aber nur Gelb. In der Schlussviertelstunde des ersten Durchgangs drückte der SVS auf das 1:0. In der 38. Minute traf Peter Janßen per Fallrückzieher. Jedoch entschied der Unparteiische auf Abseits. Aber Sonsbeck schlug noch vor der Pause zu. Nach einem Diagonalball von Schneider auf Sebastian Leurs, der sich über links durchtankte, verwertete Felix Terlinden sein Zuspiel zum 1:0 (45.+1). Nach dem Seitenwechsel blieb Sonsbeck weiter am Drücker. In der 52. Minute brannte erneut Jubel aufseiten der Scuderi-Elf auf. Nach einem Freistoß schaltete Terlinden am schnellsten und drückte den Ball über die Linie. Jedoch wurde das Tor nicht gegeben. Die Sonsbecker konnten diese Entscheidung überhaupt nicht nachvollziehen.

Zweifelhaft war auch die anschließenden Entscheidungen des Referees, der Scuderi und den Sportlichen Leiter, Guido Lohmann, des Innenraums verwies. "Ich habe den Schiedsrichter lediglich gefragt, warum er das 2:0 nicht gegeben hat. Aber darauf wusste er keine Antwort und schicke mich stattdessen hinter die Bande", wunderte sich Lohmann. Danach verlor Sonsbeck den Faden, und Oberhausen bekam Oberwasser. Folgerichtig erzielte Nico Kuipers den Ausgleich (78.). Und die Gäste drückten in Unterzahl auf die Entscheidung. Aber es kam anders. Ein Freistoß von Abel landete in der Nachspielzeit auf dem Kopf von Schneider, der den Ball zum 2:1 einnickte. "Die Jungs glauben immer an sich und wurden dafür belohnt. Im Endeffekt war der Sieg aber auch verdient und wird uns hoffentlich Aufschwung geben", so Scuderi. Es spielten: Weichelt; Schoofs, Schütze, Janßen, Prause, Schneider, Schmitz (76. Terfloth), Leurs, Abel, Terlinden (72. Kremer), Beine (58. Maas).

(aeg)