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Sascha Hubbert Ironman-Sieger über die Mitteldistanz

Triathlon in Italien : Ironman-Sieger über die Mitteldistanz

Sascha Hubbert vom Triathlon Team Rheinberg erlebte in Italien den emotionalsten Moment seiner Karriere. Der 28-Jährige gewann den Wettkampf in knapp über vier Stunden. Es war der letzte Härtetest vor der WM auf Hawaii.

Am 12. Oktober 2019 wird Sascha Hubbert zum erlesenen WM-Teilnehmerfeld über die Langdistanz gehören.Der 28-Jährige vom Triathlon Team Rheinberg hat sich einen Slot für seine Altersklasse für den Ironman auf Hawaii gesichert. Seine Form stimmt. Drei Wochen vor dem Höhepunkt des Jahres gewann der Ausdauersportler den Ironman 70.3 in Italien. Für die Mitteldistanz mit 1,9 Kilometer schwimmen, 90 Kilometer Rad fahren und 21,1 Kilometer laufen benötigte Hubbert 4:03:15 Stunden. Er siegte mit 45 Sekunden Vorsprung vor dem Franzosen Nicolas Herbau.

„Mit Platz eins habe ich nicht gerechnet. Sportlich war der Sieg mit Sicherheit der emotionalste Moment in meinem Leben. Mein Ziel war ein Rang in den Top 10“, sagte Hubbert nach seinem ersten Rennen über die Mitteldistanz auf großer internationaler Bühne. Für ihn war der Ironman 70.3 der letzte Härtetest vor der Weltmeisterschaft. Er hatte seiner Freundin Carina Fierek zu deren 36. Geburtstag den Startplatz geschenkt – und sich kurzerhand mit angemeldet. „Die Veranstaltung passte gut in die Vorbereitung.“

Also machte sich das Paar gemeinsam auf in die norditalienische Stadt Cervia. Dort fand das größte Ironman-Event Europas mit Wettkämpfen über die Lang- und Mitteldistanzen statt. Schwimmen mussten alle im Adriatischen Meer. „Die erste Disziplin war ganz schön sportlich. Es gab hohe Wellen.“ So blieb’s nicht aus, dass auch Hubbert einiges an Salzwasser schluckte. Nach 30:52 Minuten war er wieder an Land. Auf Rang 18 liegend ging’s aufs Rennrad. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 43km/h fuhr der Weseler bis auf Platz zwei vor (2:05:15). „Ich bin auf den Sattel gestiegen und habe wie immer Vollgas gegeben, um das Loch nach vorne hin zuzufahren.“ In der Wechselzone machte er nochmals 45 Sekunden auf den Führenden gut.

Der abschließende Lauf führte die Athleten durch den Badeort Cervia. Nach 15 Kilometern war dann eigentlich klar, dass der Siegerpokal an den Triathleten vom unteren Niederrhein gehen würde. „Ich habe meinen Vorsprung ins Ziel gerettet.“ Seine Halbmarathon-Zeit: 1:20:34 Stunden. Mit dem Erfolg gelang ihm die Qualifikation für die Ironman-WM 70.3 im kommenden Jahr. Die Titelkämpfe finden erstmals nach der Weltmeisterschaft über die Langdistanz statt. Austragungsort ist Ende November 2020 die Stadt Taupo auf der neuseeländischen Nordinsel.

Doch daran denkt Sascha Hubbert, der als Chemiekant bei Byk in Wesel arbeitet, noch nicht. Es zählt nur die WM auf Hawaii in zweieinhalb Wochen. Die Vorfreude ist groß, das Trainingspensum dem Ironman angepasst. „Der Fokus liegt nach dem Wettkampf in Italien auf der Regeneration.“ Am 8. Oktober steigt er mit seiner Lebensgefährtin in den Flieger. Ein genaues Ziel möchte der Extremsportler nicht formulieren: „Eine Langdistanz ist wieder was ganz anderes. Da kann viel mehr passieren, was man nicht auf dem Schirm hat.“